Das Nordfriisk Instituut
wird aus Gründen der Arbeitsökonomie künftig alle zwei Jahre einen ausführlichen Tätigkeitsbericht vorlegen.
A. Personal
Am 31.12.2009 waren folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Institut
beschäftigt:
– Institutsdirektor: Prof. Dr. Thomas Steensen,
– Institutslektorin, Bundesprojekt „Friesischer Sprachkurs für Fortgeschrittene“: Antje Arfsten, M. A. (31 Stunden),
– Institutslektor, friesische Sprache und Literatur, Bundesprojekt „Friesischer Sprachkurs für Fortgeschrittene“: Ingo Laabs, M. A. (24 Stunden),
– Institutslektor, Orts- und Regionalgeschichte, Bibliothek und Dokumentation, Zeitschrift Nordfriesland: Fiete Pingel, M. A. (23 Stunden),
– Geschäftsführerin: Marlene Kunz,
– Kaufm. Angestellte: Ose Boysen-Repenning (25 Stunden),
– Kaufm. Angestellte: Anke Hoetter (30 Stunden),
– Kaufm. Angestellte, Ansprechpartnerin für den Buchhandel: Gondrun Verch (20 Stunden),
– Bibliotheksmitarbeiterin: Anne Paulsen-Schwarz (20 Stunden),
– Hauspflegerin und Bürogehilfin: Angela Sachau (19 Stunden),
– Projekt „Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins“: Dipl.-Soziologe Harry Kunz und
Anke Hoetter (Schreibkraft),
– Bundesprojekt „Online Sprachkurs“: Antje Arfsten, M. A. und Wendy Vanselow, M. A.,
– Bundesprojekt „Bildarchiv Nordfriesland“: Fiete Pingel, M. A., Anne Paulsen-Schwarz (20 Stunden) und Sven Gerlach (8 Stunden),
– Projekt: „Auswanderer-Archiv Nordfriesland“: Dr. Paul-Heinz Pauseback (ehrenamtlich),
Praktika:
– Andrea Wolff im Sekretariat (7.1. bis 31.3.2008, gemeinnütziger Zusatzjob),
– Marc Ehrenberg im Sekretariat (24.11.2008 bis 19.3.2009, gemeinnütziger Zusatzjob),
– Verena Schwarz im Sekretariat (14.5.2009 bis 31.12.2009, gemeinnütziger Zusatzjob),
– Heike Konetzni (ab Oktober 2009 stundenweise ehrenamtlich, Korrekturlesen),
– Jessica Pauls (im Sommer 2008, Recherchen zu Friedrich Paulsen),
– Charlotte Speth (21.7. bis 31.8., im Rahmen des Studiums, v. a. Register Geschichte Nordfrieslands).
Mit dem Auslaufen ihres Zeitvertrages schied Adeline Petersen zum 30.6.2008 aus dem Institut aus. Rita Carlsen beendete ihr Arbeitsverhältnis zum 30.4.2008, Christina Tadsen nach Beendigung ihres Sonderurlaubs zur Anfertigung ihrer Dissertation zum 30.6.2008. Albert Schmid schied am 31.12.2008 als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bibliothek aus. Ingo Laabs trat am 1.1.2008 in das Institut ein und beendete sein Arbeitsverhältnis zum 30.9.2009. Ose Boysen-Repenning wurde am 1.4.2008 Nachfolgerin von Rita Carlsen. Wendy Vanselow begann ihre Arbeit am 1.11.2009.
>> Nach
Oben <<
B. Verein und Geschäftsführung
Der Vorstand des Vereins Nordfriesisches Institut e. V. setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Thede Boysen, Flensburg,
stellv. Vorsitzender: Peter Nissen, Hamburg,
Schriftführer: Arfst Hinrichsen, Hattstedt,
Schatzmeister: Heinrich Bahnsen, Riddorf (bis April 2008), Ernst-August Petersen, Husum (seit April 2008)
Beisitzerin: Eike Nommensen-Hingst, Hattstedt,
Beisitzerin: Jule Homberg, Niebüll,
Beisitzerin, Friisk Foriining: Ilse Johanna Christiansen, Bredstedt,
Beisitzer, Nordfriesischer Verein: Max Petersen, Niebüll,
Beisitzer, Heimatbund Landschaft Eiderstedt: Hauke Koopmann, Oldenswort.
Beirat
Beiratssprecherin: Inken Völpel-Krohn, Kiel,
stellv. Beiratssprecherin: Sabrina Koetsier, Weener (bis April 2008), Christel Petersen, Südergotteskoog (ab November 2008).
Kuratorium Das Kuratorium berät das Nordfriisk Instituut in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Es setzt sich aus namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft und öffentlichem Leben zusammen. Im Berichtszeitraum kam es zu folgenden Veränderungen: Im Jahr 2008 wurde Prof. Dr. Volkert Faltings für das Kuratorium vorgeschlagen und berufen. Er ist seit Oktober 2008 Honorarprofessor für Friesisch mit Schwerpunkt Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Flensburg und Vorsitzender der Ferring Stiftung in Alkersum auf Föhr. 2009 nahmen Prof. Dr. Oliver Auge, seit 1. März 2009 Inhaber der Professur für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, und Dr. Lars N. Henningsen, Leiter der Studienabteilung und des Archivs an der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig in Flensburg (Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig), ihre Berufung ins Kuratorium an. Dr. Rolf Bärenfänger, der seit dem 1. Mai 2008 neuer Direktor der Ostfriesischen Landschaft in Aurich ist, und der Landrat des Kreises Nordfriesland Dieter Harrsen gehören nunmehr Kraft ihres Amtes dem Kuratorium an. Dr. Martin Tielke, 2008 als Leiter der wissenschaftlichen Regionalbibliothek der Ostfriesischen Landschaft in den Ruhestand verabschiedet, schied mit dem Eintritt Dr. Rolf Bärenfängers aus dem Kuratorium aus. Es setzt sich folgendermaßen zusammen:
Prof. Dr. Dieter Lohmeier (Kuratoriumssprecher), ehemaliger Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Kiel,
Prof. Dr. Oliver Auge, Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
Dr. Rolf Bärenfänger, Direktor der Ostfriesischen Landschaft, Aurich,
Prof. Dr. Henrik Becker-Christensen, Generalkonsul des Königreiches Dänemark, Flensburg,
Prof. Dr. Helga Bleckwenn, emeritierte Professorin, Seminar für deutsche Sprache und Literatur, Universität Flensburg,
Prof. Dr. Volkert F. Faltings, Honorarprofessor für Friesisch an der Universität Flensburg und Vorsitzender der Ferring Stiftung, Aalkersem/Feer-Alkersum/Föhr, NF,
Prof. Dr. Ludwig Fischer, emeritierter Professor, Literaturwissenschaftliches Seminar, Universität Hamburg,
Dieter Harrsen, Landrat des Kreises Nordfriesland,
Dr. Lars N. Henningsen, Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, Flensburg,
Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Nordfriesische Wörterbuchstelle der Universität Kiel,
Prof. Dr. Manfred Jakubowski-Tiessen, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Universität Göttingen,
Johanna Jürgensen, Kulturamt des Kreises, Stiftung Nordfriesland, Hüsem/Husum, NF,
Dr. Jørgen Kühl, Rektor fællesskole med gymnasieoverbygning, Schleswig,
Prof. Dr. Dr. h. c. Els Oksaar, emeritierte Professorin für allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik, Universität Hamburg,
Dr. Alexander Riemersma, Provincie Fryslân, Informatie Centrum, Ljouwert/Leeuwarden,
Prof. Dr. Reinier Salverda, wissenschaftlicher Direktor der Fryske Akademy, Ljouwert/Leeuwarden,
Prof. Dr. Dietrich Scholze, Direktor des Sorbischen Instituts, Budyšin/Bautzen,
Caroline Schwarz, Beauftragte des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein für Minderheiten und Kultur, Kiel.
Mitglieder
| Mitgliederbewegung: |
2008 |
2009 |
| Gestorben |
11 |
8 |
| Austritte |
18 |
13 |
| Streichungen |
3 |
8 |
| Neue Mitglieder |
34 |
31 |
| Einstiegsmitgliedschaften |
4 |
2 |
| Mitgliederstatistik: |
2008 |
2009 |
| Einzelmitglieder |
552 |
546 |
| Ehepaare 87x2 bzw. 91x2 |
174 |
182 |
| Mitglieder mit ermäßigtem Beitrag |
88 |
89 |
| juristische Personen |
60 |
59 |
| Ehrenmitglieder |
7 |
11 |
| Einstiegsmitgliedschaften |
4 |
2 |
| Gesamtzahl der Mitglieder am 31.12. |
885 |
889 |
Die Mitgliederversammlung 2008 fand am 26.4. in Bredstedt statt. Prof. Dr. Ludwig Fischer hielt einen Vortrag zum Thema "Ästhetik und Weltnaturerbe - zu den Kriterien für die Nominierung des Wattenmeeres". Am 9.5.2009 kam die Mitgliederversammlung in Niebüll zusammen. Den Vortrag hielt Prof. Dr. Jürgen Newig über "Neue Überlegungen zur Rungholt-Forschung". Von der Versammlung wurden vier Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt: Nils Århammar, Gerd Kühnast, Albert Panten und Adeline Petersen.
