Arbeitsbericht 2006/2007      

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Das Nordfriisk Instituut wird aus Gründen der Arbeitsökonomie künftig alle zwei Jahre einen ausführlichen Tätigkeitsbericht vorlegen.


A. Personal

Am 31.12.2007 waren folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Institut beschäftigt:

  • Institutsdirektor: Prof. Dr. Thomas Steensen,
  • Institutslektorin, Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs": Antje Arfsten, M. A. (31 Stunden, davon 12 als Vertretung von Christina Tadsen),
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur: Anke Joldrichsen, M. A. (4 Stunden),
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur, Nordfriesisches Jahrbuch: Dr. Birgit Kellner (12 Stunden),
  • Institutslektorin, friesische Sprache und Literatur, Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs": drs. Adeline Petersen (23 Stunden, davon 4 als Vertretung von Christina Tadsen),
  • Institutslektorin für friesische Sprache und Friesisch in den Medien: Christina Tadsen, M. A. (Sonderurlaub vom 1.7.2007 bis zum 30.6.2008),
  • Institutslektor, Orts- und Regionalgeschichte, Bibliothek und Dokumentation, Zeitschrift Nordfriesland: Fiete Pingel, M. A. (23 Stunden),
  • Geschäftsführerin: Marlene Kunz (32 Stunden),
  • Sekretärin: Rita Carlsen (20 Stunden),
  • Sekretärin: Anke Hoetter (28 Stunden),
  • Sekretariatsmitarbeiterin, Ansprechpartnerin für den Buchhandel: Gondrun Verch (20 Stunden),
  • Bibliotheksmitarbeiterin: Anne Paulsen-Schwarz (20 Stunden),
  • Hauspflegerin und Bürogehilfin: Angela Sachau (19 Stunden),
  • Projekt "Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins": Dipl.-Soziologe Harry Kunz (35 Stunden) und Anke Hoetter (Schreibkraft mit 4 Stunden),
  • Bundesprojekt "Friesischer Sprachkurs für Fortgeschrittene, Mooringer Frasch": Antje Arfsten, M. A. und drs. Adeline Petersen,
  • Interreg-Projekt "Bürgerinformationssystem Grenzlandportal/Grænselandsportalen": Fiete Pingel, M. A., Harry Kunz und Sven Gerlach (Hilfskraft mit 5 Stunden),
  • Projekt: "Auswanderer-Archiv Nordfriesland": Dr. Paul-Heinz Pauseback (ehrenamtlich),
  • Ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Bibliothek: Albert Schmid (stundenweise).

Praktika:

  • Michael Kroll im Sekretariat (1.4.2006 bis 11.1.2007 gemeinnütziger Zusatzjob),
  • Andrea Wolff im Sekretariat (ab 16.7.2007 gemeinnütziger Zusatzjob),
  • Ingo Thiems (4.8. bis 27.9.2006 Verzeichnis- und Ordnungsaufgaben),
  • Kristof Schmidt (11.9. bis 29.9.2006 Mitarbeit am Sprachkurs Fering),
  • Mai-Britt Frost Larsen (1.3. bis 30.4.2007 Erstellung des Registers für die "Geschichte Nordfrieslands").

Am 27. Januar 2006 wurde Adeline Petersen in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Sie wird für das Institut weiterhin stundenweise tätig sein.
Die Sachbearbeiterin im Sekretariat Bärbel Andersen verließ das Nordfriisk Instituut zum 30. September 2006. Neu eingestellt wurde zum 1. Oktober 2006 Gondrun Verch, die sich vor allem um das Buch-Marketing kümmern soll.
Zum 31. Dezember 2006 schied die langjährige Bibliothekskraft Astrid Karstensen aus; als Nachfolgerin wurde zum 1. Dezember 2006 Anne Paulsen-Schwarz eingestellt.
Am 21. Februar 2007 wurde Harry Kunz zum Betriebsrat gewählt.
In allen Bereichen beeinträchtigt wurde die Institutsarbeit durch die seit Juni 2007 andauernde Erkrankung der mit der höchsten Stundenzahl beschäftigten Sekretärin Anke Hoetter.

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B. Verein und Geschäftsführung

Die Mitgliederversammlung am 22. April 2006 hat eine geänderte Satzung verabschiedet.

Der Vorstand des Vereins Nordfriesisches Institut e. V. setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Thede Boysen, Flensburg,
stellv. Vorsitzender: Peter Nissen, Hamburg,
Schriftführer: Arfst Hinrichsen, Hattstedt,
Schatzmeister: Heinrich Bahnsen, Riddorf,
Beisitzerin: Eike Nommensen-Hingst, Hattstedt,
Beisitzer/in: Carmen Müller Matzen (bis April 2006), Jule Jessen, Niebüll (ab April 2007)
Beisitzerin, Friisk Foriining: Güde Boysen, Risum-Lindholm (bis Juli 2006), Ilse Johanna Christiansen, Bredstedt (ab Juli 2006)
Beisitzer, Nordfriesischer Verein: Max Petersen, Niebüll,
Beisitzer, Heimatbund Landschaft Eiderstedt: N. N.

Beirat
Beiratssprecherin: Inken Völpel-Krohn, Kiel,
stellv. Beiratssprecherin: Sabrina Koetsier, Weener.

Kuratorium
Das Kuratorium berät das Nordfriisk Instituut in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Es setzt sich aus namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und öffentlichem Leben zusammen. Im Berichtszeitraum kam es zu folgenden Veränderungen. Als Vertreterin des Kreises Nordfriesland wurde durch Landrat Dr. Olaf Bastian die Leiterin der Stiftung Nordfriesland Johanna Jürgensen vorgeschlagen und berufen. Kraft seines Amtes gehört auch der neue Direktor der Fryske Akademy Prof. Dr. Reinier Salverda dem Kuratorium an. Es setzt sich folgendermaßen zusammen:

Prof. Dr. Dieter Lohmeier (Kuratoriumssprecher), ehemaliger Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek,
Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen, Generalkonsul des Königreiches Dänemark,
Prof. Dr. Helga Bleckwenn, emeritierte Professorin, Seminar für deutsche Sprache und Literatur, Universität Flensburg,
Prof. Dr. Ludwig Fischer, emeritierter Professor, Literaturwissenschaftliches Seminar, Universität Hamburg,
Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Nordfriesische Wörterbuchstelle der Universität Kiel,
Prof. Dr. Manfred Jakubowski-Thiessen, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Universität Göttingen,
Johanna Jürgensen, Stiftung Nordfriesland,
Dr. Jørgen Kühl, Rektor fællesskole med gymnasieoverbygning i Slesvig,
Prof. Dr. Dr. h. c. Els Oksaar, emeritierte Professorin für allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik, Universität Hamburg,
Dr. Alexander Riemersma, Provincie Fryslân, Informatie Centrum,
Prof. Dr. Thomas Riis, Historisches Seminar, Universität Kiel,
Prof. Dr. Reinier Salverda, wissenschaftlicher Direktor der Fryske Akademy, Ljouwert/Leeuwarden,
Prof. Dr. Dietrich Scholze, Direktor des Sorbischen Instituts, Bautzen,
Caroline Schwarz, Beauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein für Minderheiten und Kultur,
Dr. Martin Tielke, Ostfriesische Landschaft - Leiter der wissenschaftlichen Regionalbibliothek.

Mitglieder

Mitgliederbewegung:
2006
2007
Gestorben
5
13
Austritte
14
14
Streichungen
6
2
Neue Mitglieder
29
36
Einstiegsmitgliedschaften
2
6


Mitgliederstatistik:
2006
2007
Einzelmitglieder
539
544
Ehepaare 87x2
174
174
Mitglieder mit ermäßigtem Beitrag
82
86
juristische Personen
59
61
Ehrenmitglieder
8
7
Einstiegsmitgliedschaften
4
7
Gesamtzahl der Mitglieder am 31.12.
866
879


Die Mitgliederversammlung 2006 fand am 22. April in Risum-Lindholm statt. Caroline Schwarz, die Beauftragte für Minderheiten und Kultur des Ministerpräsidenten, berichtete über ihre Arbeit. Am 28. April 2007 kam die Mitgliederversammlung in Husum zusammen. Den Vortrag hielt Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein und Sprecher der Landräte Schleswig-Holsteins, über die geplante Verwaltungsreform. Der Sommerausflug 2006 führte am 2. Juli auf die Insel Amrum. Von Wittdün ging die Fahrt mit dem "Insel-Paul" nach Nebel. Die Teilnehmer besichtigten dort das "Öömrang hüs" und den Ehrenfriedhof von St. Clement, außerdem das Naturzentrum in Norddorf. Bei der Programmgestaltung war Jens Quedens, der Vorsitzende des Öömrang Ferian, sehr behilflich. Im Jahr 2007 fand kein Sommerausflug statt. Stattdessen unternahmen die Mitarbeiter des Instituts zusammen mit einigen Vorstandsmitgliedern eine Informationsfahrt nach Bautzen (s. L.)

Das Kuratorium des Nordfriisk Instituut kam am 17. März 2006 zusammen. Der Beirat hielt in beiden Berichtsjahren jeweils zwei Sitzungen. Der Gesamtvorstand traf sich 2006 viermal und 2007 fünfmal. Im Juli 2007 war Bente Johannsen, abgeordnete Lehrkraft für Friesisch beim IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein), Gast bei einer Vorstandssitzung. Sie referierte zum Thema "Friesisch an den Schulen/Das neue Schulgesetz". Eine Institutskonferenz wurde Anfang März 2006 gehalten, um über das Arbeitsprogramm des Instituts zu beraten.

Ziel- und Leistungsvereinbarung
Im Oktober 2007 wurden der Staatskanzlei Entwürfe für fünf neue Ziel- und Leistungsvereinbarungen zugesandt. Gespräche darüber haben noch nicht stattgefunden.

Finanzen
Die Haushaltsjahre 2006 und 2007 verliefen für das Nordfriisk Instituut insgesamt zufriedenstellend. Angesichts der Fülle der Aufgaben bleibt jedoch weiterhin festzustellen, dass die Personaldecke mit 4,5 Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter, von denen zwei Stellen zudem nur befristet im Rahmen von Projekten besetzt sind, viel zu dünn ist.
Das Haushaltsjahr 2006 schloss mit Einnahmen in Höhe von 683.012,58 Euro und Ausgaben von 674.272,46 Euro ab; damit lag das Budgetniveau rund 40.000 Euro über dem Haushaltsansatz. Es ergab sich ein kleiner Überschuss in Höhe von 8.740,12 Euro. Das höhere Haushaltsniveau erklärt sich vor allem aus dem Interreg-Projekt "Grænselandsportal/Grenzlandportal - Grenzüberschreitendes Bürgerinformationssystem", das im Februar 2006, rückwirkend zum 15. September 2005, bewilligt wurde. Der EU-Zuschuss für das Institut beträgt knapp 40.000 Euro, verteilt auf zwei Jahre.
Der Zuschuss des Friesenrates ("Liquiditätshilfe") in Höhe von 8.000 Euro ging nicht wie geplant 2006 ein, sondern erst 2007.
Der Buchverkauf übertraf 2006 das Vorjahresergebnis sogar noch leicht und trug damit auch zum positiven Jahresabschluss bei (Einnahmen 2006: 62.572,42 Euro) genauso wie die Einnahmen aus Auftragsarbeiten (6.650,46 Euro) und die sonstigen Einnahmen (11.149,88 Euro), die sich nie exakt voraussagen lassen.
Die Ausgaben 2006 fielen insgesamt um 38.272,46 Euro höher aus als geplant. Dies ist ebenfalls vor allem auf das Interreg-Projekt "Grenzlandportal" zurückzuführen. Eine weitere nicht eingeplante Ausgabe stellt eine Rücklage für ein dringend benötigtes neues Computerprogramm für den Bereich Buchhandel, Verlag und Mitgliederverwaltung dar (s. u.). Dass das Jahresergebnis dennoch positiv ausfiel, liegt an Einsparungen bei der Buchherstellung (Minderausgaben 2006: 9.625,85 Euro), bei den Sachkosten (Minderausgaben 2006: 1.434,70 Euro) und hohen Minderausgaben beim Personalaufwand. Die letzteren resultieren vor allem aus einer Rückzahlung des Sanierungsgeldes von der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder - für die betriebliche Zusatzversicherung) im Dezember 2006 in Höhe von 6.824,32 Euro und einer Rückzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen für eine Mitarbeiterin, deren Rentenantrag erst ein Jahr nach Rentenantritt bewilligt wurde, sowie aus der Verlagerung des Arbeitseinsatzes (Personalaufwendungen) in den Projektbereich.
Für eine Software, die sowohl für die Fakturierung und die Bestandsverwaltung im Bereich Verlag und Buchhandel als auch für die Vereinsverwaltung eingesetzt werden kann, wurde im Jahresabschluss 2006 auf der Grundlage von Kostenvoranschlägen eine Rücklage in Höhe von 25.000 Euro gebildet. Diese Software soll 2008 angeschafft werden.
Im Jahr 2007 wurde für die Buchhaltung ein neuer Kontenrahmen ausgearbeitet, da der alte nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entsprach.
Aus dem Nachlass der Anfang Mai 2006 verstorbenen Malerin Margareta Erichsen erhielt der Verein ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück bei Kating. Die Pachterträge sind zur Förderung der friesischen Sprache einzusetzen. Das Erbe bestand weiterhin aus zahlreichen Büchern und Schriften (s. D. 2.) sowie einem Geldbetrag von 10.000 Euro, der nach dem letzten Willen von Margareta Erichsen für die Aufarbeitung der hinterlassenen Schriften verwendet werden soll.
Über die finanzielle Situation informiert im Übrigen der Haushaltsbericht des Schatzmeisters auf der Mitgliederversammlung 2008.

Gebäude und Inventar
Die technische Ausstattung des Instituts wurde 2006 um einen Farblaserdrucker, ein Antivirenprogramm für das Netzwerk und eine digitale Spiegelreflexkamera erweitert - letztere Anschaffung finanziert aus Mitteln des Interreg-Projekts "Grænselandsportal/Grenzlandportal". Neun der im Jahre 2001 angeschafften Computer mussten 2007 ersetzt werden.
Die dringend erforderliche Sanierung des Schaukastens vor dem Institutsgebäude wurde von der Eigentümerin des Gebäudes, der Stadt Bredstedt, Ende 2007 in Angriff genommen. Instandhaltungsarbeiten an der Außenfassade und den Holzfenstern sollen folgen.