Am Sommerausflug 2008 zur Hallig Langeneß nahmen über 70 Mitglieder und Gäste teil. Nach der Überfahrt ab Schlüttsiel und der Begrüßung auf Langeneß durch Bürgermeister Hans-Friedrich Nissen ging es mit dem "Hallig-Express" zum Kapitän-Tadsen-Museum auf der Ketelswarf und weiter zur Kirchwarf, wo es jeweils sachkundige Führungen gab. Nach einem reichhaltigen Mittagsbüffet im Gasthof auf der Warf Hilligenley stellten Prof. Dr. Arno Bammé aus Klagenfurt und Prof. Dr. Thomas Steensen vom Nordfriisk Instituut das in der Instituts-Reihe "Nordfriesland im Roman" erschienene Buch "Godber Godbersen" von Elfriede Rotermund vor, das zum großen Teil auf Nordmarsch-Langeneß spielt.
Der Sommerausflug 2009 fand im Rahmen der "Sturmfluttage" statt und führte auf die Halbinsel Nordstrand. Zunächst berichtete Holger Kröhn ausführlich über die moderne Wasserwirtschaft und führte anschließend durch das Holmer Siel. Carl-Friedrich Thormälen begleitete die Bustour und gab Erläuterungen über die Halbinsel und ihre Köge. Die Teilnehmer besichtigten die Kirchen St. Vinzenz in Odenbüll und die Alt-Katholische Kirche St. Theresia und kehrten abschließend im "Pharisäerhof" ein.
Das Kuratorium des Nordfriisk Instituut tagte am 22.2.2008 gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins. Der Beirat hielt in den beiden Berichtsjahren jeweils zwei Sitzungen ab. Der Gesamtvorstand traf sich 2008 fünfmal und 2009 viermal.
Am 5. 12. 2008 beging der Verein Nordfriesisches Institut mit einer Feierstunde im Bredstedter Bürgerhaus sein 60-jähriges Jubiläum. Auf der Veranstaltung wurden auch die Ehrenmitglieder Dr. Johannes Jensen, Brar C. Roeloffs und Jakob Tholund geehrt, die im Laufe des Jahres 2008 ihren 80. Geburtstag feiern durften (siehe auch I.1.).
Finanzen
Das Haushaltsjahr 2008 schloss mit Einnahmen in Höhe von 672.954,37 Euro und Ausgaben von 669.567,47 Euro ab. Es ergab sich ein geringer Überschuss in Höhe von 3.386,90 Euro. Dank sparsamer Haushaltsführung konnten die Ausgaben unter dem geplanten Ansatz gehalten werden. Trotz leichtem Anstieg der Löhne konnten die Gesamtausgaben durch geringere Ausgaben u. a. für Reisen- und Fortbildung sowie bei der Buchherstellung und vor allem, weil die Rückstellungen im Jahr 2009 nicht aufgelöst werden konnten, unter dem budgetierten Ansatz gehalten werden. Die institutionellen Zuschüsse des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Nordfriesland wurden erhöht (Land: 2008 um 2.000 Euro, 2009 um weitere 6.500 Euro; Kreis: 2009 um 2.700 Euro), die Spendeneinnahmen und die eingeworbenen Druckkostenzuschüsse lagen 2008 über der Haushaltsplanung. Der Buchverkauf verlief 2008 sehr gut, was vor allem auf die Veröffentlichung der Lebenserinnerungen von Friedrich Paulsen und den Jarling 2009 zurückzuführen ist. Diese Einnahmen sind allerdings, genauso wie die Projekteinnahmen, nicht verlässlich planbar. Die Höhe der institutionellen Zuschüsse begrenzt die Ausgaben, die für festes Personal ausgegeben werden können, wenn der Haushalt des Instituts nachhaltig in der Balance gehalten werden soll. Der Anteil der Personalkosten, der aus Projekten finanziert wird, betrug 2008 über 35 % am Gesamthaushalt. Die Projekte haben zumeist eine Laufzeit von ein bis zwei Jahren, so dass mit den am Projekt beteiligten Mitarbeitern immer nur kurzfristige Verträge abgeschlossen werden können.
Nach Abschluss des Interreg-Projekts "Grænselandsportal/Grenzlandportal - Grenzüberschreitendes Bürgerinformationssystem" und durch die Verringerung der Stundenzahl für das Projekt "Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte" ist eine halbe Stelle im wissenschaftlichen Bereich gegenüber dem Berichtszeitraum 2006/2007 weggefallen. Somit sind am Institut zum 31.12.2009 vier Stellen mit wissenschaftlichen Mitarbeitern besetzt, davon 1,5 Stellen befristet im Rahmen von Projekten.
Für notwendige Instandhaltungsarbeiten innerhalb des Institutsgebäudes wurde 2008 eine Rücklage in Höhe von 6.000 Euro gebildet, für die Inventarunterhaltung beträgt die Rücklage 12.000 Euro. Mit der Sanierung der Institutsräume wurde 2009 begonnen. 2010 müssen insbesondere neue Büromöbel angeschafft werden, ebenso die seit Langem dringend erwünschte neue Software für die Fakturierung, die Bestandsverwaltung im Bereich Verlag und Buchhandel und für die Vereinsverwaltung. Hierfür war 2007 ein Betrag von 25.000 Euro in die Rücklage eingestellt worden.
Für das Haushaltsjahr 2009 werden die endgültigen Zahlen zur Mitgliederversammlung am 24.4.2010 vorliegen, es zeichnet sich aber auch für 2009 ein positives Ergebnis ab. Die Haushaltsjahre 2008 und 2009 verliefen somit ohne größere Schwierigkeiten.
Der Tams-Jörgensen-Fonds belief sich Ende 2008 auf 18.878,42 Euro, im Laufe des Jahres 2009 gingen weitere Spenden in Höhe von 2.322,10 Euro ein. Im Berichtszeitraum konnten zwei Vorhaben dank der Fondserträge verwirklicht werden: Für die westfriesische Ausgabe der Veröffentlichung "De Fryslannen" wurde ein Druckkostenzuschuss in Höhe von 600 Euro bewilligt, und an die beiden Preisträger des Wettbewerbs der AG Sprache und Literatur wurden 250 Euro ausbezahlt (siehe auch M.4). Zum 31.12.2009 belief sich das Guthaben des Tams-Jörgensen-Fonds auf 21.224,18 Euro.
Es war geplant, das Grundstück bei Kating, das zum Nachlass von Margareta Erichsen an das Institut gehört, zu verkaufen und den Verkaufserlös zusammen mit dem Sparguthaben durch Grænseforeningen verwalten zu lassen. Vom Verkauf des Grundstücks wurde aufgrund der ungünstigen Landpreise in Eiderstedt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt abgesehen.
Gebäude und Inventar
Die Außenfassade, die Eingangstür und die
Holzfenster des Institutsgebäudes wurden im
Auftrag der Stadt Bredstedt, die Eigentümerin
des Hauses ist, 2009 instand gesetzt und mit
einem neuen Anstrich versehen. Diese Maßnahmen
konnte die Stadt unter Einbeziehung von
EU-Mitteln aus dem Zukunftsprogramm für den
ländlichen Raum (ELER) finanzieren.
Im Jahr 2009 – immerhin 20 Jahre nach dem
Einzug – wurde auch damit begonnen, die Innenräume
des Instituts zu renovieren. Der Vortragsraum
im Dachgeschoss (sool), das Sitzungszimmer
(piisel), das Treppenhaus und einige
Flure erhielten einen neuen Anstrich, ebenso die
Holzfensterbänke und Fußleisten. Die Instandhaltungsarbeiten
werden 2010 fortgesetzt.
Der im Jahr 2001 angeschaffte Server für das
hausinterne Computernetzwerk und der Streamer
für die Datensicherung mussten Anfang
2009 durch neue Geräte ersetzt werden. Die Investition
wurde zur Hälfte aus Projektmitteln des
Landes Schleswig-Holstein gefördert.
Für die Erstellung der Sprachkurshefte konnte
im Rahmen der Bundesprojekte eine aktuelle
DTP-Software angeschafft werden, mit der Layout
und Umbruch von Institutsveröffentlichungen
durchgeführt werden.
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C. Verlag
1. Periodische Schriften Nordfriesland
Redaktion: Peter Nissen, Fiete Pingel und
Prof. Dr. Thomas Steensen. Die Druckdateien
erstellte Fiete Pingel. Die Nummern 161, 162,
163 und 164 erschienen im März, Juni, September
und Dezember 2008. Der Nummer 161 war
der Arbeitsbericht 2006/07, der Nummer 162
das Protokoll der Mitgliederversammlung 2008
beigeheftet und der Nummer 163 das Faltblatt
zum „Friedrich-Paulsen-Jahr“ beigefügt. Die
Nummern 165, 166,167 und 168 erschienen im
März, Juni, September und Dezember 2009. Der
Nummer 166 war das Protokoll der Mitgliederversammlung
2009 beigeheftet, der Nummer
167 wurde das Programm der „2. Tage der nordfriesischen
Geschichte“ beigefügt.
Nordfriesisches Jahrbuch
Schriftleitung: Hans
Carstensen, Ingo Laabs,
Albert Panten, Fiete Pingel
und Prof. Dr. Thomas
Steensen. – Das Nordfriesische
Jahrbuch 2009,
Band 44, umfasst 140
Seiten und erschien Ende
November. Das Lektorat
lag bei Ingo Laabs
in Zusammenarbeit mit
Thomas Steensen, für
den Rezensionsteil bei
Fiete Pingel. Das Nordfriesische
Jahrbuch 2010, Band 45,
umfasst 160 Seiten und
erschien Anfang Dezember.
Das Lektorat lag bei
Ingo Laabs, Fiete Pingel
und Thomas Steensen.
– Das Jahrbuch wird
wie in den Vorjahren auf
Anforderung an jedes
Mitglied abgegeben.
Jarling
Herausgegeben von
Ulf Dahl (bis 2008),
Dr. Karin Haug, Rainer
Kühnast, Marlene
Kunz und Gondrun
Verch (ab 2009).
Übersetzungen von
Antje Arfsten, Ingo
Laabs und Peter Nissen.
Gestaltung: Rainer
Kühnast.
Der nordfriesische
Fotokalender Jarling
2009 enthält 13 Fotos
des Biologen und Fotografen
Martin Stock.
Der Jarling 2010 wurde
mit 13 Schwarz-
Weiß-Fotos von
Wilhelm Ellermann
gestaltet, der fast fünf
Jahrzehnte das Inselleben
auf Föhr für den
Insel-Boten im Bild
festhielt. Die Bildunterschriften und das Kalendarium
sind wieder in verschiedenen friesischen
Dialekten und in Niederdeutsch abgefasst.
Newsletter
En koon friisk. Der Newsletter des Nordfriisk Instituut zur friesischen Sprache, Geschichte und Kultur.
25. Ausgabe (April 2008), Themen: Friesische
Verb-Bildung. Kanon der nordfriesischen Kultur.
Redaktion: Antje Arfsten und Harry Kunz.
26. Ausgabe (Juli 2008), Themen: Nordfriesische
Tischsitten. Vortragsprogramm zum
18. Nordfriesischen Sommer-Institut. Redaktion:
Antje Arfsten.
27. Ausgabe (September 2008), Themen: Nordfriesisch
in der Literatur. Kurzgeschichtenwettbewerb
„Ferteel iinjsen!“ 2008. Redaktion:
Ingo Laabs.
28. Ausgabe (November 2008), Themen: Abschlussveranstaltung
„Ferteel iinjsen!“ 2008.
Redaktion: Antje Arfsten und Ingo Laabs.
29. Ausgabe (Dezember 2008), Themen: Haiku
und Limericks auf Friesisch. Redaktion: Antje
Arfsten und Ingo Laabs.
30. Ausgabe (April 2009), Themen: Tams-Jörgensen-
Preisaufgabe. Ostern. Redaktion: Antje
Arfsten und Ingo Laabs.
31. Ausgabe (Juni 2009), Themen: Erinnerung
an den friesischen Schriftsteller Peter Jensen.
Vortragsprogramm zum 19. Nordfriesischen
Sommer-Institut. Redaktion: Antje Arfsten und
Ingo Laabs.
32. Ausgabe (November 2009), Themen: Das
schönste Wort auf Nordfriesisch. Farbspiele auf
Friesisch. Redaktion: Antje Arfsten und Wendy
Vanselow.
33. Ausgabe (Dezember 2009), Themen: Liebesgedicht
auf Friesisch. Redaktion: Antje Arfsten
und Wendy Vanselow.
2. Reihen
Nordfriesische Lebensläufe
Hrsg.: Thomas Steensen
– Nr. 8: Uwe Steffen: Der erfolgreichste Walfänger
der Nordfriesen. Matthias der Glückliche
und seine Zeit. Anhang: Der Wal – ein intelligentes,
friedliches, soziales Wesen. Durchgesehene
und um einen Anhang erweiterte Neuauflage,
Bräist/Bredstedt 2009. 127 Seiten.
Nordfriesland im Roman
Hrsg.: Arno Bammé und Thomas Steensen
Band 2:
Elfriede Rotermund: Godber Godbersen. Ein
Halligroman, Husum Verlag, Husum 2008. 300
Seiten (Erstausgabe 1928).
Band 3:
Albert Johannsen: Nach der Flut, Husum Verlag,
Husum 2009. 224 Seiten (Erstausgabe 1905).
Studien und Materialien
Nummer 34:
Birthe Köster: Der Minderheitenschutz nach
der schleswig-holsteinischen Landesverfassung,
Bräist/Bredstedt 2009. 204 Seiten.
NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut
Nr. 7:
Jürgen Pinnow (Hrsg.): Nü lachi jens! Nun
lacht mal! Witze und Anekdoten (Döntjis) von
Sylt, Amrum und Föhr, Bräist/Bredstedt 2009.
64 Seiten.
3. Einzelveröffentlichungen (nach Institutsnummer sortiert)
– Harry Kunz: Wegweiser zu den Quellen der
Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins.
Abschnitt VII: Kreis Segeberg, Bräist/Bredstedt
2009. 263 Seiten. Nr. 146f.
– Thomas Steensen: Im Zeichen einer neuen
Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918. Geschichte
Nordfrieslands, Teil 4. Verbesserte Neuauflage.
Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit
mit der Stiftung Nordfriesland,
Bräist/Bredstedt 2009. 224 Seiten. Nr. 184.
– Thomas Steensen: Geschichte Nordfrieslands
von 1918 bis in die Gegenwart. Geschichte
Nordfrieslands, Teil 5. Durchgesehene und
aktualisierte Neuauflage. Herausgegeben vom
Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Nordfriesland, Bräist/Bredstedt 2008.
224 Seiten. Nr. 190.
– Antje Arfsten und Christina Tadsen: Friesischer
Sprachkurs Fering.
Zeichnungen von
Ada Bieber und Björn
Ketelsen. Mit Audio-
CD. 2. Auflage, Bräist/
Bredstedt 2009. IX und
190 Seiten. Nr. 193.
– Antje Arfsten und
Adeline Petersen
(Hrsg.): Ferteel iinjsen!
Feerientid. Besäk.
Faan Söl, Feer,
Oomram an deät Lun
üt e Wiringhiird än e
Böökinghiird, Bräist/
Bredstedt 2008. 81
Seiten. Nr. 196.
– Bert Kelm: Rømø
– von der Nordsee geprägt.
Geschichte einer
Insel und ihrer Bewohner,
Bräist/Bredstedt
2008. 287 Seiten. Nr.
197.
– Friesischer Handel
im Friesischen Meer.
Beiträge vom 6. Historiker-
Treffen des
Nordfriisk Instituut.
Herausgegeben von
Fiete Pingel und Thomas
Steensen, Bräist/Bredstedt 2008. 111 Seiten.
Nr. 199.
– Friedrich Paulsen: Aus meinem Leben.
Vollständige Ausgabe. Herausgegeben von
Dieter Lohmeier und Thomas Steensen, Bräist/
Bredstedt 2008. 540 Seiten. Nr. 200.
– Hans Momsen – Die Quellenschriften. Leben
und Wirken des Landmannes, Mechanikers und
Mathematikers aus Fahretoft. Herausgegeben
von Reimer Kay Holander, Bräist/Bredstedt
2008. 107 Seiten. Nr. 201.
– Antje Arfsten und Ingo Laabs: Friesischer
Sprachkurs, Mooringer Frasch II. Zeichnun-
VII
Nordfriisk Instituut – Arbeitsbericht 2008/2009
gen von Ada Bieber.
Mit Audio-CD, Bräist/
Bredstedt 2008. VII und
237 Seiten. Nr. 202.
– Lees frasch, freesk,
fering, halunder, öömrang,
sölring. Takste
for di 8. friiske forleeseweedstrid
2009,
Bräist/Bredstedt 2009.
46 Seiten. Nr. 204.
– Harry Kunz: Erinnerungsorte
in Nordfriesland,
Bräist/Bredstedt
2009. 200 Seiten. Nr. 205.
– Antje Arfsten und Ingo Laabs: Friesischer
Sprachkurs Fering II.
Zeichnungen von
Ada Bieber und Ingo
Laabs. Mit Audio-CD.
Bräist/Bredstedt 2009.
VIII und 215 Seiten.
Nr. 206.
– Fiete Pingel und
Thomas Steensen:
Geschichte Nordfrieslands.
Zeittafel,
Literaturverzeichnis,
Register. Geschichte
Nordfrieslands, Teil 6.
Herausgegeben vom Nordfriisk Instituut in Zusammenarbeit
mit der Stiftung Nordfriesland,
Bräist/Bredstedt 2009. 112 Seiten. Nr. 207.
– Schuber zur Geschichte Nordfrieslands (Gesamtausgabe
aller 6 Bände).
– Faltblatt „Friedrich-Paulsen-Jahr 2008. Eine
Initiative des Nordfriisk Instituut“. Texte:
Klaus Kellmann und Thomas Steensen, Bräist/
Bredstedt 2008.
– Thomas Steensen: Friesen – Friesisch – Nordfriisk
Instituut. Informationsprospekt, Bräist/
Bredstedt 2009.
>> Nach Oben <<
D. Bibliothek
Im Berichtszeitraum wurden rund 600 Einzelveröffentlichungen
und Ausgaben von rund
200 Fortsetzungen eingestellt. Ankäufe mussten
angesichts der knappen Bibliotheksmittel, aber
auch wegen der Platzprobleme weitgehend unterbleiben.
Weiterhin werden Neuerscheinungen
so kostengünstig wie möglich beschafft, und zwar
im Schriftentausch, als Rezensionsstücke oder
als erbetene Freiexemplare. Ein kleiner Beitrag
für Anschaffungen wurde bis Ende 2008 erzielt
durch den Verkauf von Dubletten über das Zentrale
Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) im
Internet, betreut von Anne Paulsen-Schwarz. Da
die steigenden Gebühren sodann aber dauerhaft
höher lagen als der Ertrag, wurde das Angebot
eingestellt. Falls es nicht möglich ist, die überzähligen
Werke an Interessierte weiterzugeben,
müssen sie letztlich entsorgt werden.