Marketing
Die Geschäftsführung des Nordfriisk Instituut organisierte anlässlich der Abschlussveranstaltung des friesischen Erzählwettbewerbs "Ferteel iinjsen!" am 25. November 2006 in der Niebüller Stadthalle für den Nordfriesischen Verein, die Friisk Foriining, den Verlag Jens Quedens, Amrum, den Verlag Husum Druck und den Institutsverlag einen Büchermarkt. (Anke Hoetter, Marlene Kunz, Gondrun Verch)
Auf der 1. Nordfriesischen Ehrenamtmesse am 12. Februar 2006 im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum präsentierten sich Geschäftsführung, Verlag und AGs des Nordfriisk Instituut mit Büchern, Wandtafeln und Plakaten. Hermann Hansen demonstrierte Möglichkeiten der Familienforschung per Computer und Internet, Prof. Nils Århammar stand für Auskünfte zur Namensforschung bereit und Gerd Kühnast zeigt Bücher der Interessengemeinschaft Baupflege und wies auf die Beratungstätigkeit seines Vereins bei der Renovierung alter Häuser hin. (Harry Kunz, Marlene Kunz, Fiete Pingel)
Auf dem Friesenkongress im Mai 2006 in Leck und auf dem 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut vom 9. bis 11. November 2007 in Husum war der Institutsverlag jeweils mit einem Büchertisch vertreten. (Anke Hoetter, Marlene Kunz, Gondrun Verch)

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C. Verlag

1. Periodische Schriften

Nordfriesland
Redaktion: Peter Nissen, Fiete Pingel und Prof. Dr. Thomas Steensen.
Die Druckdateien erstellte Fiete Pingel. Die Nummern 153, 154, 155 und 156 erschienen termingerecht im März, Juni, September und Dezember 2006. Der Nummer 153 war der Arbeitsbericht 2004/05, der Nummer 154 das Protokoll der Mitgliederversammlung 2006 beigeheftet. Mit der Nummer 156 wurde eine Informationsbroschüre "Leben in der deutsch-dänischen Grenzregion" zum Interreg III A-Projekt "Grænselandsportal/Grenzlandportal" verschickt.
Die Nummern 157, 158, 159 und 160 erschienen im März, Juni, September und Dezember 2007. Der Nummer 158 war das Protokoll der Mitgliederversammlung 2007 beigeheftet.

Nordfriesisches Jahrbuch
Schriftleitung: Hans Carstensen, Dr. Birgit Kellner, Albert Panten, Fiete Pingel und Prof. Dr. Thomas Steensen. - Das Nordfriesische Jahrbuch 2006/07, Band 42, umfasst 176 Seiten und erschien Anfang Oktober 2006. Das Lektorat lag bei Birgit Kellner in Zusammenarbeit mit Thomas Steensen, die technische Bearbeitung bei Anke Hoetter in Abstimmung mit Birgit Kellner.
Das Nordfriesische Jahrbuch 2008, Band 43, umfasst 172 Seiten und erschien im November 2007. Es wurde also erstmals nicht auf das laufende, sondern im Sinne einer Angleichung an andere regionale Periodika auf das bevorstehende Jahr datiert; trotz der Angabe 2006/07 im vorherigen Jahrbuch ist also kein Band ausgefallen. Das Lektorat lag erneut bei Birgit Kellner in Zusammenarbeit mit Thomas Steensen.
Das Jahrbuch wird wie in den Vorjahren auf Anforderung an jedes Mitglied abgegeben.

Jarling
Herausgegeben von Ulf Dahl, Dr. Karin Haug, Rainer Kühnast und Marlene Kunz. Übersetzungen von Peter Nissen (Plattdüütsch), Adeline Petersen und Antje Arfsten. Gestaltung: Rainer Kühnast.
Der nordfriesische Kalender Jarling 2007 unter dem Titel "Schileraie" enthält 13 Abbildungen von Gemälden namhafter Künstler. Der Jarling 2008 wurde mit 13 Fotografien des Fotodesigners Ulrich Oberst aus Ludwigshafen gestaltet. Die Bildunterschriften und das Kalendarium sind wie gewohnt in verschiedenen friesischen Dialekten und in Niederdeutsch abgefasst.

Newsletter (E-Mail), En koon friisk. Der Newsletter des Nordfriisk Instituut zur friesischen Sprache, Geschichte und Kultur
17. Ausgabe (März 2006), Themen: Der Frost. Wie kriegt man auf Friesisch etwas "geschafft"? Emil Nolde und der Nationalsozialismus - Denkmal für Ferdinand Tönnies. Redaktion: Antje Arfsten.
18. Ausgabe (Juni 2006), Themen: Steigerungsformeln. Literatur für Kinder. Das 16. Nordfriesische Sommer-Institut. Redaktion: Antje Arfsten.
19. Ausgabe (September 2006), Themen: Besuch. "Ferteel iinjsen!". "Das große Nordfriesland-Buch". Redaktion: Antje Arfsten.
20. Ausgabe (Dezember 2006), Themen: Tod und Krimi. Vorstellung von Neuerscheinungen des Verlags Nordfriisk Instituut. Redaktion: Antje Arfsten.
21. Ausgabe (April 2007), Themen: Frühlingsgefühle auf Friesisch. Friesisches Wikipedia. Redaktion: Antje Arfsten, Anke Joldrichsen.
22. Ausgabe (Juni 2007), Themen: Deich und Deichen. Das 17. Nordfriesische Sommer-Institut. Redaktion: Antje Arfsten, Harry Kunz.
23. Ausgabe (Oktober 2007), Themen: Martinstag. Neuer friesischer Sprachkurs. Hörspiel auf Helgoländisch. Redaktion: Anke Joldrichsen, Adeline Petersen.
24. Ausgabe (Dezember 2007), Themen: Sprechen und Reden auf Friesisch. Vorstellung von Neuerscheinungen des Verlags Nordfriisk Instituut. Redaktion: Antje Arfsten.

2. Reihen

NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut
Nr. 6: Thomas Steensen (Hrsg.): Kurt Hamer und die Nordfriesen. Eine Dokumentation, Brä-ist/Bredstedt 2006. 40 Seiten.

Nordfriesland im Roman
Nr. 1:
Meta Schoepp: Millionensegen. Hrsg. von Arno Bammé und Thomas Steensen, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2007. 349 Seiten (Erstausgabe 1920).

Schriften der Interessengemeinschaft Baupflege
Nr. 7:
Gerd Kühnast (Hrsg.): Der First ist immer oben. 25 Jahre Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland, Bräist/Bredstedt 2007. 128 Seiten.

3. Einzelveröffentlichungen (nach Institutsnummer sortiert)

  • Hubertus Jessel: Volkskundlicher Wert und sprachliche Gestalt der Sagensammlung von Christian Peter Hansen, Bräist/Bredstedt 2006. Lektorat: Harry Kunz. 392 S. mit 40 z. T. farbi-gen Abbildungen. Nr. 185.
  • Thomas Steensen (Hrsg.): Die Frieslande. Mit Beiträgen von Piet Hemminga, Hajo van Lengen und Thomas Steensen. Herausgegeben im Auftrag des Interfriesischen Rates. Bräist/ Bredstedt 2006. 128 S., zahlreiche, überwiegend farbige Abbildungen. Nr. 187.
  • Fiete Pingel und Thomas Steensen (Hrsg.): Städte in den Frieslanden. Beiträge vom 5. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut. Bräist/Bredstedt 2006. 96 S. mit zahlreichen, großenteils farbigen Abbildungen. Nr. 188.
  • Marie Tångeberg: Foon boole an swåmpe. Lektorat: Anke Joldrichsen. 56 S. mit zahlreichen Aquarellen der Autorin. Bräist/Bredstedt 2006. Nr. 189.
  • Thomas Steensen: Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart. Geschichte Nordfrieslands, Teil 5. Neuausgabe (Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland). Bräist/Bredstedt 2006. 224 S. mit zahlreichen, großenteils farbigen Abbildungen. Nr. 190.
  • Rau uun frees. Trii krimis faan Feer an Oomram. Krimis von Antje Arfsten, Annegret Lutz, Ellin A. Nickelsen und Astrid Volkerts. Bräist/Bredstedt 2006. Lektorat: Christina Tadsen. 104 S. Nr. 191.
  • Nordfriisk Instituut (Hrsg.): Lieferbare Titel, Bräist/Bredstedt 2006. 16 S. Ohne Nummer.
  • Harry Kunz: Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Kreis Steinburg, Bräist/Bredstedt 2007. 316 S. Nr. 146e.
  • "Mien eersten dusend Wöör plattdüütsch". Plattdüütsch: Karl-Peter Kööp. Lizenzausgabe der englischen Originalausgabe von Heather Amery mit Bildern von Stephen Cartwright. 3. unveränderter Nachdruck der 2. Auflage von 1999, Bräist/Bredstedt 2007. 63 Seiten. Nr. 152.
  • Meta Schoepp: Millionensegen. Nordfriesland im Roman. Hrsg. von Arno Bammé und Thomas Steensen, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2007. 349 S. Nr. 192.
  • Antje Arfsten und Christina Tadsen: Friesischer Sprachkurs, Fering. Zeichnungen von Ada Bieber und Björn Ketelsen. Mit Audio-CD, Bräist/Bredstedt 2007. IX und 190 S. Nr. 193.
  • Adeline Petersen: Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch. Zeichnungen von Ada Bieber und Björn Ketelsen. Mit Audio-CD, Bräist/Bredstedt 2007. IX und 189 S. Nr. 194.
  • Rolf Kuschert: Nordfriesland in der frühen Neuzeit. Neu bearbeitet von Martin Rheinheimer, Fiete Pingel und Thomas Steensen. Geschichte Nordfrieslands, Teil 3. Neuausgabe, Bräist/Bredstedt 2007. Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland. 176 Seiten. Nr. 195.
  • CD-Hörspiel: Claus Reimers. Hörspiel von James Krüss auf Helgoländisch (Halunder), 2007. Laufzeit 37 Minuten. Ohne Nummer.
  • Thomas Steensen: Nordfriesland Quiz. Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut, Wachholtz Verlag, Neumünster 2007. 144 S. Ohne Nummer.
  • Harry Kunz und Thomas Steensen: Das neue Sylt Lexikon. Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut, Wachholtz Verlag, Neumünster 2007. 504 S. Ohne Nummer.

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D. Bibliothek und Archiv

Bibliothek, Archiv und Dokumentation des Nordfriisk Instituut bilden als Spezialsammlung für Nordfriesland mit allen Themenbereichen das zentrale Arbeitsinstrument für die wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit des Instituts sowie für angefragte Einzelauskünfte. Die Sammlungen betreuten vor allem Astrid Karstensen, ab 1. Dezember 2006 Anne Paulsen-Schwarz. Das Anwachsen der Bestände führt inzwischen zu permanenten Platzproblemen, und das Aufspüren von Raumkapazitäten und die entsprechende Umschichtung nehmen einen nicht unerheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch. So wurde die Abteilung U 4, d. h. alle Werke, die sich mit Bautradition und Denkmalpflege befassen, im Zimmer der Interessengemeinschaft Baupflege im ersten Stock aufgestellt. Es erwies sich aber auch als nötig, Teilbestände auszuscheiden.

1. Bibliothek

Im Berichtszeitraum wurden rund 600 Einzelveröffentlichungen und Ausgaben von rund 200 Fortsetzungen eingestellt. Ankäufe mussten angesichts der knappen Bibliotheksmittel weitgehend unterbleiben. Weiterhin werden Neuerscheinungen so kostengünstig wie möglich beschafft, und zwar im Schriftentausch, als Rezensionsstücke oder als erbetene Freiexemplare. Ein kleiner Beitrag für Anschaffungen wird erzielt durch den Verkauf von Dubletten über das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) im Internet.
Wiederum erhielt die Bibliothek des Nordfriisk Instituut zahlreiche Bücher und Schriften als Geschenk, und zwar im Einzelnen von Prof. Dr. Jozef Borzyskowski, Nils Dahl, Kerst Huisman, Reinhard Jannen, Dr. Klaus Kellmann, Gerd Kühnast, Peter Nissen, Anne Paulsen-Schwarz, Adeline Petersen, Fiete Pingel, Walter Raabe, Hilde Rieper, Dr. Johann Runge, Prof. Dr. Dietrich Scholze, Prof. Dr. Makoto Shimizu, Bruno Spießwinkel, Prof. Dr. Thomas Steensen, Werner Stiebeling und Sönnich Volquardsen.
Eine namhafte Zuwendung der Sparkassen-Kulturstiftung Nordfriesland ermöglichte dem Institut die Anschaffung der 30-bändigen neuen Ausgabe des Brockhaus. Am 30. November 2006 übergab Direktor Claus-Jürgen Andresen von der Nospa Kulturstiftung Nordfriesland dieses prachtvolle und nützliche Geschenk.
Allen Gebern und allen, die Anforderungen aus dem Institut positiv beantworteten, gilt ein herzlicher Dank!

2. Archiv

Aus dem Nachlass der Anfang Mai 2006 im Alter von 89 Jahren verstorbenen Malerin Margareta Erichsen, der Witwe des Journalisten und friesischen Vordenkers Wilhelm Ludwig Andresen, erhielt das Institut einen umfangreichen Bestand vor allem an Büchern und Schriften zum Friesischen und zum schleswigschen Grenzland sowie auch eine Ausgabe der "Enzyclopedia Britannica". Praktikantin Mai-Britt Larsen und Anne Paulsen-Schwarz führten in Abstimmung mit Fiete Pingel eine erste Sichtung durch.
Am 18. Dezember 2007 übergaben Helge Schlemeier, Leiter der Fielmann-Filiale Husum, und der Firmen-Beauftragte Jürgen Ostwald dem Institut einen Teil des Nachlasses des Heimatkundlers Christian Jensen (1857-1936). Das Material war im Auftrag von Optik-Unternehmer Günther Fielmann auf einer Auktion ersteigert worden. Der Kulturmäzen vermittelt auf diesem Wege immer wieder historische Manuskripte und Schriften an Stellen, an denen sie nutzbar gemacht werden können. Die Neuerwerbung soll nun mit dem bereits seit den 1970er Jahren im Institut verwalteten Teilnachlass Christian Jensens zusammengeführt werden.

Bildsammlung
Die Bildsammlung wurde - etwa im Zusammenhang mit der Beschaffung von Illustrationen für anstehende Veröffentlichungen - auch im Berichtszeitraum erweitert. Für die Bearbeitung zuständig waren Astrid Karstensen bzw. ab Dezember 2006 Anne Paulsen-Schwarz in Absprache mit Fiete Pingel und Thomas Steensen. Umfangreiche Digitalisierungsarbeiten besorgte Sven Gerlach. Hinsichtlich der umfassenden Ordnung und eines gezielten Ausbaus bestehen noch erhebliche Entwicklungschancen, die im Zuge des Projekts "Nordfriesland im Bild" von 2009 an genutzt werden sollen.

Gedächtnis der friesischen Bewegung
Die Ergebnisse des Projekts "Gedächtnis der friesischen Bewegung" - Verzeichnisse zu Personen in der friesischen Arbeit, zur Tätigkeit der friesischen Vereine und Institutionen sowie Gesamt-Inhaltsverzeichnisse von Periodika, die für Nordfriesland relevant sind - wurden einer ersten Sichtung unterzogen. Die Ergebnisse sollen nun weiter digital nutzbar gemacht werden. Die Koordination besorgte Fiete Pingel in Abstimmung mit Thomas Steensen.

Unter der ehrenamtlichen Betreuung von Albert Schmid wurde die Zeitungsausschnittsammlung auch im Berichtszeitraum fortgeführt. Für die Sammlung ausgewertet wurden weiterhin Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, Der Insel-Bote, Flensborg Avis, Nordschleswiger, Ostfriesen-Zeitung sowie in Nordfriesland erscheinende Anzeigenblätter, und zwar weiterhin vor allem von Harry Kunz, Fiete Pingel und Thomas Steensen. Die technische Bearbeitung besorgten neben Angela Sachau die Praktikanten und Zusatzkräfte Sven Gerlach, Heike Konetzni, Michael Kroll und Andrea Wolff.

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E. Landeskunde

Datenbank Nordfriesland
Ein zentrales Vorhaben bildete auch im Berichtszeitraum die Datenbank Nordfriesland. In zeitgemäßer und allgemeinverständlicher Form werden darin Themen zu Nordfriesland dokumentiert und Informationen präsentiert werden. Die Pflege der Datenbank leistete vor allem Harry Kunz. Heike Konetzni erledigte wertvolle Vorarbeiten, indem sie die Werke friesisch-sprachiger Autorinnen und Autoren bibliografisch erfasste und digitalisierte. Eine Einstiegsversion mit rund 500 mit Bildern vor allem aus der Instituts-Sammlung und von Thomas Steensen illustrierten Stichwörtern wurde für den Einsatz im Netz vorbereitet. Die Koordination lag bei Fiete Pingel in Abstimmung mit Harry Kunz und Thomas Steensen.

Interreg-Projekt "Grænselandsportal / Grenzlandportal - Grenzüberschreitendes Bürgerin-formationssystem"
Durch Vermittlung von Thede Boysen wurde das Institut Partner im dänisch-deutschen Interreg-Projekt "Grænselandsportal/Grenzlandportal". In einem zweisprachigen Internet-Auftritt werden Basisinformationen über das Gebiet unmittelbar nördlich und südlich der deutsch-dänischen Grenze geboten, und zwar zu den Bereichen "Bildung und Wissenschaft", "Verwaltung und Infrastruktur", "Kultur und Freizeit", "Tourismus und Wirtschaft" und "Geschichte". Thede Boysen wirkte an der Projektleitung mit. Harry Kunz und Fiete Pingel erarbeiteten Texte zu rund 60 Stichwörtern und überprüften die deutschen Übersetzungen der in Dänemark erstellten Texte. Am 9. Mai 2007 nahmen Thede Boysen und Fiete Pingel an einem Arbeitstreffen auf dem Knivsberg teil. Sven Gerlach besorgte Internetrecherchen. Marlene Kunz war für die umfangreichen Abrechungsarbeiten zuständig.

Landschaften in Deutschland: Eiderstedt
Für Eiderstedt entsteht eine umfassende landeskundliche Bestandsaufnahme. Die Halbinsel wird als erste Region in Nordwestdeutschland unter Beteiligung verschiedener Wissenschaftszweige untersucht und dargestellt. Das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig und das Nordfriisk Instituut arbeiten dabei zusammen. Das Projekt geht auf eine Initiative des verstorbenen Geografie-Professors an der Universität Flensburg Manfred J. Müller zurück. Die wissenschaftliche Leitung wurde Thomas Steensen übertragen, koordiniert wird die Arbeit von Haik Thomas Porada vom Leibniz-Institut. Der Startschuss für das Vorhaben fiel am 21. März 2007 bei einer Autorenbesprechung im Nordfriisk Instituut. Insgesamt sind etwa 20 Wissenschaftler und Experten von verschiedenen Universitäten und weiteren Einrichtungen beteiligt, u. a. vom Archäologischen Landesamt und vom Landesamt für Denkmalpflege. Ihre Unterstützung bekundeten bei der Zusammenkunft in Bredstedt Hans Meeder, der Vorsitzende des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt, und Claus Heitmann, Geschäftsführer des Heimatbundes. Zahlreiche Ortschronisten werden mitwirken. In zweijähriger Arbeit wird die als Natur- und Kulturlandschaft besonders markante Region Eiderstedt unter den verschiedensten Blickwinkeln untersucht. Es geht um Natur und Landschaft, Archäologie und Geschichte, Sprache und Literatur, Wasserwirtschaft und Architektur, Ökonomie und Klima. In annähernd 100 "Suchpunkten" werden einzelne Orte und Stätten dargestellt. Die Ergebnisse werden in einem etwa 400-seitigen Buch veröffentlicht, das im Kölner Böhlau-Verlag erscheinen soll.

"Die Frieslande"
Mit dem Buch "Die Frieslande" liegt zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder ein auf dem neuesten Forschungsstand befindlicher Überblick über Geschichte, Kultur und Sprache der drei Frieslande vor. Das vom Interfriesischen Rat im Verlag des Nordfriisk Instituut publizierte Buch erschien wie geplant zum Interfriesischen Kongress 2006. Herausgeberschaft und Redaktion lagen bei Thomas Steensen, der in der redaktionellen Arbeit wirksam von Harry Kunz unterstützt wurde. Das Buch enthält allgemeine Informationen zur friesischen Geschichte und Sprache sowie zu den interfriesischen Verbindungen (Thomas Steensen) sowie Porträts Westfrieslands (Piet Hemminga, Fryske Akademy), Ostfrieslands (Hajo van Lengen, Ostfriesische Landschaft) und Nordfrieslands (Thomas Steensen). Die Publikation kann also als ein gemeinsames Produkt der drei wissenschaftlichen Einrichtungen in den Frieslanden gelten. Sehr ansprechend gestaltet wurde sie durch den Grafiker Rainer Kühnast. Das Bundesinnenministerium gab einen Druckkostenzuschuss. Eine westfriesische Übersetzung befindet sich in Vorbereitung. Übersetzungen in weitere Sprachen wären erwünscht.

Reihe "Nordfriesland im Roman"
In dieser neuen Reihe, herausgegeben von Prof. Dr. Arno Bammé, Universität Klagenfurt, und Thomas Steensen, erscheinen vergriffene Romane und Erzählungen, die in Nordfriesland spielen. In einem Nachwort werden der historische Hintergrund, Schauplätze, Biografie des Autors und Wirkungsgeschichte erläutert, auch mit Landkarten und Abbildungen. Die Reihe erscheint im Husum Verlag. Als erster Band kam im Sommer 2007 der 1920 erstmals erschienene Roman "Millionensegen" von Meta Schoepp heraus, der in Eiderstedt, vor allem in Tönning, spielt. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Multimar Wattforums, der Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte und des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt präsentierten die Herausgeber das Buch am 29. Oktober 2007 im Multimar in Tönning; Fiete Pingel las Auszüge aus dem Roman. Ende des Jahres begann die Arbeit am zweiten Band, dem Halligroman "Godber Godbersen" von Elfriede Rotermund.

Friedrich-Paulsen-Jahr 2008
Zum 100. Todestag bereitete Thomas Steensen ein "Friedrich-Paulsen-Jahr" zum Andenken an den Pädagogen und Philosophen aus Nordfriesland vor. Rechtzeitig zum 100. Todestag des Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen (14.8.2008) sollen nun seine Lebenserinnerungen erstmals vollständig in deutscher Sprache erscheinen. Der erste Teil "Aus meinem Leben" (Jena 1909) kann als "Klassiker" der Nordfriesland-Literatur gelten, ist aber seit Langem vergriffen und wegen der Frakturschrift für jüngere Menschen schwer lesbar; die Fortsetzung liegt nur in englischer Sprache vor (New York 1938). Nach langen Bemühungen konnte am Ende des Jahres 2007 die Finanzierung einer repräsentativen Ausgabe gesichert werden.
Seit dem Herbst 2007 arbeitet Thomas Steensen gemeinsam mit Studierenden der Universität Flensburg an einer kleinen Ausstellung über Friedrich Paulsen. Außerdem plante er diverse Veranstaltungen. Zu diesem Zweck nahm er Verbindung auf u. a. mit der Landeszentrale für politische Bildung (Dr. Klaus Kellmann), mit dem Bevollmächtigten des Landes Schleswig-Holstein in Berlin Dr. Olaf Bastian, mit den Schulleitungen der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll und des Paulsen-Gymnasiums in Berlin-Steglitz sowie mit dem Bürgermeister der Gemeinde Langenhorn Godber Carstensen. Thomas Steensen begann außerdem mit der Vorbereitung eines Faltblatts zum "Paulsen-Jahr".
Das von Thomas Steensen initiierte Forschungsprojekt "Im Zentrum von Kultur und Bildung, Wissenschaftspolitik und Bildungsreform: Friedrich Paulsen (1846-1908)" wurde im zweiten Anlauf von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Thomas Steensen hatte einen damals in Flensburg tätigen Pädagogik-Professor zur gemeinsamen Antragstellung eingeladen. Dieser stellte jedoch ohne Absprache den zweiten Antrag allein und nahm das sodann bewilligte Projekt mit an eine neue Wirkungsstätte. Als unerlässliche Vorarbeit für den DFG-Antrag hatte ein Friesischstudent unter Anleitung Thomas Steensens im Hause Paulsen in Berlin-Steglitz eine erste Übersicht der weit über 1 000 Korrespondenzpartner Friedrich Paulsens angefertigt. Der umfangreiche Nachlass steht erfreulicherweise jetzt im Archiv der Humboldt-Universität in Berlin, Paulsens früherer Wirkungsstätte, der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung.

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F. Sprache und Literatur

"Ferteel iinjsen!"
Friesische Schreibwettbewerbe tragen seit etwa 17 Jahren erheblich dazu bei, die Textproduktion in friesischer Sprache inhaltlich wie auch quantitativ zu beleben, und sind zu einem festen Bestandteil friesischer Spracharbeit geworden. Gemeinsam mit NDR 1 Welle Nord veranstaltete das Nordfriisk Instituut 2006 zum vierten Mal den friesischen Erzählwettbewerb "Ferteel iinjsen!", der bereits zu einer "Institution" geworden ist. Thema des von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG unterstützten Wettstreits war "Besäk" (Besuch).
Aus fast allen Dialektgebieten Nordfrieslands wurden Beiträge von insgesamt 51 Autoren eingereicht. Nach einer Vorauswahl des Büros Cyriacks & Nissen lag die Beurteilung der Beiträge in Verantwortung einer fünfköpfigen Jury, bestehend aus Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Adeline Petersen, Elin Rosteck, Dr. Ommo Wilts und Inken Völpel-Krohn. Die fünf besten Erzählungen wurden am 25. November 2006 in der Niebüller Stadthalle einem großen und interessierten Publikum vorgestellt und prämiert.
2007 wurden die Vorarbeiten für einen dritten Band mit Beiträgen aus den Ferteel iinjsen-Wettbewerben von 2004 und 2006 abgeschlossen. Dieser Band wird 31 Kurzgeschichten enthalten und von Antje Arfsten und Adeline Petersen herausgegeben.

Sprachkurs für Jugendliche und Erwachsene mit Audio-CD
(zweijähriges Projekt aus Bundesmitteln, Beginn: Mai 2005; Ende: November 2007)
Nachdem in den Vorjahren insbesondere Materialien für Kindergärten und Schulen erarbeitet wurden, steht in der friesischen Spracharbeit des Nordfriisk Instituut nun die Erwachsenenbildung im Vordergrund. Hier fehlte es an zeitgemäßem Unterrichtsmaterial.
In einem ersten Schritt wurden mehrere Sprachkurse gesichtet, daraus ein Konzept entwickelt und erste Lektionen erarbeitet. Mit der Illustration wurde ab August 2005 Ada Bieber, Studentin an der Universität Flensburg, beauftragt. Wertvolle Anregungen gab Dr. Ellen Schulte-Bunert von der Flensburger Universität, die dort u. a. Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und selbst mit der Erstellung von Unterrichtsmaterialien befasst ist.
Bis Frühjahr 2007 wurden viele Lektionen in Volkshochschulkursen (Maren Gerrets-Blome auf Amrum, Enken Tholund auf Föhr, Thomas Steensen in Husum) sowie an der Universität Flensburg (Antje Arfsten und Thomas Steensen) und an der Universität Kiel (Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Adeline Petersen, Christina Tadsen) erprobt.
Nach Einarbeitung der während der Erprobungsphase gewonnenen Verbesserungsvorschläge konnte die Fertigstellung der Sprachkurse mit 12 Lektionen (Fering) bzw. 10 Lektionen (Frasch) erfolgen. Für die anschließende Durchsicht, vor allem des Grammatikteils, soll Jarich Hoekstra an dieser Stelle noch einmal gedankt werden.
Die CD wurde von Antje Arfsten und Gary Funck auf Föhr sowie im Tonstudio in Stedesand aufgenommen. Den Sprecherinnen und Sprechern Ralf Brodersen, Thore Johannsen, Jenny Jürgensen, Kerrin Ketels, Hark Ketelsen, Anne Paulsen-Schwarz, Riewert Roeloffs, Enken Tholund und Erk Wögens (Fering) sowie Güde Boysen, Ilwe Boysen, Ingwer Boysen und Bente Johannsen (Frasch) sei hier ebenfalls herzlich gedankt.
Infolge einer längeren Erkrankung von Adeline Petersen verschob sich die Drucklegung vom geplanten Termin auf den November 2007. Die Abschlussarbeiten an dem Sprachkurs Mooringer Frasch sowie das Layout für beide Sprachkurse fertigte Antje Arfsten an. Bei der letzten Durchsicht des Sprachkurses Mooringer Frasch war Thomas Steensen behilflich.
Am 25. November 2007 wurde der Sprachkurs Fering in der Ferring-Stiftung in Alkersum/Föhr, am 26. November der Sprachkurs Frasch im Versammlungshaus der Friisk Foriining in Stedesand von Antje Arfsten und Anke Joldrichsen einem interessierten Publikum vorgestellt.