Wiederum erhielt die Bibliothek des Nordfriisk
Instituut zahlreiche Bücher und Schriften als
Geschenk, und zwar im Einzelnen von Wilhelm
Borstelmann, Prof. Dr. Jozef Borzyskowski, Nils
Dahl, Reimer Kay Holander, Kerst Huisman,
Reinhard Jannen, Dr. Klaus Kellmann, Gerd
Kühnast, Peter Nissen, Anne Paulsen-Schwarz,
Adeline Petersen, Fiete Pingel, Walter Raabe,
Hilde Rieper, Dr. Johann Runge, Prof. Dr. Dietrich
Scholze, Prof. Dr. Makoto Shimizu, Bruno
Spießwinkel, Prof. Dr. Thomas Steensen, Werner
Stiebeling und Sönnich Volquardsen. Der Husumer
Apotheker und Geschichtsforscher Dr. Günther
Klatt überließ dem Institut zahlreiche Bücher
und Zeitschriftenbände aus seiner Sammlung.
Die Bibliothek erhielt zudem ein umfangreiches
Konvolut an Schriften vor allem zu Bad Sankt Peter-
Ording und Eiderstedt aus dem Nachlass des
langjährigen Mitglieds des Institutsvereins Heinz-
Erwin Jungjohann. Durch spezielle Zuschüsse
ermöglichte der Optikunternehmer Günther
Fielmann dankenswerterweise die Anschaffung
verschiedener, sonst für die Bibliothek unerschwinglicher
Werke, insbesondere der Bände der
Ferdinand-Tönnies-Gesamtausgabe.
Allen Gebern und allen, die Anforderungen aus
dem Institut positiv beantworteten, gilt ein herzlicher Dank.
2. Archiv und Bildsammlung
Günther Fielmann finanzierte auch zwei wertvolle
Erwerbungen für das Archiv. Im Juli 2008
nahm das Institut in Anwesenheit von Helge
Schlemeier, Leiter der Husumer Fielmann-Filiale,
das Manuskript der Lebenserinnerungen
des Langenhorner Philosophen und Pädagogen
Friedrich Paulsen und andere Materialien aus
seinem Nachlass „offiziell“ in Besitz, im Dezember
2009 folgten insbesondere Aufzeichnungen
von den Halligen Oland und Langeneß.
Die Nachkommen Friedrich Paulsens hatten die
wertvollen Dokumente vor einiger Zeit an Thomas
Steensen übergeben. Ein besonderer Dank
gilt in diesem Zusammenhang dem Firmen-Beauftragten
Jürgen Ostwald, der den Kontakt zwischen
dem Sponsor und dem Institut herstellte.
Die Bildsammlung wurde – etwa im Zusammenhang
mit der Beschaffung von Illustrationen
für anstehende Veröffentlichungen – auch im
Berichtszeitraum erweitert. Für die Bearbeitung
zuständig waren Sven Gerlach für die Technik
und Fiete Pingel für die inhaltliche Gestaltung.
Im Zuge des Bundesprojekts „Nordfriesland im
Bild“ wurde eine Systematik für die Ordnung
der Sammlung entwickelt, die sich im Wesentlichen
an der Einteilung der Bibliothek orientiert.
Bis Ende des Jahres wurden über 10 000
Bilddateien hier eingeordnet, die nun über die
System-Ordner und über die digitale Suchfunktion
auffindbar sind. Damit ist eine Grundlage
für die Vertiefung der Erschließung über eine
Datenbanksoftware und für gezielte Sammlung
weiteren Bildmaterials gelegt.
Im Auftrag von Thede Boysen wurde im Juni
2009 insbesondere eine Bilddokumentation zur
Geschichte der Interfriesischen Bauerntreffen
erstellt, und zwar als Information für eine Zusammenkunft
zur Vorbereitung des 50. Bauerntreffens.
Fortgeführt wurde auch im Berichtszeitraum die
Zeitungsausschnittsammlung, betreut von Albert
Schmid (bis Ende 2008) und von Anne Paulsen-
Schwarz. Für die Sammlung ausgewertet wurden
weiterhin vor allem Husumer Nachrichten,
Nordfriesland Tageblatt, Sylter Rundschau, Der
Insel-Bote, Flensborg Avis, Nordschleswiger,
Ostfriesen-Zeitung sowie in Nordfriesland erscheinende
Anzeigenblätter, und zwar weiterhin
vor allem von Harry Kunz, Fiete Pingel und
Thomas Steensen. Die technische Bearbeitung
besorgten neben Angela Sachau die Praktikantinnen
und Zusatzkräfte Verena Schwarz und
Andrea Wolff. Für seine mehrjährige ehrenamtliche
Mitarbeit sei Albert Schmid herzlich
gedankt!
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E. Landeskunde
Friedrich Paulsen
Die Beschäftigung mit dem friesischen Philosophen
und Pädagogen Friedrich Paulsen war
vor allem im Jahr 2008 ein Schwerpunkt in
der landeskundlichen und historischen Arbeit
des Instituts, namentlich von Thomas Steensen.
Er bereitete ein „Friedrich-Paulsen-Jahr“ vor
(s. I.1.) und gab gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter
Lohmeier erstmals die vollständigen Lebenserinnerungen
Paulsens heraus (s. C.3.). Im Jahre
2009 begann die Arbeit an einem Sammelband,
in dem Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete
Paulsens Weg, Werk und Wirkung darstellen.
Außerdem verfasste Thomas Steensen
ein Porträt Paulsens für das Buch „Geisteswissenschaftler
an der Berliner Universität“, das
2010 zum 200-jährigen Universitätsjubiläum im
Auftrag der Historischen Kommission zu Berlin
von Prof. Dr. Hans-Christof Kraus, Universität
Passau, herausgegeben wird.
Landschaften in Deutschland: Eiderstedt
Das Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig
und das Nordfriisk Instituut arbeiten gemeinsam
an einer umfassenden landeskundlichen Bestandsaufnahme
der Halbinsel Eiderstedt. Diese
wird als erste Region in Nordwestdeutschland
einen Band in der traditionsreichen und renommierten
Reihe des Leipziger Instituts „Landschaften
in Deutschland“ erhalten. Das Projekt
geht auf eine Initiative des verstorbenen Geografie-
Professors an der Universität Flensburg
Manfred J. Müller zurück. Die wissenschaftliche
Leitung wurde Thomas Steensen übertragen, koordiniert
wird die Arbeit von Dr. Haik Thomas
Porada vom Leibniz-Institut. Insgesamt sind
etwa 20 Wissenschaftler von verschiedenen Universitäten
und weiteren Einrichtungen beteiligt.
Unverzichtbar ist die Mitarbeit zahlreicher Ortschronisten
und des Heimatbundes Landschaft
Eiderstedt. Die als Natur- und Kulturlandschaft
besonders markante Region wird unter verschiedenen
Blickwinkeln untersucht: Archäologie
und Geschichte, Sprache und Literatur,
Wasserwirtschaft und Architektur, Ökonomie
und Ökologie, Klima und Kultur. In annähernd
100 „Suchpunkten“ werden einzelne Orte und
Stätten dargestellt. Im Berichtszeitraum konnten
die Beiträge mit einer Ausnahme eingeworben
werden. Bei der ersten Durchsicht konnte Thomas
Steensen auf die Sachkunde Albert Pantens
bauen. Die weitere Bearbeitung verzögerte sich
jedoch aufgrund Überlastung und zeitweiliger
Erkrankung des Bearbeiters in Leipzig. Die Ergebnisse
werden voraussichtlich 2011 in einem
etwa 450-seitigen Buch im Böhlau-Verlag, Köln/
Weimar/Wien, erscheinen.
Kanon der nordfriesischen Kultur
In der ersten Phase des aus Bundesmitteln geförderten
Projektes „Kanon der nordfriesischen
Kultur“ wurden im Jahr 2008 in einer breiten
Diskussion in den friesischen Vereinen und in
der interessierten Öffentlichkeit Ideen dazu gesammelt,
was den Inbegriff der nordfriesischen
Kultur darstellt. Eine gezielte Umfrage bei den
Jahresversammlungen der Friisk Foriining, des
Nordfriesischen Vereins und des Institutsvereins
führte Harry Kunz durch. Die friesische Sprache,
die Sprachenvielfalt und die Vielfalt der Hausformen
in Nordfriesland wurden dabei ebenso
genannt wie die Begriffe „Deich“, „Hallig“ und
„Wattenmeer“ oder „Freiheitsliebe“, „Trachten“
und „Walfang“ sowie Personen. In teils ausführlichen
Stellungnahmen schrieben 30 Nordfriesinnen
und Nordfriesen ihre Vorstellungen von dem
nieder, was in einen Kanon der nordfriesischen
Kultur hineingehöre. Auf diesen Grundlagen, ergänzt
durch die Auswertung von Standardwerken
zur nordfriesischen Landeskunde, wurde ein Katalog
möglicher Themen erarbeitet. Die Ordnung
des Bildarchivs in dem Projekt „Nordfriesland im
Bild“ (s. D.) diente vor allem auch der Sichtung
des Abbildungsmaterials im Hinblick auf die Illustrierung
der Kanon-Themen. Zum Projektumfang
gehörte auch die Zeittafel zur Geschichte Nord-
frieslands (s. G.). Auf den 2008/09 geschaffenen
Grundlagen soll in der zweiten Projektphase 2010
der „Kanon“ erarbeitet werden. Für das Projekt
zuständig war Fiete Pingel in Abstimmung mit
Thomas Steensen.