Sprachkurs für Jugendliche und Erwachsene mit Audio-CD für Fortgeschrittene
(einjähriges Projekt aus Bundesmitteln, Beginn: Juli 2007; Ende: Juni 2008)
Seit Sommer 2007 wird an dem Sprachkurs II Frasch gearbeitet, der eine Fortführung des Sprachkurses für Anfänger darstellt. An der Erarbeitung des Materials waren im Berichtszeitraum Antje Arfsten und Adeline Petersen beteiligt.

Schreibung von Fremd- und Lehnwörtern im Friesischen
Birgit Kellner erstellte zunächst eine Liste von etwa 4000 Internationalismen und Fremdwörtern. Die meisten der Stichwörter konnten anschließend mit einem Äquivalent in friesischer Orthografie versehen werden. Die friesischen Entsprechungen wurden aber noch nicht überprüft bzw. bearbeitet.

Friesisch in der Zeitung
Seit Oktober 1993 bringen die vier Tageszeitungen Husumer Nachrichten, Der Insel-Bote, Nordfriesland Tageblatt und Sylter Rundschau des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages regelmäßig eine friesisch-niederdeutsche Seite. Im Jahr 2006 erschien die kreisweite Seite sechs Mal, 2007 ebenfalls sechs Mal. Insgesamt wurden 31 friesische Artikel veröffentlicht. Die redaktionelle Bearbeitung leisteten Christina Tadsen (bis Juni 2007) und Antje Arfsten (ab Juli 2007). Eine große Unterstützung stellte die rege Mitarbeit von Dr. Karin Haug dar, die zu fast jeder Seite einen Beitrag auf Frasch beisteuerte. Für den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag wird die Seite von Jörg von Berg und Simone Schlüter betreut.

Sonstige Übersetzungs- und Lektoratstätigkeiten
Das Lektorat friesischer Texte sowie Übersetzungen ins Friesische machen einen nicht unerheblichen Teil der Spracharbeit im Nordfriisk Instituut aus. Einige Beispiele seien hier genannt: Für den Europarat wurde eine friesische Übersetzung der Europäischen Sprachencharta für Regional- oder Minderheitensprachen angefertigt. Für das Projekt "EuroGeoNames", einer Ortsnamendatenbank der Staaten Europas, in die auch eine Datenbank der geografischen Namen der anerkannten Minderheiten eingebunden ist, wurde in drei Dialekten eine kleine Liste von Städtenamen, Staatennamen und weiteren geografischen Objekten außerhalb des friesischen Sprachgebiets - sogenannte Exonyme - angefertigt wie z. B. Tondern: Tuner (moor.), Töner (sylterfr.), Toner (fer.); Niederlande: Holönj/e Neederlönje (moor.), Holön (sylterfr.); Ostsee: e Ååstsiie (moor.), di Uastsee (sylterfr.).

"Sprachenland Nordfriesland" / Aktion "Sprachenfreundliche Gemeinde"
In der Aktion "Sprachenland Nordfriesland" werden seit 1998 die sprachliche Vielfalt Nordfrieslands und die Vorzüge der Zwei- und Mehrsprachigkeit thematisiert. 2007 wurden erstmals nicht nur "sprachenfreundliche Gemeinden" ausgezeichnet, sondern auch sprachenfreundliche Wirtschaftsbetriebe und Vereinigungen. Bei einer Veranstaltung mit buntem Programm am Nikolaustag 2007 wurden im Nordfriisk Instituut die Preise übergeben, und zwar an die Gemeinden Horstedt, Koldenbüttel und Süderende/Föhr, an das Klinikum Nordfriesland und an das Sozialwerk "ADS-Grenzfriedensbund e. V. Arbeitsgemeinschaft Deutsches Schleswig". Einen Sonderpreis erhielt die Nordfriesland-Redaktion der Husumer Nachrichten, womit die seit 1993 erscheinende friesisch-plattdeutsche Seite gewürdigt wurde. Die Minderheitenbeauftragte Caroline Schwarz und Kreispräsident Helmut Wree sprachen Grußworte. Die Koordination lag in den Händen von Thomas Steensen, die Veranstaltung organisierte Rita Carlsen.

Sagensammlung Nordfriesland
Für die Datenbank des Instituts erstellte Anke Joldrichsen eine umfangreiche Sagensammlung. Somit stehen die meisten der auf Nordfriesland bezogenen "Ortssagen" und "historischen Sagen" digital zur Verfügung. Ausführlich dokumentiert sind auch die Fundstellen der Sagen. Anke Joldrichsen war auch Ansprechpartnerin des interfriesischen Multimedia-Projektes "volksverhaal uit de regio" der Nordelijke Hogeschool Leeuwarden (NHL). Dazu nahm sie am 9./10. März 2007 an einem Workshop in Papenburg teil. Schülerinnen und Schüler aus den drei Frieslanden sollten Volkserzählungen aus der jeweiligen Region in einer modernen Version und in ihrer Regional- oder Minderheitensprache als Theaterstück, Trickfilm etc. aufarbeiten und ins Internet stellen. Für Nordfriesland wurde eine Mitarbeit der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll vereinbart. Das Projekt wurde vom Hauptträger leider vorerst zurückgestellt.

Wikipedia aw Friisk
Innerhalb des weltweiten Lexikonnetzes Wikipedia wurde durch den Westfriesen Pyt Kramer 2006/07 eine nordfriesische Ausgabe angelegt. Es handelt sich um Lexikonartikel in den verschiedenen Dialekten der nordfriesischen Sprache. Hierfür erstellte Anke Joldrichsen einige Beiträge zu historischen Persönlichkeiten aus Nordfriesland, z. B. zu Albrecht Johannsen oder Katharina Ingwersen, sowie über die nordfriesische Landschaft und einiges mehr. Gedichte und Abbildungen ergänzen die Artikel. Die Internetadresse lautet: http://incubator.wikimedia.org/wiki/Wp/frr.

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G. Geschichte

Neuausgabe der "Geschichte Nordfrieslands"
Die 1996 erschienene zweite Auflage der "Geschichte Nordfrieslands" war seit Langem vergriffen. Aus editionstechnischen und insbesondere finanziellen Gründen entschied sich das Institut, die Abschnitte des Werkes in aktualisierter Form einzeln neu herauszugeben. In den Jahren 2003 bis 2005 wurden drei Teile vorgelegt, und zwar zunächst Albert Bantelmann: "Nordfriesland in vorgeschichtlicher Zeit", durchgesehen und ergänzt von Martin Segschneider. Es folgten Albert Panten: "Die Nordfriesen im Mittelalter" sowie Thomas Steensen: "Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800-1918". Im Berichtszeitraum konnte das Gesamtwerk nun komplettiert werden. 2006 erschien Thomas Steensen: "Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart". Der Text wurde aktualisiert, über weite Strecken neu verfasst, wesentlich erweitert und mit zahlreichen neuen Abbildungen ausgestattet. 2007 kam Rolf Kuschert: "Nordfriesland in der frühen Neuzeit" heraus. Der Text dieses Teils wurde von Grund auf neu gegliedert und wesentlich erweitert von Prof. Dr. Martin Rheinheimer von der Syddansk Universitet Esbjerg, ihm gilt für seine umfassende und sachkundige Unterstützung ein herzlicher Dank. Fiete Pingel und Thomas Steensen wirkten bei der Neubearbeitung mit und verfassten mehrere ergänzende Abschnitte. Zahlreiche neue Abbildungen bereicherten die Ausstattung. Die technische Bearbeitung der meisten Bilder besorgte Sven Gerlach. Der inhaltliche Teil der "Geschichte Nordfrieslands" liegt damit wieder vollständig vor. Abgeschlossen wird das Werk nun mit einem Registerband.

6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut
Vom 9. bis 11. November 2007 fand in Husum das 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut statt, Thema war: "Friesischer Handel im Friesischen Meer". Das Meer ist das bestimmende Element der friesischen Geschichte. Wohl noch älter als der Deichbau, der vor tausend Jahren einsetzte, ist der friesische Handel auf der Nordsee, dem "Mare Frisicum". Nach einer Einführung von Prof. Dr. Thomas Steensen behandelten am 10. November folgende Vorträge im vollbesetzten Saal des NordseeMuseums/Nissenhaus Aspekte dieses Themenkreises: Dr. Hans Joachim Kühn, Archäologisches Landesamt, Schleswig: "Händler - Waren - Friesen. Eine archäologische Spurensuche"; Dr. Job Weststrate, Universität Leiden: "Die Stellung Westfrieslands im Wirtschaftsraum Nordwesteuropa im 14. bis 16. Jahrhundert"; Prof. Dr. Björn Poulsen, Universität Århus: "Schifffahrt an der Nordseeküste im 14. und 15. Jahrhundert"; Dr. Piet Boon, Westfries Archief, Hoorn: "Nordfriesische See- und Handelsleute in Enkhuizen - Verbindungen lange vor 1634"; Prof. Dr. Robert Bohn, Universität Flensburg: "Nordfriesische Seeleute auf niederländischen Schiffen im 17. und 18. Jahrhundert und ihre Erfahrungen"; Manfred Sell, Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel: "Auf traditionellen Segelrouten - Verbindungen zwischen den Nordseehäfen im 19. und 20. Jahrhundert"; Klaus-Peter Kiedel, Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven: "9 000 Container pro Schiff - Nordseehandel im 21. Jahrhundert". Grußworte sprachen Caroline Schwarz, Beauftragte des Ministerpräsidenten für Minderheiten und Kultur, und Nordfrieslands neu gewählter Landrat Dieter Harrsen. Hausherrin Dr. Astrid Fick vom Museumsverbund Nordfriesland präsentierte mit einer kurzen Führung das neu gestaltete NordseeMuseum/Nissenhaus. Zum Auftakt am Vorabend führte Peter Cohrs durch das auf seine Initiative eingerichtete Schiffahrtsmuseum Nordfriesland am Husumer Zingel. Am 11. November gab Fiete Pingel auf einem Spaziergang rund um den Husumer Hafen Informationen zu dessen Entwicklung. Planung und Organisation besorgte Fiete Pingel in enger Abstimmung mit Thomas Steensen. Für die technische Abwicklung war vor allem Gondrun Verch zuständig. Finanziell unterstützt wurde das aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein geförderte Historiker-Treffen von der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte und vom Sydslesvigsk Oplysningsforbund. Die Vorträge sollen in einem Tagungsband erscheinen.

Tagungsband "Städte in den Frieslanden"
Fiete Pingel bereitete in Abstimmung mit Thomas Steensen die Vorträge des 5. Historiker-Treffens, das 2003 in Husum zum Thema "Städte in den Frieslanden" gehalten worden war, für die Veröffentlichung vor und erstellte auch die digitale Druckvorlage. Der Band wurde über den Friesenrat gefördert aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein und konnte im Dezember 2006 erscheinen.

Materialien für den Geschichtsunterricht
Die Bemühungen um die Vermittlung regionalkundlicher Grundkenntnisse in den Schulen wurden fortgesetzt. Auch im Berichtsjahr hielt Fiete Pingel eine Reihe von Vorträgen in den Oberstufen von Gymnasien im Kreisgebiet. Das für die vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund herausgegebene Reihe "Materialien für den Geschichtsunterricht" geplante Heft "Die Friesen in Schleswig-Holstein" musste wegen Überlastung in anderen Bereichen vorerst zurückgestellt werden.

Die Friisk Foriining, Dänemark und die dänische Minderheit
Die Friisk Foriining möchte ihr Verhältnis zur dänischen Minderheit und zu Dänemark in einer historischen Untersuchung dargestellt sehen. Thomas Steensen verfasste einen Text über die Zeit bis 1945, skizzierte Entwicklungen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und behandelte die Thematik in einer Lehrveranstaltung an der Universität Flensburg. Außerdem legte er dem langjährigen SSW-Abgeordneten Karl Otto Meyer Fragen zum Thema vor, die dieser bereitwillig beantwortete. Ein Großteil der zu erschließenden Quellen befindet sich in der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig. Für den weiteren Fortgang des Projekts wird daher eine Zusammenarbeit mit der dortigen Studieafdeling angestrebt.

Chronikarbeit
Neben zahlreichen Einzelanfragen zur lokalen Geschichte wirkte Fiete Pingel in größerem Umfang mit an der Chronikarbeit in Haselund und in Schwesing. Die Kirchengemeinde Langenhorn hat auf Initiative von Pastor Jens Augustin das Nordfriisk Instituut gebeten, bei der Erforschung der Geschichte des Dorfes und insbesondere der Kirchengemeinde in der Zeit des Nationalsozialismus behilflich zu sein. Bei einer Versammlung im Gemeindehaus Langenhorn am 24. Mai 2007 gaben Fiete Pingel und Thomas Steensen in dem Vortrag "Zur Geschichte der Kirchengemeinde Langenhorn in der NS-Zeit" Grundinformationen dazu. Bei mehreren Arbeitstreffen, an denen auch Pastorin Kerstin Schaack aus Bordelum und Mitglieder des dortigen Kirchenvorstandes teilnahmen, wurde das weitere Vorgehen beraten. Fiete Pingel beschaffte bei einem Besuch im Nordelbischen Kirchenarchiv in Kiel Material zur Geschichte der Kirche in Langenhorn und in Bordelum in jenen Jahren.

Geschichte der Kampener Losinteressentenschaft
Weite Teile der Gemarkung der Sylter Gemeinde Kampen befinden sich seit Generationen im gemeinsamen Besitz einer "Losinteressentenschaft". Anknüpfend an historische Formen der Allmende hat sich hier eine Gemeinnutzung erhalten. Die Losinteressentenschaft erteilte dem Institut den Auftrag zur Erstellung einer Chronik. Im Berichtszeitraum sammelte Fiete Pingel Informationen dazu und sichtete insbesondere das ihm von der Interessentenschaft zur Verfügung gestellte Material. Die Erstellung der Texte musste wegen Überlastung in anderen Bereichen auf das Jahr 2008 verschoben werden.

Auswanderer-Archiv Nordfriesland
Die Arbeiten in den Berichtsjahren 2006/2007 beschränkten sich wie in den Jahren zuvor im Wesentlichen auf die anfallenden Routineaufgaben: Betreuen von Besuchern, Beantworten von Anfragen, Sammeln und Sichten der eingehenden Information. Für die Neukonzeption der Auswanderer/Ludwig Nissen-Abteilung im NordseeMuseum/Nissenhaus in Husum wurden einige Texte geliefert. Die restliche Zeit wurde darauf verwendet, den Datenbestand und die Materialsammlung des Auswanderer-Archivs zu bearbeiten und durch gezielte Recherche zu erweitern. Es sei dankend erwähnt, dass auch im letzten Jahr wieder Einträge auf dem Auswanderer-Denkmal "Aufbruch in eine neue Welt" hinzugekommen sind.

Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins
Im September 2007 wurde der sechste Band des landesweit angelegten, von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft geförderten Projektes "Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins" veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit dem Kreis Steinburg und enthält nach bewährtem Muster eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsinstrumente für Haus- und Höfeforscherinnen und -forscher sowie für Menschen, die sich für die Geschichte der Landwirtschaft interessieren. Im Einzelnen sind dies u. a. eine methodische Anleitung zur Höfeforschung, Orts- und Jurisdiktionsverzeichnisse nebst einem Register kleinerer Wohnplätze, ein Verzeichnis der adeligen Güter, das Quellenverzeichnis als Hauptteil des Buchs sowie eine Literaturliste zur Einführung und Vertiefung des Themas Landwirtschaftsgeschichte und Höfechronik. Damit ist es nun auch im Kreis Steinburg möglich, ohne besondere Vorkenntnisse zu jedem Forschungsobjekt die in Frage kommenden Unterlagen in den Archiven zu finden. In den regionalen Tageszeitungen machte Harry Kunz auf seine Projektergebnisse aufmerksam. Ein entsprechender Bericht ist im Steinburger Jahrbuch 2008 erschienen.
Das Projekt befindet sich seit August 2007 in seinem siebten Abschnitt, dem Kreis Segeberg. Wegen Kürzung der Fördermittel läuft es nur 22 Monate bei verminderter Stundenzahl. 2007 wurden die historischen Jurisdiktionsverhältnisse analysiert sowie erste Arbeiten an weiteren Instrumentarien des entstehenden Wegweisers aufgenommen.

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H. Weitere wissenschaftliche und publizistische Arbeiten

1. Auskünfte, Studien- und Arbeitshilfen

Auch im Berichtszeitraum erreichten mehrere hundert kleine und größere Anfragen aus den Bereichen Sprache, Geschichte, Landeskunde und Kultur Nordfrieslands vor allem die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut, aber auch Bibliotheks- und Sekretariatskräfte. Es fällt dabei auf, dass der elektronische Datenverkehr inzwischen den Vorrang vor traditionellen Formen wie Brief und Telefon erlangt hat.

2. Veröffentlichungen der Institutsangestellten

In der Zeitschrift Nordfriesland erschienene Kurzberichte und Buchbesprechungen sind hier nicht erfasst; vgl. dazu das Jahres-Inhaltsverzeichnis.

2006:

Antje Arfsten:
- Rau uun frees. Trii krimis faan Feer an Oomram (mit Annegret Lutz, Ellin A. Nickelsen und Astrid Volkerts; s. C. 3.).
- Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 42 (2006/07), S. 169-174.
Zeitungsartikel auf der Regionalseite "Plattdüütsch/Friisk" des Schleswig-Holsteinischen Zei-tungsverlages:
- Oluf Braren sin jongen, 20.12.2006.

Anke Joldrichsen:
- Diverse Artikel für die friesische Wikipedia-Seite im Internet.

Birgit Kellner:
- Rezension zu "Ferteel iinjsen". In: Nordfriesisches Jahrbuch 42 (2006/07).

Harry Kunz:
- Uwe Jens Lornsen als Mensch und als politischer Impulsgeber. Zusammenfassung eines Vortragsnachmittags im Nordfriisk Instituut. In: Grenzfriedenshefte 1/2006, S. 47-52.
- Uwe Jens Lornsen: Schicksal und politische Impulse. In: Nordfriesland 153 (März 2006), S. 6.
- 33 Stichwörter in: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Hrsg.): Das neue Schleswig-Holstein Lexikon, Neumünster 2006.

Paul-Heinz Pauseback:
- Rezensionen zu: Klaus J. Bade, Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart; José Eduardo Heflinger Jr., Erinnerungen an die Kindheit von Carlotta Schmidt in Ibicaba. In: Nordfriesisches Jahrbuch 42 (2006/07).

Adeline Petersen:
- Liiw gemiinde fuon e St. Johannes-Schörk oon Naischöspel. In: Zweite Glocke für Neukirchen. Festschrift zur Weihe der neuen Kirchenglocke am Johannistag, 24. Juni 2006, Neukirchen 2006, S. 14-15.
Zeitungsartikel auf der Regionalseite "Plattdüütsch/Friisk" des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages:
- Frasche kongräs önj Leek, 4.5.2006.

Fiete Pingel:
- (Hrsg.): Städte in den Frieslanden. Beiträge vom 5. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut (mit Thomas Steensen; s. C. 3.).
- Reimer Kay Holander erhielt den Hans-Momsen-Preis 2005. In: Zwischen Eider und Wiedau 2007, S. 219-221 (mit Thomas Steensen).
- sieben Stichwörter in: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Hrsg.): Das neue Schleswig-Holstein Lexikon, Neumünster 2006.
- Offene Türen in einen offenen Raum. Interfriesischer Kongress 2006 in Leck. In: Nordfriesland 154 (Juni 2006), S. 11-17.
- The Language is the Landscape. European Minority Film Festival 2006. In. Nordfriesland 156 (Dezember 2006), S. 22-23.
- Rezensionen zu: Rohweder, Die Vögel Schleswig-Holsteins; Das Wattenmeer. Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen; Lutz, Geschlechterbeziehungen in der Neuzeit; Nötel, Ge-schlechterreihen St. Johannis; Jannen, Das Amrumer Schulprotokoll. In: Nordfriesisches Jahrbuch 42 (2006/07).

Thomas Steensen:
- (Hrsg.): Die Frieslande. Mit Beiträgen von Piet Hemminga, Hajo van Lengen und Thomas Steensen. Herausgegeben im Auftrag des Interfriesischen Rates (s. C. 3.).
- Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart. Geschichte Nordfrieslands, Neuausgabe, Teil 5. Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland (s. C. 3.).
- (Hrsg.): Städte in den Frieslanden. Beiträge vom 5. HistorikerTreffen des Nordfriisk Instituut (mit Fiete Pingel; s. C. 3.).
- Sonderpostwertzeichen 50. Jahrestag der Gründung des Friesenrates. Hrsg. vom Bundesministerium der Finanzen, Referat Postwertzeichen, Berlin 2006.
- Die Friesen und die Frieslande. In: Die Frieslande, S. 6-35.
- Nordfriesland: Einheit in Vielfalt. In: Die Frieslande, S. 96-127.
- Vorwort. In: Städte in den Frieslanden, S. 7-9.
- Vorwort. In: Hubertus Jessel: Volkskundlicher Wert und sprachliche Gestalt der Sagensammlung von Christian Peter Hansen (s. C. 3.), S. 7-8.
- 19 Stichwortartikel (u. a. Friesen, Friesisch, Friesische Bewegung) in: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Ortwin Pelc (Hrsg.): Das neue Schleswig-Holstein Lexikon, Neumünster 2006.
- diverse Artikel in: Brockhaus Enzyklopädie, 21. Aufl., Mannheim 2006.
- Die Gründung der Söl'ring Foriining und einige Grundzüge ihrer Entwicklung. In: Festschrift "100 Jahre Söl'ring Foriining" (Jahresbericht 2005), Keitum 2006, S. 9-12.
- Der Nordfriesische Verein und Langenhorn. In: Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Friesenvereins Langenhorn, "Fräische Feriin fun e Hoorne", Husum 2006, S. 15-43.
- Literatur auf Nordfriesisch. In: Schleswig-Holstein, Themenausgabe "Literatur in Schleswig-Holstein", Nr. 7+8/2006, S. 52-53.
- Das Nordfriisk Instituut im fünften Jahrzehnt. In: Zwischen Eider und Wiedau 2007, S. 137-143.
- Reimer Kay Holander erhielt den Hans-Momsen-Preis 2005. In: Zwischen Eider und Wiedau 2007, S. 219-221 (mit Fiete Pingel).
- Die Frieslande. Dreiklang an der Nordsee. In: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte, Nr. 467, Juli 2006, S. 16-24.
- Bongsiel, die Landschaft Nordfriesland, die Kunst und Emil Nolde. In: Katalog zur Kunstausstellung "Nolde lebt!", Hamburg 2006.
- Die Ämter und die Kultur. Kommentar. In: Nordfriesland 153 (März 2006), S. 2.
- Briefmarke: 50 Jahre Friesenrat. In: Nordfriesland 153 (März 2006), S. 4.
- Erich Hoffmann †. In: Nordfriesland 153 (März 2006), S. 5.
- Zum Tod von Harald Voigt. In: Nordfriesland 153 (2006), S. 5
- Gruten san for da latje spräke. Adeline Petersen as nü oon ränte. In: Nordfriesland 153 (März 2006), S. 23-25.
- Kulturpreis für Detlef F. Petersen. In: Nordfriesland 154 (Juni 2006), s. 3.
- Alwin Pflüger †. In: Nordfriesland 154 (Juni 2006), S. 4.
- "Dü hääst ma brök'de blaie schraawen". Zum Tode von Margareta Erichsen. In: Nordfriesland 154 (Juni 2006), S. 8-10 (mit Gerd Künast und Marie Tångeberg).
- Vor 80 Jahren - und heute. Kommentar. In: Nordfriesland 155 (September 2006), S. 2.
- Nils Århammar wurde 75. In: Nordfriesland 155 (September 2006), S. 6-7.
- Abschied von Markus Petersen. In: Nordfriesland 156 (Dezember 2006), S. 3.
- gründen, einsetzen, bauen, fördern, helfen, unterstützen. Stifterland Nordfriesland. In: Nordfriesland 156 (Dezember 2006), S. 11-16.
- Rezensionen zu: Der "Berliner Antisemitismusstreit"; Siewertsen, Friserne; Kühl, Den dansk-tyske mindretalsmodel og Europa. In: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 2006.
- Rezensionen zu: Pust, "Vaterländische Erziehung" für "Höhere Mädchen"; Hansen: Hjemmetyskheden; Schleswig-Holstein Topographie, Bd. 6; Hübinger, Theodor Mommsen; Köpf, Die Mommsens; Bammé, Meta Schoepp: In: Nordfriesisches Jahrbuch 42 (2006/07).
Zeitungsartikel:
- Die Friesen und die Frieslande. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 29.4.2006.
- "Di bååle as trin" - die Friesen und Fußball. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 16.6.2006.
- "Rote Sturmflut" und "Kurs nach rechts". Nordfrieslands Weg von 1918 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In: Nordfriesische Nachrichten (shz), 19.12.2006.

Christina Tadsen:
Zeitungsartikel auf der Regionalseite "Plattdüütsch/Friisk" des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages:
- Interfrasche kongräs 2006 önj Leek ma "ääme dööre", 17.2.2006.
- Mör frasch jöögedårbe önjbin, 4.5.2006.
- Hoker as eentelk Anne-Marleen?, 17.8.2006.
- Faan beschük an beschükin, 5.10.2006.
- Uun't witj wonerlun an bi a pualsatern: Wan manerhaiden hör aanj filmen drei, 2.12.2006.
- Muurd üüb a eilunen, 2.12.2006.
- Ån foon da leeste takste aw madelgooshiirder freesch ütkiimen, 20.12.2006.
- Hü komt 'am eentelk auer efter Halaglun?, 28.2.2007.
- Hark Olufs-ütjsteling uun't swäämbat, 10.4.2007.

2007:

Antje Arfsten:
- Friesischer Sprachkurs, Fering. Zeichnungen von Ada Bieber und Björn Ketelsen. Mit Audio-CD (mit Christina Tadsen; s. C. 3.).
- Draapen üüb Haliglun. In Nordfriesland 158 (Juni 2007), S. 9.
- Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 43 (2008).
  Zeitungsartikel auf der Regionalseite "Plattdüütsch/Friisk" des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages:
- Hoker as frinjelk tu spriaken? 12.7.2007.
- At Nordfriisk Instituut raiset deel tu a sorben. 15.10.2007 (mit Harry Kunz).

Harry Kunz:
- Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Kreis Steinburg, Bräist/Bredstedt 2007 (s. C. 3.).
- Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins - Vom Modellprojekt zur landesweiten Höfeforschung. In: Steinburger Jahrbuch 2008, S. 157-160.
- Das neue Sylt Lexikon, 2. Aufl., Neumünster 2007 (mit Thomas Steensen).

Adeline Petersen:
- Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch. Zeichnungen von Ada Bieber und Björn Ketelsen. Mit Audio-CD, Bräist/Bredstedt 2007 (s. C. 3.).

Fiete Pingel:
- Neubearbeitung des Buches von Rolf Kuschert, "Nordfriesland in der frühen Neuzeit" (mit Martin Rheinheimer und Thomas Steensen).
- Rezensionen zu: Minoritäten differenziert betrachtet. Zeitschrift für Kultur und Bildungswissenschaften. Flensburger Universitätszeitschrift 18; Tillmann: Landfrauen in Schleswig-Holstein 1930-1950; Lehmann: Kreisleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein; Peters Jones: The Hallig Oland; Mühle: Geschichte Rantrums. In: Nordfriesisches Jahrbuch 43 (2008)
Zeitungsartikel:
- Mare Frisicum: Die Friesen als Bindeglied. In: Nordfriesische Nachrichten (shz), 20.10.2007 (mit Thomas Steensen).

Thomas Steensen:
- Das neue Sylt Lexikon, Wachholtz Verlag, Neumünster 2007 (mit Harry Kunz).
- Nordfriesland Quiz, Wachholtz Verlag, Neumünster 2007.
- Wisby - Danisco. 100 Jahre Industriegeschichte, Husum Verlag, Husum 2007 (mit Berndt Kröger).
- Neubearbeitung des Buches von Rolf Kuschert, "Nordfriesland in der frühen Neuzeit" (mit Martin Rheinheimer und Fiete Pingel).
- Nachwort. In: Meta Schoepp: Millionensegen. Nordfriesland im Roman, Nr. 1, Husum Verlag, Husum 2007, S. 331-349 (mit Arno Bammé).
- "De ganze Gemeen steiht op as een Mann". Zum deutschen Nationalismus von Pastoren in Nordfriesland vor und nach den Volksabstimmungen von 1920. In: Dietrich Werner (Hrsg.): Ohne Erinnerung keine Zukunft. Beiträge zur Breklumer Missions- und Regionalgeschichte, Wachholtz Verlag (Schriften des Vereins für schleswig-holsteinische Kirchengeschichte, Bd. 53), Neumünster 2007, S. 159-182.
- "Unterstützung für verschämte Arme". Stiftungen als Ausdruck sozialer Verantwortung in Eiderstedt und Nordfriesland um 1900 und heute. In: Zwischen Eider und Wiedau 2008, S. 72-91.
- Über Kiel und Bonn nach Strassburg und Berlin. Der Weg der Nordfriesen zur anerkannten Minderheit. In: Zeitschrift für Kultur- und Bildungswissenschaften, Universität Flensburg 2007, Nr. 18, S. 100-123.
- Vom Flecken zur Stadt. Bredstedts Geschichte seit 1800. In: Nordfriesisches Jahrbuch 43 (2008), S. 45-56.
- Die autochthonen Minderheiten in Deutschland. In: Nordfriesland 157 (März 2007), S. 19.
- Das Nissenhaus und sein Name (Kommentar). In: Nordfriesland 158 (Juni 2007), S. 2.
- Dr. Andreas Reinhardt †: In: Nordfriesland 158 (Juni 2007), S. 5.
- Der Friese aus Berlin: Klaus Petersen wurde 85. In: Nordfriesland 158 (Juni 2007), S. 14-15.
- Johann Nicolaus Tetens - ein Universalgelehrter aus Eiderstedt. In: Nordfriesland 159 (September 2007), S. 5.
- Welterbe Wattenmeer (Kommentar). In: Nordfriesland 160 (Dezember 2007), S. 2.
- Brunhilde Hagge †. In: Nordfriesland 160 (Dezember 2007), S. 4.
- Uwe Ronneburger †. In: Nordfriesland 160 (Dezember 2007), S. 6.
- Eine dänisch-deutsche Weltfirma in Nordfriesland. 100 Jahre Wisby - Danisco. In: Nordfriesland 160 (Dezember 2007), S. 13-15.
- Rezensionen zu: Klee, Personenlexikon zum Dritten Reich; Omland, "Dü wählst mi nich Hitler"; Adriansen/Schartl, Erindringssteder/Erinnerungsorte; Tidelski, Nissenhaus. In: Nordfriesisches Jahrbuch 43 (2008).
Zeitungsartikel:
- Vom Bauernland zur Tourismus-Region. Die Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis zur Gegenwart, 2. Teil. In: Nordfriesische Nachrichten (shz), 12.1.2007.
- Ein souveräner Friese (Nachruf auf Andreas Reinhardt). In: Nordfriesische Nachrichten (shz), 1.6.2007.
- Das Friesische macht Sylt unverwechselbar. In: Top Sylt. Beilage zur Sylter Rundschau, 29.6.2007.
- Philosoph aus Eiderstedt: Vor 200 Jahren starb Johann Nicolaus Tetens. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 17.8.2007.
- Mare Frisicum: Die Friesen als Bindeglied. In: Nordfriesische Nachrichten (shz), 20.10.2007 (mit Fiete Pingel).

Christina Tadsen:
- Friesischer Sprachkurs, Fering. Zeichnungen von Ada Bieber und Björn Ketelsen. Mit Audio-CD (mit Antje Arfsten; s. C. 3.).
- Regionale Mehrsprachigkeit - eine Chance für Friesisch. In: Nordfriesland 157 (März 2007), S. 6.

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I. Veranstaltungen, Vorträge

1. Veranstaltungen

16. Nordfriesisches Sommer-Institut: Das Sommer-Institut 2006 bot sechs Veranstaltungen, gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG sowie dem Friesenrat: 28.6.2006, Albert Panten: Das wiederauferstandene Rungholt. Das Ringen um einen nordfriesischen Mythos. - 12.7.2006, Dr. Birgit Kellner: Baustelle Friesisch. Von den Chancen und Problemen beim Ausbau einer kleinen Sprache. - 26.7.2006, Dr. Dorothee Bieske: Der Blick in den Himmel. Die Landschaftsmalerei Hans Peter Feddersens. - 9.8.2006, Dr. Martin Segschneider: Walknochen und Warften. Neues zur archäologischen Siedlungsforschung im nördlichen nordfriesischen Marschgebiet. - 23.8.2006, Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann: "Wasser macht schön". Die Husumer Badeanstalt im Zeichen der Sozialpolitik am Ende des 19. Jahrhunderts. - 6.9.2006, Priv.-Doz. Dr. Bernd Rieken: "Nordsee ist Mordsee". Sturmfluten und ihre Bedeutung für die Mentalitätsgeschichte der Friesen.

17. Nordfriesisches Sommer-Institut: Das Sommer-Institut 2007 bot ebenfalls sechs Veranstaltungen, wiederum gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse, der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG und dem Friesenrat: 27.6.2007, Wo Pidder Lyng nicht deichen wollte. Nordfriesland in der Literatur. Bekannte und weniger bekannte Texte gelesen von Gerlind Rosenbusch und Peter Nissen. - 11.7.2007, Prof. Dr. Dieter Lohmeier: Literarische Landgewinnung. Nordfriesland in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. - 25.7.2007, Prof. Dr. Carl-Ingwer Johannsen: Nordfriesland in alten und neuen Häusern. Die baugeschichtliche Entwicklung von den Anfängen bis heute. - 8.8.2007, Prof. Dr. Jarich Hoekstra: Wie heißt die Mehrzahl von Milch? Über Zahlen und Zählbarkeit im Nordfriesischen. - 22.8.2007, Brigitta Seidel: Wasser für das platte Land! Zur Geschichte der Wasserversorgung in Nordfriesland. - 5.9.2007, Prof. Dr. Holm Tetens: Der Eiderstedter Philosoph Johann Nicolaus Tetens. Zu seinem 200. Todestag. Die Veranstaltung am 11. Juli war der insgesamt 100. Sommer-Instituts-Vortrag. Am 22. August boten die Wasserverbände Nordfrieslands eine zum Vortragsthema passende "Wasserprobe" im Nordfriisk Instituut an.

"Ferteel iinjsen!": Gemeinsam mit NDR 1 Welle Nord veranstaltete das Nordfriisk Instituut 2006 zum vierten Mal den friesischen Schreibwettbewerb "Ferteel iinjsen!". Thema des von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG unterstützten Wettstreits war "Besäk" (Besuch). Aus fast allen Dialektgebieten Nordfrieslands wurden Beiträge von insgesamt 50 Autoren eingereicht. Die fünf besten Erzählungen wurden am 25. November 2006 in der Niebüller Stadthalle vorgestellt und prämiert (vgl. den Bericht in Nordfriesland, Nr. 156).

6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut (s. G.)

Seminare in der Nordsee-Akademie, Leck
Gemeinsam mit der Nordsee-Akademie in Leck plante das Nordfriisk Instituut - namentlich Birgit Kellner, Fiete Pingel und Thomas Steensen - 2007 zwei Seminare zur nordfriesischen Sprache und Kultur. Trotz recht intensiver Werbung blieb die Zahl der Anmeldungen zu gering. Als Grund wurde häufig der hohe Teilnehmerbeitrag genannt. Das im Dezember 2007 vorgesehene Seminar "Friesisch im 21. Jahrhundert - Perspektiven einer europäischen Kleinsprache" wurde auch wegen Erkrankung der Seminarleiterin abgesagt.

Fachtagung Regionale Mehrsprachigkeit
Zusammen mit der Universität Flensburg veranstaltete das Nordfriisk Instituut am 1. Dezember 2006 eine Fachtagung im Bürgerhaus in Bredstedt. Vortragende waren Dr. Ulrike Vogl, Freie Universität Berlin, Dr. Alastair Walker, Universität Kiel, und Hans de Haan, Schulleiter der dreisprachigen Grundschule in Holwert/Fryslân, Niederlande. Ein Grußwort sprach Caroline Schwarz, Kultur- und Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein. Die Organisation leistete dankenswerterweise Gyde Köster, Senatsbeauftragte der Universität Flensburg für Minderheitenfragen.

Christian-Feddersen-Preis
Der mit Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung ausgeschriebene Christian-Feddersen-Preis für Schülerinnen und Schüler wurde im Berichtszeitraum nicht vergeben, weil keine Bewerbungen oder Vorschläge eingingen. Es bleibt abzuwarten, ob die für 2008 vorgenommene Verknüpfung mit den "Tagen der nordfriesischen Geschichte" auf Resonanz stoßen wird.

Koordinationstreffen friesischer Vereine und Einrichtungen
Das vom Friesenrat gemeinsam mit dem Nordfriisk Instituut veranstaltete Koordinationstreffen entfiel 2006 erstmals seit 24 Jahren aus organisatorischen Gründen. Mit den Vorsitzenden des Friesenrats und des Vereins Nordfriesisches Institut wurde vereinbart, dass über neue Formen der Durchführung nachgedacht werden soll.

Vortragsveranstaltungen in Husum
Am 9. Januar 2007 hielt Prof. Dr. Jarich Hoekstra von der Universität Kiel im Husumer Nissenhaus einen Vortrag über "Das Bild der Friesen in der deutschen Literatur mit besonderer Berücksichtigung von Gustav von Buchwalds ‚Die Meermaid von Amrum' (1896)". Die Veranstaltung wurde im Rahmen der 59. Husumer Universitätswoche gemeinsam mit der Universitätsgesellschaft in Husum ausgerichtet, deren Vorstand Thomas Steensen angehört; er führte auch in den Vortragsabend ein. Das Institut wird sich auch künftig zu passenden Themen als Kooperationspartner an der Universitätswoche beteiligen.

Am 4. Oktober 2007 hielt Prof. Dr. Harm Peer Zimmermann im Husumer Nissenhaus seinen Vortrag "Wasser macht schön" über die Geschichte der Husumer Badeanstalt im Zeichen der Sozialpolitik am Ausgang des 19. Jahrhunderts, den er bereits beim Nordfriesischen Sommer-Institut 2006 gehalten hatte. Das Institut kooperierte dabei mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte.

2. Vorträge der Institutsangestellten

2006:

Antje Arfsten:
- mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen "Friesen - Friesisch - Nordfriisk Instituut", z. B. am 4.7. vor Teilnehmenden einer Exkursion unter Leitung von Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten, Universität Kiel, am 31.7. und vor den Teilnehmern eines interfriesischen Jugendseminars, am 19.9. vor Schüler und Schülerinnen der Niebüller Erzieherfachschule.

Anke Joldrichsen:
- Kurzvortrag zur Vorstellung des Dissertationsvorhabens über nordfriesische Volkserzählungen am 17.3. vor dem Kuratorium des Nordfriisk Instituut.
- Kurzvorträge vor Schülerinnen und Schülern über friesische Kinderbücher des Nordfriisk Instituut am 16.8. und am 11.10.

Birgit Kellner:
- Kurzvortrag zur Vorstellung des Habilitationsvorhabens zum lexikalischen Ausbau am 17.3. vor dem Kuratorium des Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Baustelle Friesisch. Von den Chancen und Problemen beim Ausbau einer kleinen Sprache" im Rahmen des 16. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 12.7. im Nordfriisk Instituut.

Harry Kunz:
- Kurzvortrag zur Vorstellung des Buches "Volkskundlicher Wert und sprachliche Gestalt der Sagensammlung von Christian Peter Hansen" beim Neujahrsempfang der Söl'ring Foriining am 13.1. in Keitum.
- Vortrag "Sturmfluten und Deichbau in Nordfriesland" (mit Power-Point-Präsentation) bei der Deutschdänischen Gesellschaft am 10.10. in Husum.
- Vortrag "Die Quellenlage zur Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins" bei der AG Genealogie Schleswig-Holstein am 4.11. in Neumünster.

Paul-Heinz Pauseback:
- verschiedene kurze Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zur Übersee-Auswanderung zur Information von Besuchern oder Besuchergruppen im Nordfriisk Instituut wie z. B. anlässlich der Anbringung einer Gedenktafel am Auswanderer-Denkmal des Nordfriisk Instituut beim Besuch des "Familientreffens Feddersen" am 14.10.

Adeline Petersen:
- Vortrag "Eine literarische Studie der Erzählungen von Peter Jensen" beim Frysk Filologekongres am 9.2. in Ljouwert/Leeuwarden, NL.
- Vortrag "Hjørnesten i den frisiske historie" vor einer Besuchergruppe der Lønne Højskole am 3.10. in Hattstedt.

Fiete Pingel:
- Vortrag "Husumer Geschichtslegenden" bei der Jahresversammlung des Nordfriesischen Vereins Schobüll am 23.2. in Schobüll.
- Vortrag "1362-1634-1825. Stormfloods as Milestones of the History of Northern Frisia" bei dem Workshop "Tides of Change. Past, Present and Future Enactments of the Coast as Boundary" am 18.5. im Multimar Wattforum in Tönning.
- verschiedene Vorträge zur Geschichte der Friesen und der Region Nordfriesland zum Beispiel vor den Husumer Stadtführern, vor dem Nationalpark-Seminar für Zivildienstleistende, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten der Naturschutzverbände, bei einem Seminar der Akademie Sankelmark am 27.4. und vor verschiedenen Besuchergruppen im Nordfriisk Instituut sowie in Gymnasien im Kreis Nordfriesland.

Thomas Steensen:
- Kursus "Friesisch für Fortgeschrittene" an der Volkshochschule Husum, 8 Abende ab dem 5.1.
- Vortrag "Verwaltungsstrukturreform - Nachteile oder Chancen für die Kultur im Kreis Nordfriesland?" auf der Informationsveranstaltung des Nordfriesischen Vereins am 25.1. im Rathaussaal der Stadt Niebüll.
- Worte zur Verabschiedung von Adeline Petersen am 27.1. im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Nordfriesland vor 100 Jahren" vor dem Lions-Club Husum-Goesharden am 16.2. im "Osterkrug", Husum.
- Vortrag "Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918" vor dem Nordfriesischen Verein Husum-Rödemis am 14.3. im Handwerkerhaus, Husum.
- Vortrag "Hans Christian Andersen und Nordfriesland" im Rahmen der "Schleswigschen Gespräche" am 20.3. in der Ludwig-Andresen-Schule, Tondern.
- Worte bei der Trauerfeier für die Künstlerin Margareta Erichsen am 15.5. in der Galerie Mikkelberg, Hattstedt.
- Vortrag "Das Aufkommen des Nationalsozialismus in Nordfriesland und auf Föhr" am 28.5. in der Ferring-Stiftung, Alkersum/Föhr.
- Vortrag "Hans Christian Andersen und Nordfriesland" vor der Deutsch-dänischen Gesellschaft am 29.6. im "Thomas-Hotel", Husum.
- Vortrag "Bongsiel, die Landschaft Nordfriesland, die Kunst und Emil Nolde" zur Eröffnung der Kunstausstellung "Nolde lebt!" am 16.7. im "Gasthof Bongsiel".
- Vortrag "Klein-Holland an der schleswig-holsteinischen Westküste" in der Reihe "Kultur-Sommer 2006" am 18.7. in der ehemaligen Synagoge, Friedrichstadt.
- Vortrag "Die Friesen in Schleswig-Holstein" am 4.9. in der Tagungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes in Wedel.
- Festvortrag ",Unterstützung für verschämte Arme'. Stiftungen als Ausdruck sozialer Verantwortung in Eiderstedt und Nordfriesland um 1900 - und heute" zum 100-jährigen Jubiläum der Tetens-Stiftung, Welt, auf Einladung des Kirchenkreises Eiderstedt am 13.9. im Alten Rathaus - Stallerhaus in Garding.
- Vortrag "Schleswig-Holstein und die Niederlande" am 7.11. im Kulturzentrum "Dittchenbühne", Elmshorn.
- Festvortrag "Vom Flecken zur Stadt - Bredstedts Geschichte seit 1800" auf der Jubiläumsveranstaltung "775 Jahre Bredstedt" am 14.11. im Bürgerhaus, Bredstedt.
- Vortrag "Langenhorn, Dörpum und die Reußenköge in der Geschichte Nordfrieslands" vor den Landfrauen der drei Orte am 23.11. im "Fährhaus Schlüttsiel".
- mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen "Friesen - Friesisch - Nordfriisk Instituut", z. B. am 4.7. vor Teilnehmenden einer Exkursion unter Leitung von Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten, Universität Kiel, am 29.8. vor den Mitgliedern des landesgeschichtlichen Ausschusses des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, am 3.11. vor dem Beirat für die friesische Volksgruppe beim Bundesinnenministerium unter Leitung des Bundesminderheitenbeauftragten Dr. Christoph Bergner.