Reihe „Nordfriesland im Roman“
In dieser Reihe, herausgegeben von Prof. Dr.
Arno Bammé, Universität Klagenfurt, und Thomas
Steensen, erscheinen vergriffene Romane
und Erzählungen, die in Nordfriesland spielen.
In einem Nachwort werden der historische
Hintergrund, Schauplätze, Biografie des Autors
und Wirkungsgeschichte erläutert, auch mit
Landkarten und Abbildungen. Im dritten Band
wurden auch einige Worterklärungen gegeben.
Die Reihe erscheint im Husum Verlag. Als
Band 2 kam 2008 der Halligroman „Godber
Godbersen“ von Elfriede Rotermund heraus.
Er wurde beim Sommerausflug des Vereins
Nordfriesisches Institut am 6.7.2008 auf Hallig
Langeneß vorgestellt. Als Band 3 erschien der
Roman „Nach der Flut“ von Albert Johannsen,
in dem die Folgen der „Mandränke“ von 1634
geschildert werden. Das Buch wurde zum Ausklang
der „Sturmfluttage“ und zugleich zur Eröffnung
einer Ausstellung über Albert Johannsen
am 1.11.2009 im Nissenhaus präsentiert.
Datenbank Nordfriesland
Die Datenbank wurde im Berichtszeitraum im
Rahmen der Möglichkeiten erweitert. Harry
Kunz aktualisierte die Einträge zu den einzelnen
Orten im Hinblick auf die Ergebnisse der 2006–10 durchgeführten Gebietsreform.
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F. Sprache und Literatur
„Ferteel iinjsen!“
Friesische Schreibwettbewerbe tragen seit gut
zwei Jahrzehnten erheblich dazu bei, die Textproduktion
in friesischer Sprache inhaltlich wie
auch quantitativ
zu beleben, und
sind zu einem
festen Bestandteil
friesischer Spracharbeit
geworden.
Gemeinsam mit
NDR 1 Welle Nord
veranstaltete das
Nordfriisk Instituut
2008 zum fünften
Mal den friesischen
Erzählwettbewerb
„Ferteel iinjsen!“,
der bereits zu einer
„Institution“ geworden ist. Thema des von der
Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse
zu Bredstedt AG unterstützten Wettstreits
war „Naibers“ (Nachbarn). Aus fast allen Dialektgebieten
Nordfrieslands wurden Beiträge von
insgesamt 34 Autoren eingereicht. Nach einer
Vorauswahl des Büros Cyriacks & Nissen lag die
Beurteilung der Beiträge in der Verantwortung einer
siebenköpfigen Jury, bestehend aus..Heinrich
Bahnsen (Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG),
Jan Graf (NDR), Prof. Dr. Jarich Hoekstra (Nordfriesische
Wörterbuchstelle der Universität Kiel),
Manfred Nissen (Friisk Foriining), Sprachwissenschaftler
Dr. Ommo Wilts sowie Antje Arfsten
und Ingo Laabs, Institutslektoren. Die fünf besten
Erzählungen wurden am 27.11.2008 in der Nordsee
Akademie in Leck einem großen und interessierten
Publikum vorgestellt und prämiert.
2008 erschien das dritte Buch mit Beiträgen aus
den Wettbewerben von 2004 und 2006. Dieser
Band enthält 31 Kurzgeschichten und wurde von
Antje Arfsten und Adeline Petersen herausgegeben.
Sprachkurs für Jugendliche und Erwachsene
mit Audio-CD für Fortgeschrittene (einjähriges
Projekt aus Bundesmitteln, Beginn: Juli 2007;
Ende: Dezember 2008)
Der friesische Sprachkurs Mooringer Frasch II
ist der Fortsetzungsband des 2007 erschienenen
Grundlagenkurses Mooringer Frasch und baut
auf diesem auf. Die Schwerpunkte des Kurses
liegen auf der Erweiterung des Wortschatzes und
der aktiven Sprachbeherrschung. Im Vergleich
zum ersten Band gibt es deutlich längere Texte
mit Übungen zum Textverständnis, auch sollen
die Lernenden verstärkt zur Produktion eigener
Texte angeregt werden. Der Kurs versucht eine
möglichst breite Palette von Themengebieten
des täglichen Lebens in Nordfriesland abzudecken.
Dabei soll eine moderne, lebendige
friesische Sprache vermittelt werden, die auch
Fremdwörter integriert. Darüber hinaus enthält
er Sachprosatexte, die Wissenswertes über die
Geschichte und Herkunft der Friesen wie z. B.
die Entstehung der Hamburger Hallig und des
Kornkooges berichten. Zwei typisch nordfriesische
Sagen, vom Jordansmann im Kornkoog
und vom Meermann Ekke Nekkepenn, wurden
ebenfalls berücksichtigt.
Mit der Arbeit an dem Kurs wurde im Juli 2007
begonnen. Die Arbeit an dem Projekt verzögerte
sich durch die langfristige Erkrankung und das
letztendliche Ausscheiden aus dem Dienst von
Adeline Petersen. Abgeschlossen wurde der Kurs
dann mit Hilfe des neu eingestellten Sprachlektors
Ingo Laabs. Endredaktion und anschließende
Vorbereitung der Drucklegung konnten im
August 2008 beginnen. Ein besonderer Dank gilt
Prof. Dr. Jarich Hoekstra, Nordfriesische Wörterbuchstelle
der Christian-Albrechts-Universität
zu Kiel, der den grammatikalischen Teil des
Sprachkurses überprüfte. Die zum Sprachkurs
gehörige CD wurde im friesischen Tonstudio in
Stedesand von Gary Funck aufgenommen. Sprecherinnen
und Sprecher waren Güde Boysen,
Ilwe Boysen, Ingwer Boysen, Gary Funck und
Bente Johannsen, denen hier herzlich gedankt
sei, sowie Ingo Laabs. Die meisten Illustrationen
im Buch stammen von Ada Bieber, Siegen. Der
Sprachkurs und die zugehörige Audio-CD erschienen
im Dezember 2008.
Sprachkurs für Jugendliche und Erwachsene
mit Audio-CD für Fortgeschrittene (einjähriges
Projekt aus Bundesmitteln, Beginn: Januar
2009; Ende: November 2009)
Der friesische Sprachkurs Fering II ist der
Fortsetzungsband des 2007 erschienenen Grundlagenkurses
Fering und baut auf diesem auf.
Wie auch beim Sprachkurs Mooringer Frasch
II wurde bei Fering II der Schwerpunkt auf die
Erweiterung des Wortschatzes und die aktive
Sprachbeherrschung gelegt, so dass die Lernenden
sich über Dinge des täglichen Lebens wie
z. B. Haushalt, Arbeitsleben oder Krankheiten
unterhalten können. Dankenswerterweise war
Prof. Dr. Jarich Hoekstra auch hier behilflich,
indem er insbesondere den grammatikalischen
Teil durchsah. Die Aufnahmen für die Audio-
CD wurden im Juli 2009 von Gary Funck in
der Ferring-Stiftung in Alkersum auf Föhr mit
den friesischen Muttersprachlern Kerrin Ketels,
Hark Ketelsen, Enken Tholund und Erk Wögens
vorgenommen; auch ihnen sei herzlich gedankt.
Der Sprachkurs Fering II und die zugehörige
Audio-CD erschienen im November 2009.
Online Sprachkurs (zweijähriges Projekt aus
Bundesmitteln, Beginn: November 2009)
Dem Internet als Quelle für Informationen wird
auch im friesischen Sprach- und Kulturbereich
eine größere Bedeutung zukommen. Für viele
Sprachen existieren bereits Online-Wörterbücher
mit den gebräuchlichsten Vokabeln. Auch einführende
Sprachkurse mit der Möglichkeit, die richtige
Aussprache anzuhören, sind keine Seltenheit
mehr. In diesem Bereich besteht für die nordfriesische
Sprache noch ein Desiderat. Im Nordfriisk
Instituut wird nun an der Erstellung eines Internet-
Sprachkurses in den Dialekten Fering und Mooringer
Frasch und eventuell Sölring gearbeitet,
der sich an den schon bewährten westfriesischen
Online-Sprachkurs Edufrysk (www.edufrysk.nl)
der Algemiene Fryske Ûnderrjocht Kommisje
(Afûk) in Ljouwert/Leeuwarden anlehnt. In einer
interfriesischen Kooperation werden dem Nordfriisk
Instituut das Know How und die Software
von Edufrysk zur Verfügung gestellt, der Afûk
wird im Gegenzug eine deutsche Menüführung
für Edufrysk erstellt.
Während des Berichtzeitraums erhielten Antje
Arfsten und Wendy Vanselow durch die Mitarbeiter
der Afûk eine technische Einführung. An
dieser Stelle sei vor allem Willy van der Meer
und Henk Wolf gedankt, die am 23.1.2009 das
Nordfriisk Instituut besuchten. Auf ihre Initiative
hin ist auch die Zusammenarbeit mit der Afûk
entstanden. Bis Ende 2009 wurden Vorarbeiten
für den Textkorpus des Internet-Sprachkurses
geleistet.