Christina Tadsen:
- Vortrag "Sind die Friesen unhöflich? Über Höflichkeitsformen im Föhr-Amrumer Friesisch" am 25.2. bei der Ferring Stiftung in Alkersum.
- Intensivkurs "Öömrang för beganern" auf Amrum vom 27.2. bis 3.3.
- Konversationskurs "Öömrang" gemeinsam mit Jens Quedens im "Öömrang hüs" in Nebel am 4. und 5.3.
- Kurzvorträge im Nordfriisk Instituut, z. B. am 16.6. vor Teilnehmenden einer Exkursion der Klaus-Groth-Gesellschaft und am 15.12. vor Schülerinnen und Schülern der "Öömrang skuul" (9./10. Klasse).

2007:

Antje Arfsten:
- mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen "Friesen - Friesisch - Nordfriisk Instituut", z. B. am 29.1. vor Teilnehmenden einer Exkursion unter Leitung von Prof. Dr. Silke Göttsch-Elten, Universität Kiel, am 17.9. vor Schüler und Schülerinnen der Niebüller Erzieherfachschule, oder beim Besuch von deutschstämmigen Mitgliedern der lutherischen Synode Vale do Itajaí, Santa Catarina, Brasilien am 24.9.

Anke Joldrichsen:
- Vortrag "Die Volkssage" am 26.3. vor Teilnehmern am Projekt "volksverhaal uit de regio" in Papenburg.
- Vortrag "Nis Puk, der kleine Hausgeist der Nordfriesen" am 14.12. in Niebüll vor der Arbeitsgruppe Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut.

Birgit Kellner:
- Vortrag "Vom Ausbau, vom Abbau und vom schwierigen Umgang mit der Diglossie" am 12.7. im Interdisziplinären Kolloquium der Universität Flensburg.
- Vortrag "Fering in allen Lebenslagen" am 26.8. bei der Ferring-Stiftung in Alkersum/Föhr. - Uni Hamburg (Lehrauftrag) "Baustelle Sprache - lexikalische Modernisierung in kleinen Sprachen" (Blockseminar).
- Uni Hamburg (Lehrauftrag) "Friesisch und Niederdeutsch. Zwei Sprachen in Norddeutschland".

Paul-Heinz Pauseback:
- verschiedene Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zur Übersee-Auswanderung zur Information von Besuchern oder Besuchergruppen im Nordfriisk Instituut z. B. anlässlich des Besuchs einer Studentengruppe des Volkskundlichen Seminars der Universität Kiel am 29.1., beim Besuch von deutschstämmigen Mitgliedern der lutherischen Synode Vale do Itajaí, Santa Catarina, Brasilien im Nordfriisk Instituut am 24.9. oder bei dem Treffen der AG Geschichte und Genealogie des Nordfriisk Instituut am 17.11.
- Vortrag "Von stürmischen Seereisen und abenteuerlichen Überlandfahrten - Schleswig-holsteinische Auswanderer beschreiben ihren Weg in eine neue Welt" bei der "5. Husumer Kulturnacht" am 7.7. im NordseeMuseum/Nissenhaus in Husum.
- Vortrag "Überseeauswanderung aus Schleswig-Holstein im 19. Jahrhundert" bei der Volkshochschule Pinneberg am 25.9.

Fiete Pingel:
- Vortrag "Wer war Husums Reformator? Legende und Wirklichkeit" auf Einladung der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am 23.1. im Schloss vor Husum und am 31.3. bei der Mitgliederversammlung des Nordfriesischen Vereins in Dagebüll.
- Vortrag "Zur Geschichte der Kirchengemeinde Langenhorn in der NS-Zeit" auf Einladung der Kirchengemeinde Langenhorn am 24.5. im Gemeindehaus Langenhorn (mit Thomas Steensen).
- verschiedene Vorträge zur Geschichte der Friesen und der Region Nordfriesland zum Beispiel "traditionsgemäß" zweimal vor dem Nationalpark-Seminar für Zivildienstleistende, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten der Naturschutzverbände, nun schon zum zehnten Mal vor Studenten aus dem Ostseeraum im Rahmen eines Seminars der Academia Baltica am 8.7. im Nordfriisk Instituut, im Rahmen der ersten "Bredstedter Kulturmeile" am 14.7. und vor verschiedenen Besuchergruppen im Nordfriisk Instituut sowie in Gymnasien im Kreis Nordfriesland.

Thomas Steensen:
- Kursus "Friesisch für Fortgeschrittene" an der Volkshochschule Husum, 8 Abende ab dem 11.1.
- Vortrag "Die Niederländer an der Westküste Schleswig-Holsteins" am 12.2. in der Tagungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes in Wedel.
- Biikenrede auf dem Stollberg am 21.2.
- Vortrag "Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart" auf Einladung des Nordfriesischen Vereins Husum am 20.3. im Handwerkerhaus in Husum.
- Kursus "Friesisch für Fortgeschrittene II" an der Volkshochschule Husum, 4 Abende ab dem 19.4.
- Vortrag "Schwere Zeiten - schneller Wandel. Nordfrieslands Weg durch das 20. Jahrhundert" auf Einladung der Multiple-Sklerose-Gesellschaft am 8.5. im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk in Husum.
- Vortrag "Die Nordfriesen und ihre Identität" vor dem Lions-Club Husum am 9.5. im Hotel "Osterkrug" in Husum.
- Referat "Eiderstedt als ‚Pilotregion'" vor der Arbeitsgruppe Geschichte des Nordfriisk Instituut am 12.5.
- Vortrag "Sprache und Kultur der Nordfriesen" vor der Arbeitsgemeinschaft für Postgeschichte in Schleswig-Holstein am 12.5. im Hotel "Friesenhalle" in Bredstedt.
- Vortrag "Zur Geschichte der Kirchengemeinde Langenhorn in der NS-Zeit" auf Einladung der Kirchengemeinde Langenhorn am 24.5. im Gemeindehaus Langenhorn (mit Fiete Pingel).
- Vortrag "Nordfriesland zur Zeit Theodor Storms" im Rahmen der Vortragsreihe zum 190. Geburtstag Theodor Storms am 21.6. im Storm-Haus, Husum.
- Festvortrag "Nordfriesland, die Niederlande und Leeghwater" auf Einladung des Nordfriesischen Vereins beim "Leeghwater-Tag" am 21.7. in Fahretoft.
- Moderation der offiziellen Veranstaltungen des Kreises Nordfriesland zur Vorstellung der Landrats-Kandidaten am 4.9. in der Stadthalle, Niebüll, und am 6.9. in der Irene-Thordsen-Kongresshalle, Husum.
- Vortrag "Grundzüge der neuesten Geschichte Husums und Nordfrieslands" vor den Husumer Stadtführern am 12.9. in Husum.
- Vortrag "Die Nordfriesen - ihre Sprache, Geschichte und Identität" auf der Tagung "Nebendeutsch: Die autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen Deutschlands" im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften am 13.10. in der Universität Bremen.
- Vortrag "Millionensegen - Zum historischen Hintergrund des Romans von Meta Schoepp" auf Einladung des Multimar Wattforums, der Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte und des Heimatbundes Landschaft Eiderstedt am 29.10. im Multimar Wattform in Tönning (mit Prof. Dr. Arno Bammé, Rezitationen von Fiete Pingel).
- Kursus "Friesische Sprache, Kultur und Geschichte - ein Schnupperkurs" an der Volkshochschule Husum, 6 Abende ab dem 1.11.
- Einführung zum 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut "Friesischer Handel im Friesischen Meer" am 10.11. im NordseeMuseum/Nissenhaus, Husum.
- Vortrag "Sprachen im nördlichen Schleswig-Holstein im Spiegel der Geschichte" auf Einladung der Stadt Kappeln am 27.11. in der Stadtbibliothek in Kappeln.
- Einführung und Laudatio bei der Auszeichnung sprachenfreundlicher Gemeinden, Betriebe und Vereinigungen am 6.12. im Nordfriisk Instituut.
- Vortrag "Friedrich Paulsen in seiner Zeit" vor einem Leistungskurs Geschichte der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, mit dem Lehrer Karsten Giltzau am 10.12. im Nordfriisk Instituut.
- mehrfach Kurzvorträge und Präsentationen "Friesen - Friesisch - Nordfriisk Instituut"; einführende Worte über die niederländische Provinz Fryslân bei dem westfriesischen Marionettenspiel "Assorti" von Haye Bylstra im Rahmen der Pole-Poppenspäler-Tage am 29.9. im Schloss vor Husum; Grußworte auf Veranstaltungen, Statements für die Presse.

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J. Hochschulen

Die ersten beiden Semester des zweisemestrigen Studiengangs "Schwerpunkt Friesisch" innerhalb der Germanistik (Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/08) mit vier Studierenden lassen hoffen, dass das Fach auch in Zukunft eine kleine, jedoch beständige Anzahl von Studierenden mit diesem Schwerpunkt aufweisen wird. Der Schwerpunkt besteht jedoch nur aus 12 anrechenbaren Semesterwochenstunden (im BA-Studium 18 Credit-Points), während im bisherigen Ergänzungsstudium mindestens 20 Stunden zu absolvieren waren. Der Erwerb von friesischen Sprachkenntnissen ist zusätzlich ohne Credit-Points zu leisten. Es bleibt sehr fraglich, ob auf dieser Basis insbesondere für den friesischen Schulunterricht ausreichend qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet werden können.
Das Friesische Seminar setzte seine Bemühungen fort, das Fach Friesisch auch für Studierende außerhalb der Germanistik zu öffnen. Überdies äußerte das Institut für Germanistik den Wunsch nach einer Verschiebung der Friesisch-Module in die sogenannte "3. Säule" ("Grundlagen der Vermittlung und Generelle Kompetenzen" - GVGK). Die daraufhin entwickelten Pläne und eine Verhandlungsrunde mit mehreren Akteuren der Universität blieben ergebnislos, weil eine wichtige Information dem Friesischen Seminar erst nach dem Gespräch zugeleitet worden war. Ebenfalls erst nachträglich wurde darauf hingewiesen, dass in der Akkreditierungsphase, die die Fächer zurzeit durchlaufen, keine strukturellen Änderungen vorgenommen werden können. Nicht zuletzt bei Studierenden führte dies zu einer Verunsicherung. Für die Akkreditierung des Bachelor-Studiengangs überarbeitete das Friesische Seminar wie alle Universitätsinstitute die Modulkataloge im Sinne einer Entlastung bei den Prüfungsleistungen.
Für einen Master-Studiengang legte das Friesische Seminar zeitgerecht eine Konzeption vor. Mehrfache Anfragen zum weiteren Fortgang blieben erfolglos. Den BA-Studierenden des Schwerpunkts Friesisch konnte deshalb keine Auskunft über den Fortgang im MA-Bereich erteilt werden, was die Verunsicherung vergrößerte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es fraglich, ob das Fach Friesisch im MA-Bereich an der Universität Flensburg studierbar sein wird.
Ihr Studium nach der alten Prüfungsordnung schlossen im Sommersemester 2006 Ada Bieber, Nadine Matzen und Matthias Reil mit erfolgreichen schriftlichen und mündlichen Prüfungen ab.
Die Betreuung des Friesischen Seminars an der Universität Flensburg wurde von Thomas Steensen weiterhin ehrenamtlich und zusätzlich zu seiner Lehre im Umfang von sechs Semesterwochenstunden geleistet. Die kommissarische geschäftsführende Direktorin Prof. Dr. Helga Bleckwenn wurde im Juli 2006 emeritiert; Gyde Köster, Senatsbeauftragte für Minderheitenfragen, dankte ihr auch namens des Friesischen Seminars für ihren Einsatz. An ihre Stelle trat der Rektor der Universität, Prof. Dr. Heiner Dunckel. Am Friesischen Seminar sind seit dem 1. Oktober 2005 Anke Joldrichsen und Dr. Birgit Kellner auf "Qualifizierungsstellen" beschäftigt (vgl. Arbeitsbericht 2004/05). Bis Ende 2007 waren sie mit unterschiedlichen Stundenkontingenten auch am Nordfriisk Instituut angestellt.

An-Institut
Seit Längerem wurde darüber nachgedacht, ob das Nordfriisk Instituut auch den Status eines "An-Instituts" der Universität Flensburg anstreben solle. Eine Prüfung ergab, dass die Selbstständigkeit und die Entscheidungsfreiheit des Instituts in jeder Beziehung gewahrt bleiben. Daher stellte der Vorstand mit Zustimmung von Beirat und Mitgliederversammlung einen entsprechenden Antrag an die Universität, der vom Senat gutgeheißen wurde. Mit Schreiben vom 29. November 2007 verlieh Wissenschaftsminister Dietrich Austermann dem Institut die Stellung einer angegliederten wissenschaftlichen Einrichtung an der Universität Flensburg (An-Institut). An Stellung und Arbeitsweise des Instituts ändert sich dadurch nichts. Das zusätzliche "Etikett" kann jedoch künftig in geeigneten Zusammenhängen verwendet werden.