Friesisch in der Zeitung
Seit Oktober 1993 bringen die vier Tageszeitungen
Husumer Nachrichten, Der Insel-Bote,
Nordfriesland Tageblatt und Sylter Rundschau
des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages
mehrmals im Jahr eine friesisch-niederdeutsche
Seite heraus. Im Jahr 2008 erschien sie sechsmal,
2009 fünfmal. Insgesamt wurden elf friesische
Artikel veröffentlicht. Die redaktionelle
Bearbeitung leistete Antje Arfsten. Eine große
Unterstützung stellte die rege Mitarbeit von Dr.
Karin Haug dar, die zu fast jeder Seite einen Beitrag
auf Frasch beisteuerte. Für den Schleswig-
Holsteinischen Zeitungsverlag wird die Seite
von Jörg von Berg und Simone Schlüter betreut,
denen für die gute Zusammenarbeit gedankt sei.
8. friesischer Vorlesewettbewerb
Für den friesischen Schulunterricht gehört der
alle vier Jahre stattfindende Vorlesewettbewerb
zum festen und unverzichtbaren Programm. Die
Durchführung 2009 lag in den Händen der Friesischlehrkräfte
Dörte Flor, Jule Homberg und
Gerd Vahder, Leiter der Nis-Albrecht-Johannsen-
Schule in Lindholm und Fachbeauftragter
des Landes für den Friesisch-Unterricht. Gemeinsam
mit Institutslektorin Antje Arfsten hatte
Jule Homberg, Vorsitzende der AG Sprache und
Literatur des Nordfriisk Instituut, das Heft „Lees
frasch freesk fering halunder öömrang sölring.
Takste for di 8. friiske forleeeseweedstrid
2009“ zusammengestellt, das im Institutsverlag
erschien. Die Schirmherrschaft übernahm Schleswig-
Holsteins damalige Ministerin für Bildung
und Frauen Ute Erdsiek-Rave. Finanziell ermöglicht
wurde der Wettbewerb von der Nord-Ostsee
Sparkasse sowie von der Spar- und Leihkasse zu
Bredstedt AG.
Zehn Schulen meldeten ihre jeweils besten
Vorleserinnen und Vorleser. Bei der Endausscheidung,
die unter Moderation von Kerrin
Carstensen von der Spar- und Leihkasse zu
Bredstedt AG und von Gerd Vahder am 9.6.2009
im Andersen-Haus in Klockries ausgetragen
wurde, stellten sich 18 Schülerinnen und Schüler
dem kritischen Urteil der Jury. Für das Festland
nahmen Frauke Christiansen, Greta Johannsen
und Volkert Petersen diese Aufgabe wahr, für die
Inseln Antje Arfsten von Föhr, Ute Farenburg
von Sylt und Kinka Tadsen von Amrum (s. Bericht
in Nordfriesland 167).
Sonstige Übersetzungsund
Lektoratstätigkeiten
Das Lektorat friesischer Texte sowie Übersetzungen
ins Friesische machen einen wesentlichen
Teil der Spracharbeit im Nordfriisk Instituut
aus. Einige Beispiele seien genannt: Für den
Verlag Edition Tintenfass fertigten Antje Arfsten
und Ingo Laabs zwei nordfriesische Übersetzungen
des „Le Petit Prince“ von Antoine de Saint-
Exupéry in Fering und Frasch an, die Anfang
2010 erschienen.
Die beiden Shakespeare-Experten Jürgen Gutsch
und Manfred Pfister hatten sich zur Aufgabe gemacht,
Übersetzungen von Shakespeare Sonetten
in möglichst vielen Sprachen in einer Anthology
zu versammeln. Für Nordfriesisch steuerten
Antje Arfsten (Fering) und Ingo Laabs (Frasch)
jeweils zwei Sonette bei. Diese erschienen
zusammen mit Übersetzungen in über 70 Sprachen
2009 in dem Buch „William Shakespeare’s
Sonnets. A Quatercentenary Anthology“, herausgegeben
von Manfred Pfister und Jürgen
Gutsch im Verlag Edition Signathur in Dozwil
TG/Schweiz.
Ingo Laabs setzte sechs Kurzromane des Wiedingharder
Lehrers und Schriftstellers Dr. Peter
Jensen (1861–1939) in die heutige Schreibweise
um. Sobald die Finanzierung gesichert ist, sollen
diese Texte zusammen mit einem Nachwort,
das über Leben und Werk des Schriftstellers
informiert, herausgegeben werden. Auch von
Peter Jensens Wiedingharder Übersetzung des
„Schimmelreiters“ von Theodor Storm erstellte
Ingo Laabs eine Version in moderner Schreibweise.
Ebenso übertrug er fünf Erzählungen von
Nis Albrecht Johannsen d. Ä. in die heute gültige
Rechtschreibung.
„Sprachenland Nordfriesland“
In der Aktion „Sprachenland Nordfriesland“
werden seit 1998 die sprachliche Vielfalt
Nordfrieslands und die Vorzüge der Zwei- und
Mehrsprachigkeit thematisiert. Zum 40-jährigen
Bestehen des Kreises Nordfriesland plant der
Aktionsausschuss für den 12.9.2010 ein nordfriesisches
Sprachenfest unter der Beteiligung
vieler Kulturschaffender des Kreises. Bei einem
ersten Vorbereitungstreffen am 1.12.2009 im
Nordfriisk Instituut signalisierten Vertreter von
23 Vereinen und Institutionen ihre Teilnahmebereitschaft.
An diesem Nachmittag einigte man
sich auf den Veranstaltungstitel „Fest der nordfriesischen
Vielfalt“.
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G. Geschichte
Neuausgabe der „Geschichte Nordfrieslands“
Im historischen Arbeitsbereich lag der Schwerpunkt auch im Berichtszeitraum auf der Neuausgabe der „Geschichte Nordfrieslands“. Deren 1996 erschienene zweite Auflage war seit Langem vergriffen. Der Boyens-Verlag in Heide zeigte sich an einer Neuauflage desinteressiert. Aus editionstechnischen und insbesondere finanziellen Gründen entschied sich das Institut, die Abschnitte des Werkes in aktualisierter Form einzeln neu herauszugeben. Im Berichtszeitraum wurde insbesondere der abschließende Daten-Band bearbeitet. Er enthält vor allem eine Zeittafel zur Geschichte Nordfrieslands, deren Konzept Thomas Steensen mit Studierenden an der Universität Flensburg in einem Kolloquium erarbeitete. Den Text erstellten Thomas Steensen und Fiete Pingel, der auch das Layout besorgte und das in dem Band enthaltene Personen- und Orts-Register für alle fünf Teile der Geschichte Nordfrieslands im Detail prüfte. Die Vorarbeiten zum Register hatten die Praktikantinnen Mai-Britt Frost Larsen und Charlotte Speth geleistet. Im Berichtszeitraum erschienen zudem 2008 eine durchgesehene und aktualisierte Neuauflage von Teil 5, Thomas Steensen: „Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart“ sowie 2009 eine verbesserte Neuauflage von Teil 4, Thomas Steensen: „Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918“. Zum Abschluss des neuen Gesamtwerkes wurde ein von dem Husumer Grafiker Rainer Kühnast gestalteter Schuber hergestellt, in dem alle sechs Bände versammelt werden können. Die in dieser Form erneuerte „Geschichte Nordfrieslands“ mit ihren 896 Seiten und mehr als 1200 Abbildungen stellten Albert Panten, Fiete Pingel und Thomas Steensen im Beisein von Landrat Dieter Harrsen am 26.11.2009 im Kreishaus in Husum der Presse vor.
6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut
Ende 2008 erschien der von Fiete Pingel und Thomas Steensen herausgegebene Tagungsband zum 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut mit dem Thema „Friesischer Handel im Friesischen Meer“. Fiete Pingel redigierte die Texte der sieben Beiträge von Autoren aus Dänemark, den Niederlanden und Deutschland und erstellte die digitale Druckvorlage. Thomas Steensen sah die Texte durch und verfasste die Einführung.
Materialien für den Geschichtsunterricht
Die Bemühungen um die Vermittlung regionalkundlicher Grundkenntnisse in den Schulen wurden fortgesetzt. Auch im Berichtsjahr hielt Fiete Pingel eine Reihe von Vorträgen in den Oberstufen von Gymnasien im Kreisgebiet.
Die Friisk Foriining, Dänemark
und die dänische Minderheit
Die Friisk Foriining möchte ihr Verhältnis zur dänischen Minderheit und zu Dänemark in einer historischen Untersuchung dargestellt sehen. Da der Großteil der zu erschließenden Quellen in der Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig verwahrt wird, führte Thomas Steensen Gespräche mit Dr. Lars N. Henningsen, dem Leiter der dortigen Studieafdeling, über eine möglichst enge Zusammenarbeit. Dr. Henningsen zeigte sich dankenswerterweise zur Unterstützung des Projekts bereit, sah aber wegen Beanspruchung in anderen Bereichen keine Möglichkeit, die Buchveröffentlichung gemeinsam zu erarbeiten. Thomas Steensen plant nun die Quellenerschließung in Verbindung mit einem für das Wintersemester 2010/11 an der Universität Flensburg geplanten Hauptseminar über „Dänen und Friesen“. Bisher verfasste er für das Projekt einen Text über die Entwicklung bis 1945 auf der Grundlage seiner Untersuchung „Die friesische Bewegung in Nordfriesland“ und skizzierte Grundlinien für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Geplant ist eine zweisprachige deutsch-dänische Veröffentlichung gemeinsam mit der Dänischen Zentralbibliothek für Ende 2011.
Chronikarbeit
Neben zahlreichen Einzelanfragen zur lokalen Geschichte wirkte Fiete Pingel in größerem Umfang mit an der Chronikarbeit in Haselund, Oldenswort und Struckum. Die Haselunder Chronik erschien im Oktober 2009.
Geschichte der
Kampener Losinteressentenschaft
Mit der Erstellung einer vorläufigen Ausgabe im Juli 2009 konnte ein Zwischenergebnis in der Bearbeitung der Geschichte der Kampener Losinteressentenschaft erreicht werden, die sich als komplexer herausstellte als ursprünglich gedacht. In Abstimmung mit den Vertretern der Losinteressentenschaft, vor allem Dietrich Erdmann und Claas-Erik Johannsen, soll auf dieser Grundlage nun die weitere Bearbeitung erfolgen.
Projektantrag Entwicklung
des Tourismus seit 1945
Mehrere Gespräche mit dem Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte an der Universität Flensburg führten 2009 zu einem gemeinsamen Antrag für ein INTERREG-4-A-Projekt zum Thema „Tourismus-Entwicklung in Schleswig-Holstein 1945 bis heute“. In diesem Rahmen sollte im Nordfriisk Instituut eine Untersuchung über die Entwicklung des Fremdenverkehrs in ausgewählten Orten Nordfrieslands entstehen. Leadpartner war das IZRG, Projektpartner in Dänemark das University College Syd, Hadersleben. Der Antrag, den im Nordfriisk Instituut Marlene Kunz mit erheblichem Einsatz technisch bearbeitete, wurde leider abgelehnt. Es soll versucht werden, Teile des Projekts in anderer Weise zu realisieren.
„Glücklicher Matthias“
Ende 2009 erschien eine Neuauflage des Buches „Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen. Matthias der Glückliche und seine Zeit“. Der Beschreibung von Umfeld und Lebensweg seines Vorfahren, des Föhringer Walfang-Kommandeurs Matthias Petersen, die 2004 erstmals herausgegeben worden war, fügte Autor Uwe Steffen einen Anhang über die Wale und die Problematik der heutigen Waljagd hinzu. Fiete Pingel lektorierte das Buch, das als Band 8 in der von Thomas Steensen herausgegebenen Reihe Nordfriesische Lebensläufe vorgelegt wurde (s. C.2.).
Stolperstein für Mirjam Cohen
Thomas Steensen regte bei der Stadt Husum an, für die in Auschwitz ermordete jüdische Schülerin der Theodor-Storm-Schule (TSS) Mirjam Cohen am ehemaligen Schulgebäude (heute Volkshochschule) einen „Stolperstein“ durch den Künstler Gunter Demnig setzen zu lassen. Das Institut unterstützte eine Schülergruppe an der TSS, die sich mit Mirjam Cohen befasst, durch Auskünfte und Materialien. Finanziell gefördert wird die Arbeit durch die Hagemann-Stiftung.
Auswanderer-Archiv Nordfriesland
Einen erheblichen Raum nahmen – wie in den Jahren zuvor – auch im Berichtszeitraum die anfallenden Routineaufgaben ein: Betreuen
von Besuchern, Beantworten von Anfragen, Sammeln und Sichten der eingehenden Informationen. Im Detail bedeutete dies, dass wieder fast die gesamte Pyramide des Bildungswesens bedient wurde: Abiturienten der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll wurden für eine Facharbeit mit Material und Hinweisen unterstützt, eine angehende Lehrerin in Schleswig für eine geprüfte Unterrichtsstunde mit Informationen zu Auswandererbiografien aus Schleswig-Holstein versorgt, Geschichtslehrer der dänischen Schulen auf einer Fortbildungsveranstaltung im Nordfriisk Instituut über das Auswanderer-Archiv und die Übersee-Auswanderung „belehrt“, einer promovierenden Wissenschaftlerin der Universität Mainz Material zum Thema „Auswanderer in der Fotografie“ zugesandt, und einem Professor der Pepperdine University in Malibu, Kalifornien konnte mit Hinweisen zum Thema Auswandererbriefe zwischen 1900 und 1930 weitergeholfen werden.
Ebenso bleibt es wichtig, bestehende Kontakte zu anderen Wissenschaftlern zu pflegen und neue zu knüpfen. In diesem Sinne nahm Dr. Paul-Heinz Pauseback an der Jahresversammlung der Association of European Migration Instititions (AEMI), vom 30.9. bis 4.10.2009 in Bremerhaven und Hamburg teil. Vor den Delegierten der über 30 Mitgliedsorganisationen aus 21Ländern stellte er das Auswanderer-Archiv des Nordfriisk Instituut am Beispiel eines geplanten Forschungsschwerpunktes für die nächsten Jahre vor: „Ludwig Nissen (1855–1924)– Reconstructing the Life of a Leading U.S. American Businessman and a Prominent Citizen of New York“. Erste vorbereitende Gespräche zur Zusammenarbeit mit dem NordseeMuseum Husum – Nissenhaus führten im Mai 2009 Prof. Dr. Thomas Steensen und Dr. Paul-Heinz Pauseback mit Dr. Ulf von Hielmcrone und Dr.Sven Siemers. Die Zukunft wird zeigen, ob es gelingt, diese vielversprechende Thematik ihrer Bedeutung angemessen zu verwirklichen.
Der Datenbestand und die Materialsammlung des Auswanderer-Archivs sind weiter gewachsen, und abschließend sei auch dieses Mal wieder dankend erwähnt, dass neue Einträge auf dem Auswanderer-Denkmal „Aufbruch in eine neue Welt“ gezeichnet wurden.
Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins
Im August 2009 wurde der siebte Band des landesweit angelegten, von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft geförderten Projektes „Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins“ veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit dem Kreis Segeberg und enthält nach bewährtem Muster eine Vielzahl unterschiedlicher Hilfsinstrumente für Haus- und Höfeforscherinnen und -forscher sowie für Menschen, die sich für die Geschichte der Landwirtschaft interessieren. Im Einzelnen sind dies u.a. eine methodische Anleitung zur Höfeforschung, Orts- und Jurisdiktionsverzeichnisse nebst einem Register kleinerer Wohnplätze, ein Verzeichnis der adeligen Güter, das Quellenverzeichnis als Hauptteil des Buchs sowie eine Literaturliste zur Einführung und Vertiefung des Themas Landwirtschaftsgeschichte und Höfechronik. Damit ist es nun auch im Kreis Segeberg möglich, ohne besondere Vorkenntnisse zu jedem Forschungsobjekt die in Frage kommenden Unterlagen in den Archiven zu finden. In den regionalen Tageszeitungen und Zeitschriften machte Harry Kunz auf seine Projektergebnisse aufmerksam. Entsprechende Beiträge sind im Newsletter Nr. 26 (September 2009) des Arbeitskreises für Agrargeschichte (AKA) und im Heimatkundlichen Jahrbuch für den Kreis Segeberg 2009 erschienen.
Das Projekt befindet sich seit Juli 2009 in seinem achten Abschnitt, dem Kreis Stormarn. Wegen Kürzung der Fördermittel läuft es nur 19 Monate bei verminderter Stundenzahl. 2009 wurden die historischen Jurisdiktionsverhältnisse analysiert sowie erste Arbeiten an weiteren Instrumentarien des entstehenden Wegweisers aufgenommen.
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H. Weitere wissenschaftliche
und publizistische Arbeiten
1. Auskünfte, Studien- und Arbeitshilfen
Auch im Berichtszeitraum erreichten das Nordfriisk Instituut mehrere Hundert kleine und größere Anfragen aus den Bereichen Sprache, Geschichte, Landeskunde und Kultur Nordfrieslands. Der elektronische Datenverkehr hat dabei mittlerweile deutlich den Vorrang vor traditionellen Formen wie Brief und Telefon erlangt.
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2. Veröffentlichungen der Institutsangestellten
In der Zeitschrift Nordfriesland erschienene Kurzberichte und Buchbesprechungen sind hier nicht erfasst; vgl. dazu das Jahres-Inhaltsverzeichnis.
2008:
Antje Arfsten:
–(Hrsg.): Ferteel iinjsen! Feerientid. Besäk. Faan Söl, Feer, Oomram an deät Lun üt e Wiringhiird än e Böökinghiird (mit Adeline Petersen; s. C.3.).
– Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch II. Mit Audio-CD (mit Ingo Laabs; s. C.3.).
– Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009).
Harry Kunz:
–Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins – Vom Modellprojekt zur landesweiten Höfeforschung. In: Steinburger Jahrbuch 2008, S. 157–160.
– Nordfriisk Instituut besuchte sorbische Minderheit in Bautzen. In: Nordfriesland 161 (März 2008), S. 6.
– Mahnung und Vision – NSG Sylt legt Denkschrift vor. In: Nordfriesland 162 (Juni 2008), S.6.
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 161 (März 2008), S. 9–10.
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 162 (Juni 2008), S. 12–13.
– Nordfriesland im Sommer. In: Nordfriesland 163 (September 2008), S. 6–7.
– Nordfriesland im Herbst. In: Nordfriesland 164 (Dezember 2008), S. 11–12.
Ingo Laabs:
– Friesischer Sprachkurs, Mooringer Frasch II. Mit Audio-CD (mit Antje Arfsten; s. C.3.).
– Rezensionen zu: Petersen, Friesischer Sprachkurs Mooringer Frasch und Arfsten/Tadsen, Friesischer Sprachkurs Fering; Jensen, Wanderiirnge. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009).