Exkursionen
Erneut bot das Friesische Seminar Exkursionen nach Nordfriesland an. Am 28. Januar 2006 besuchten Studierende Keitum auf Sylt. Gästeführerin Silke von Bremen hielt einen eindrucksvollen Vortrag über die Geschichte der Kirche Sankt Severin. Der Chronist Christian Peter Hansen war Thema, als anschließend das Altfriesische Haus besichtigt wurde. Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Gesellschaftlicher Wandel seit 1945 am Beispiel Nordfriesland" besuchten etwa 40 Studierende am 12. Juli 2006 die Gemeinde Bordelum, wo sie von Klaus Lemke sachkundige Informationen erhielten. Bürgermeister Peter Reinhold Petersen stellte sich im "Friesenkrug" auf dem Stollberg für ein Gespräch über die Situation seiner Gemeinde zur Verfügung. Auf den Spuren des großen Dichters wandelten mehrere Studierende am 6. Februar 2007 im Husumer Storm-Museum, anschließend wurde das Erlernte in einer gemeinsamen Runde zusammengestellt. Am 6. Juni 2007 besuchten 50 Teilnehmende der Lehrveranstaltungen von Thomas Steensen die Insel Föhr. Sie besichtigten das Friesenmuseum in Wyk, wo Leiterin Jutta Kollbaum-Weber sie begrüßte. Über die Ferring-Stiftung in Alkersum informierten Dr. Volkert Faltings und Reinhard Jannen. In einem von der Wyker Dampfschiffs-Reederei kostenlos zur Verfügung gestellten Bus ging es bei schönstem Sommerwetter auf eine Rundfahrt über die Insel, sachkundig begleitet von Klaus Boje. Der Kurs "Friesische Literatur und Medienwissenschaft" von Anke Joldrichsen besuchte am 22. November 2007 ein Treffen der Friesischlehrer in Lindholm. Behandelt wurde das Thema "Online-Material für den Unterricht".

6. und 7. friesischer Studientag
Seit einigen Jahren treffen sich Friesisch-Studierende und -Lehrende der Universitäten Flensburg und Kiel. Zum sechsten friesischen Studientag lud das Friesische Seminar der Universität Flensburg am 14. Juli 2006 zu einer von Birgit Andresen geführten Wattwanderung zur Hallig Oland ein. Dort berichtete Kapitän Markus Petersen ausführlich über das Leben auf der Hallig. (Am 12. Oktober 2006 fuhr Thomas Steensen erneut nach Oland, um an der Trauerfeier für den weithin bekannten Halligfriesen teilzunehmen.) Den siebten Studientag richteten am 29. Juni 2007 Studierende des Faches Friesisch an der Universität Kiel aus. Es ging in das Freilichtmuseum Molfsee, wo vor allem die nordfriesischen Hausformen besichtigt wurden.

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K. Öffentlichkeits- und Pressearbeit

Mit 92 an bis zu 100 Korrespondenten und Redaktionen verschickten Pressemitteilungen informierte das Institut im Berichtszeitraum über seine Tätigkeit sowie über Vorhaben und Initiativen zur Sprache, Geschichte und Kultur Nordfrieslands.
Außerdem lud das Institut mehrfach zu Pressegesprächen ein. So wurde am 14. Juni 2007 die Aktion "Sprachenfreundliche Gemeinden, Vereine und Betriebe" der Presse vorgestellt, am 18. Dezember 2007 der im Auftrag von Günther Fielmann für das Institut erworbene Nachlass Christian Jensens.

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L. Information und Kontakte

Zahlreiche Persönlichkeiten und Gruppen besuchten im Berichtszeitraum das Institut. Ins Gästebuch trugen sich unter anderem ein: Prof. Dr. Silke Göttsch, Universität Kiel am 31.1.2006, CDU-Bundestagsabgeordneter Ingbert Liebing am 21.4.2006, Bürgermeister Heinz Lorenzen, Wyk auf Föhr, am 25.4.2006, Prof. Dr. Hans Peter Duerr, Heidelberg, am 10.5.2006, der Vorstand der Douwe-Kalma-Stiftung am 25.5.2006, Richard Christiansen, Michigan, am 11.6.2006, Generalkonsul Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen am 13.6.2006, Anke Spoorendonk und Lars Harms, Landtagsabgeordnete des SSW, am 26.6.2006, Mitwirkende des europäischen Projekts "The Aspect of Culture in the Social Inclusion of Ethnic Minorities" am 13.7.2006, der Europapolitische Arbeitskreis der CDU-Landtagsfraktion am 17.8.2006, der Ausschuss für Landesgeschichte des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes am 29.8.2006, der Rotary Club Niebüll am 23.10.2006, der Minderheitenbeauftragte der Bundesregierung Dr. Christoph Bergner am 3.11.2006, das Präsidium der Harro-Harring-Gesellschaft am 18.7.2007, Prof. Dr. Matthias Th. Vogt, Universität Zittau, am 19.10.2007.
Am 26.2.2007 trafen Staatssekretär Heinz Maurus, Dr. Stephan Opitz und Ronald Wiechmann aus der Staatskanzlei in Kiel mit Mitgliedern des Vorstands und der Institutsleitung zu einem intensiven Gedankenaustausch zusammen. Maurus unterstrich dabei die Bedeutung der Institutsarbeit für die friesische Sprache und Kultur im Bundesland Schleswig-Holstein.
Am 5.6.2007 besuchte Husums Bürgermeister Rainer Maaß das Nordfriisk Instituut.
Eine zwölfköpfige Gruppe aus Journalistinnen und Journalisten von Medien europäischer Minderheiten ließ sich im September 2007 über die friesische Arbeit und ihre Perspektiven unterrichten.
Vom 13.-15.9.2007 befand sich der größte Teil der Belegschaft zusammen mit Vorstandsmitgliedern zu einem Informations- und Meinungsaustausch mit der sorbischen Minderheit in Bautzen. Besucht wurden das Sorbische Institut (Serbski institut), der dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR 1 Radio Sachsen) angeschlossene Sorbische Rundfunk (Serbski rozh?ós), die Chefredaktion der im Domowina-Verlag erscheinenden Tageszeitung Serbske Nowiny und die Smoler'sche Verlagsbuchhandlung, die u. a. sorbische Bücher vertreibt. Der Information und Kontaktpflege dienten weiter ein Stadtrundgang sowie abendliche Gespräche mit sorbischen Gästen.
Am 28.9.2007 trafen sich der Vorstand der Söl'ring Foriining und der neue Geschäftsführer Sven Lappoehn zu einem Gedankenaustausch mit Mitgliedern des Vorstands und der Institutsleitung sowie Vertretern von Friesenrat, Friisk Foriining und Nordfriesischem Verein.
Der Beratende Ausschuss für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Bundesministerium tagte am 3.11.2007 im Nordfriisk Instituut. Am 12.11.2007 nahm Thomas Steensen an der turnusmäßigen Tagung im Bundesinnenministerium in Berlin teil.
Auf der Jahresversammlung des Nordfriesischen Vereins am 17.11.2007 in Husum wurde Thomas Steensen erneut in den Beirat gewählt.
Thomas Steensen verfasste für Landesregierung und Landtag mehrfach Stellungnahmen und Denkschriften, insbesondere zum Thema Nordseekooperation und für den Minderheitenbericht.
Fiete Pingel vertrat das Institut in der Steuerungsgruppe des deutsch-dänischen Projekts "Virtuelt museum / Virtuelles Museum" und wurde am 12.2.2007 zu deren Vorsitzendem gewählt. Er nahm zudem teil an mehreren Sitzungen des SHHB-Ausschusses für Landesgeschichte.

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M. Arbeitsgruppen

1. Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e. V. (IGB)
(Vorsitzender: Gerd Kühnast)
Im Berichtszeitraum war die Arbeit im neu gewählten IGB-Vorstand geprägt durch die Fortsetzung begonnener und die Planung neuer Projekte wie z. B. der Fertigstellung eines Buches zum 25-jährigen Bestehen der IG Baupflege Nordfriesland. Es konnte unter dem Titel "Der First ist immer oben" im November 2007 präsentiert werden. Weiter wurden der Fachbuch-Bestand der IGB in die Institutsbibliothek integriert, eine Informationsfahrt zur IG Bauernhaus nach Syke durchgeführt, um Einblick in das dort aufgebaute Bauernhausarchiv zu gewinnen, und eine Homepage im Internet eingerichtet. Der Vorstand trat viermal zusammen. Der Maueranker erschien in vier Ausgaben.
Das Beratungsangebot wird nach wie vor gut angenommen. Es bringt überwiegend gute Ergebnisse. Öffentlich wahrgenommen wird auch die kritische Berichterstattung im Maueranker über die Gefährdung oder den Verlust von Gebäuden oder über die Zerstörung von Ortsbildern.

2. Arbeitsgruppe Geschichte
(Vorsitzender: Sönnich Volquardsen, ab 2007 Dr. Christian M. Sörensen)
Die AG Geschichte lud 2006 zu zwei Veranstaltungen ein. Am 30. Juni im Osterkrug in Husum referierten unter dem Thema "Archivbestände zu Nordfriesland" Kreisarchivarin Almut Ueck über "Die Bestände des Kreisarchivs Nordfriesland" und Diplom-Archivarin Bettina Dioum über "Die Nordfriesland betreffenden Bestände des Landesarchivs Schleswig-Holstein". Es schloss sich eine Führung durch die neuen Räume des Kreisarchivs an. Am 23. September referierte Dr. Lars Amenda von der Hamburger Forschungsstelle für Zeitgeschichte zum Thema "Landgewinnung an der Nordseeküste und Propaganda im Nationalsozialismus"; die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Landeszentrale für Politische Bildung Schleswig-Holstein (Dr. Klaus Kellmann) gehalten. Zudem stellte Fiete Pingel kurz die Bildsammlung des Nordfriisk Instituut vor.
Nach zehnjähriger Amtszeit gab Sönnich Volquardsen Ende 2006 den Vorsitz der AG Geschichte auf. Anlässlich der Verleihung des Hans-Momsen-Preises überreichte Thomas Steensen ihm zum Dank für sein Engagement ein Präsent. Der neue Vorsitzende Dr. Christian M. Sörensen gab bei einer Tagung der AG am 12. Mai 2007 seinen Einstand mit einem Vortrag zum Thema "Die Landvolkbewegung und ihr Anteil am Aufstieg der NSDAP in Nordfriesland bis 1933". Bei derselben Veranstaltung präsentierte Thomas Steensen das Projekt "Landschaften in Deutschland: Eiderstedt" (vgl. E.). Die AG Geschichte lud zudem mit ein zum 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut (vgl. G.).

3. Arbeitsgruppe Genealogie
(Vorsitzender: Jens Uwe Nissen / stellvertr. Vorsitzende: Karna Voigt)
Bei der 1. Nordfriesischen Ehrenamtmesse im Christian-Jensen-Kolleg in Breklum am 12. Februar 2006 präsentierte AG-Vorsitzender Jens Uwe Nissen zusammen mit dem engagierten Genealogen Hermann Hansen, Winnert, Möglichkeiten der Familienforschung mit dem Computer und über das Internet. Am 23. September 2006 und am 12. Mai 2007 führte die AG ihre Genealogische Tauschbörse durch.
Anlässlich eines Informationsbesuches der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Schleswig-Holstein e. V. (AGGSH) im Nordfriisk Instituut am 17. November 2007 konnte die AG Genealogie zu einem Gedankenaustausch zu historischen und genealogischen Projekten 40 Gäste begrüßen. Fiete Pingel referierte kurz über die Tätigkeit des Nordfriisk Instituut und ihre Hintergründe. Dr. Paul-Heinz Pauseback präsentierte Ergebnisse des von ihm eingerichteten und ehrenamtlich betreuten Auswanderer-Archivs Nordfriesland im Nordfriisk Instituut. Jens Uwe Nissen und Dr. Christian M. Sörensen stellten die Arbeit der historischen Instituts-AGs vor.
Fiete Pingel fungierte weiterhin als Sekretär der Arbeitsgruppen 2 und 3.

4. Arbeitsgruppe Sprache und Literatur
(Vorsitzender: Prof. Nils Århammar)
Die Arbeitsgruppe tagte am 7. Juli 2006 in Niebüll zum Thema "Digitalisierung von Kinderbüchern" (dazu Lesung mit PowerPoint). Erk-Uwe Schrahé stellte seine Übersetzung einer Kinderbibel ins Sylterfriesische vor. Am 31. März 2007 wurden in Niebüll innerhalb der AG die friesischen Sprachkurse für Mooringer Frasch und Fering vorgestellt sowie das Thema "Bjarneböke aw kompjuuter seelew mååge" behandelt. Am 14. Dezember 2007 referierte Anke Joldrichsen zum Thema "Nis Puk, der kleine Hausgeist der Nordfriesen" mit anschließender Diskussion.


Die Jahre 2006 und 2007 brachten wichtige Arbeitsfortschritte. Im sprachlichen Bereich ragt die Fertigstellung zweier moderner Sprachkurse heraus, sodass nun auch für Erwachsene angemessenes Unterrichtsmaterial vorliegt. Auf historisch-landeskundlichem Gebiet konnte die Neuausgabe der "Geschichte Nordfrieslands" abgeschlossen werden; nur noch ein Ergänzungsband mit Zeittafel und Register steht aus. Die Veranstaltungsangebote fanden weiterhin sehr erfreuliche Resonanz, namentlich das Nordfriesische Sommer-Institut - in dessen Rahmen nun über 100 Vorträge gehalten wurden - und das Historiker-Treffen. Sorgen bereitet indes weiterhin die noch nicht gesicherte Struktur des Friesischstudiums in den neuen Bachelor- und Master-Strukturen. Hier hoffen wir in nächster Zeit auf eine grundlegende Verbesserung. Ansonsten würde in Kürze auch der Friesischunterricht an den Schulen erheblich beeinträchtigt. Die finanzielle Situation des Instituts konnte weiter stabilisiert werden, allerdings auf der Grundlage eines angesichts der zu erfüllenden Aufgaben viel zu kleinen Personalbestands.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut danken den öffentlichen Geldgebern, der Sydslesvigsk Forening, dem Friesenrat, Sektion Nord, und allen denjenigen, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden das Institut unterstützten, ebenso allen, die sich für seine Belange ehrenamtlich einsetzten, insbesondere den Mitgliedern des Vorstands, des Beirats, des Kuratoriums und den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen.
En hartliken tunk tu Jam åltumååle!

Bredstedt, im Februar 2008
Im Namen und mit Hilfe aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Thomas Steensen

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Arbeitsbericht 2006/07