Paul-Heinz Pauseback:
– Rezensionen zu: Nagler, Nationale Minoritäten im Krieg. „Feindliche Ausländer“ und die amerikanische Heimatfront während des Ersten Weltkrieges; Wüstenbecker, Deutsch-Amerikaner im Ersten Weltkrieg; Wiedemann-Citera, Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Deutsch-Amerikaner im Spiegel der New Yorker Staatszeitung, der New Yorker Volkszeitung und der New York Times. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009).
Adeline Petersen:
–(Hrsg.): Ferteel iinjsen! Feerientid. Besäk. Faan Söl, Feer, Oomram an deät Lun üt e Wiringhiird än e Böökinghiird (mit Antje Arfsten; s. C.3.).
Fiete Pingel:
– (Hrsg.): Friesischer Handel im Friesischen Meer. Beiträge vom 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut (mit Thomas Steensen; s.C.3 und G.)
– Ein Brauch kommt an. Anmerkungen zum Biikebrennen 2008. In: Nordfriesland 161 (März 2008), S. 12–13.
– Freiheit und Verantwortung. Kommentar. In: Nordfriesland 162 (Juni 2008), S. 2.
– Kinderjahre der Moderne. Kommentar. In: Nordfriesland 163 (September 2008), S. 2.
– Rezensionen zu: Rathjen, Findbuch des Bestandes Abt. 79; Schleswig-Holstein Topographie; Werner, Ohne Erinnerung keine Zukunft. Beiträge zur Breklumer Missions- und Regionalgeschichte; Rasmussen u.a., Die Fürsten des Landes; Dragsbo, Haus und Hof in Schleswig und Nordeuropa. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009).
Thomas Steensen:
– (Hrsg.): Friedrich Paulsen, Aus meinem Leben. Vollständige Ausgabe (mit Dieter Lohmeier, s. C.3.).
– Nachwort. In: Friedrich Paulsen, Aus meinem Leben (s.o.), S. 504–516 (mit Dieter Lohmeier).
– Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart. Aktualisierte Neuauflage (s.C.3.).
– (Hrsg.): De Fryslannen. Afûk, Ljouwert/Leeuwarden 2008, 128 S. (westfriesische Ausgabe des 2006 im Nordfriisk Instituut erschienenen Buches „Die Frieslande“ mit Beiträgen von Piet Hemminga, Hajo van Lengen und Thomas Steensen).
– (Hrsg.): Friesischer Handel im Friesischen Meer. Beiträge vom 6. Historiker-Treffen des Nordfriisk Instituut (mit Fiete Pingel, s. C.3 und G.).
– Vorwort und Einführung. In: Friesischer Handel im Friesischen Meer (s.o.), S.7–9.
– (Hrsg.): Elfriede Rotermund, Godber Godbersen. Ein Halligroman (mit Arno Bammé, s.C.2. und E.).
– Nachwort. In: Elfriede Rotermund, Godber Godbersen (s.o.), S.259–300 (mit Arno Bammé).
– Friedrich-Paulsen-Jahr 2008. Hrsg. vom Nordfriisk Instituut. 12-seitiges Faltblatt (mit Klaus Kellmann).
– Von der Dorfschule zur Universität. Friedrich Paulsen zum 100.Todestag. In: Nordfriesland 163 (September 2008), S. 8–17.
– Ein friesischer Philosoph. In: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte, Nr. 493 (September 2008), S. 80–87.
– 100. Todestag Friedrich Paulsens. In: Schleswig-Holstein, September/Oktober 2008, S.43.
– Vom Geestrand Nordfrieslands in die Welt der Wissenschaft. Zum 100. Todestag Friedrich Paulsens. In: Zwischen Eider und Wiedau 2009, S. 41–47.
– Friesen und Friesisch in Schleswig-Holstein. In: Schleswig-Holstein Topographie, Band10, edition sh:z, Flensburg 2008, S. XIII–XVII.
– Der „Fall Schücking“ 1908. Ein Husumer Bürgermeister im Kampf für freiheitliche Reformen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009), S.63–84.
– Der „Fall Schücking“. Vor 100 Jahren sorgte er für einen Skandal. In: MUT Nr. 496 (Dezember 2008), S. 33–40.
– Das „dänische Holland“. Nordfriesland und die Niederlande. In: Nordfriesland 162 (Juni 2008), S.17–26.
– Volkert F. Faltings Honorarprofessor an der Universität Flensburg. In: Nordfriesland164 (Dezember 2008), S.5.
– En uurd forüt. In: Antje Arfsten und Adeline Petersen (Hrsg.): Feerientid. Besäk. Ferteel iinjsen! (s. C.3.), S.7.
– Die Nordfriesen und ihre Sprache. In: bedrohte völker (pogrom), Nr. 249–250, Heft 4-5/2008, S.27–28.
– Mitarbeit an der Broschüre „Regional- und Minderheitensprachen in Deutschland“, herausgegeben vom Bundesministerium des Innern, Berlin 2008.
– Rezensionen zu: Tönnies, Soziologische Schriften (1889–1905); Carstens, Lieber Freund Ferdinand; Grenzfriedenshefte 3/2008. In: Nordfriesisches Jahrbuch 44 (2009).
Zeitungsartikel:
– Im Gleichschritt auf dem Weg in die Diktatur. Sonderseite „Nordfriesland-Extra“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 21.1.2008.
– Zehnteilige Serie „Nordfriesland Quiz“. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, Juli/August 2008.
– Ein friesischer Philosoph mit weltweiter Wirkung. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 13.8.2008.
– Vor 100 Jahren: Der „Fall Schücking“. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 11.11.2008.
– Vom „Kindjen“ und von „Wunderäpfeln“. Wie um 1850 bei Friedrich Paulsen in Langenhorn Weihnachten gefeiert wurde. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 22.12.2008.
Ausstellung/Informationstafel:
– 24 Einheiten für die Wanderausstellung „Friedrich Paulsen – Ein Philosoph, Bildungshistoriker und Pädagoge aus Nordfriesland“ (mit Studierenden der Universität Flensburg und dem Grafiker Rainer Kühnast).
– Informationstafel „Die Friesen in Deutschland“ (mit dem Grafiker Rainer Kühnast).
2009:
Antje Arfsten:
– Friesischer Sprachkurs, Fering II. Mit Audio-CD (mit Ingo Laabs; s. C.3.).
– „Mä a sanskiin kem min foomens uugen ei mä“ (Sonette 130) und „För en geweeten as a leefde alter jong“ (Sonette 151). In: Manfred Pfister & Jürgen Gutsch (Hrsg.): „William Shakespeare’s Sonnets for the First Time Globally Reprinted – A Quatercentenary Anthology”. Dozwil/TG Schweiz 2009, S. 248 f.
– Nordfriesische Texte in Zeitschriften und Zeitungen. In: Nordfriesisches Jahrbuch 45 (2010).
Harry Kunz:
– Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. Kreis Segeberg, Bräist/Bredstedt 2009 (s.C.3.).
– Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins. In: Arbeitskreis für Agrargeschichte (AKA) Newsletter Nr. 26 (September 2009), S. 14–17.
– Wegweiser zu den Quellen der Landwirtschaftsgeschichte Schleswig-Holsteins – Vom Modellprojekt zur landesweiten Höfeforschung. In: Heimatkundliches Jahrbuch für den Kreis Segeberg (2009), S. 168–172.
– Erinnerungsorte in Nordfriesland, Bräist/Bredstedt 2009 (s.C.3.).
– Deichbau und Landgewinnung an der schleswig-holsteinischen Westküste unter niederländischem Einfluss. In: Ernst Joachim Fürsen (Hrsg.): Das Konsulat der Niederlande in Rendsburg (1809–2009), Rendsburg 2009, S. 379–383 (mit Fiete Pingel).
– Nordfriesland im Winter. In: Nordfriesland 165 (März 2009), S. 10–11.
– Nordfriesland im Frühling. In: Nordfriesland 166 (Juni 2009), S. 9–10.
– Nordfriesland im Sommer. In: Nordfriesland 167 (September 2009), S. 8–9.
– Nordfriesland im Herbst. In: Nordfriesland 168 (Dezember 2009), S. 14–15.
Ingo Laabs:
– Friesischer Sprachkurs, Fering II. Mit Audio-CD (mit Antje Arfsten; s. C.3.).
– Rezensionen zu Hofmann/Popkema, Altfriesisches Handwörterbuch; Sjölin, Taxonomische Phonologie des Festlandsnordfriesischen. Wiedingharder Mundart; Clemens, Die vier Evangelien auf Sylterfriesisch; Stammerjohann, Lexikon Grammaticorum: A Bio-Bibliographical Companion to the History of Linguistics. In: Nordfriesisches Jahrbuch 45 (2010).
– „Önj de fant nååne samerdäi san like“ (Sonette 18) und „Jüst as en hiinjen spalster aw e büüne“ (Sonette 23). In: Manfred Pfister & Jürgen Gutsch (Hrsg.): „William Shakespeare’s Sonnets for the First Time Globally Reprinted – A Quatercentenary Anthology”. Dozwil/TG Schweiz 2009, S. 247.
Paul-Heinz Pauseback:
– „Ludwig Nissen – robuster Selfmademan und redlicher Kaufmann“. In: Nordfriesland 166 (Juni 2009), S. 15–21.
– Das Auswanderer-Archiv Nordfriesland des Nordfriisk Instituut in der „Vereinigung europäischer Migrationsforschungsinstitute“ (AEMI). In: Nordfriesland 168 (Dezember 2009), S.9.
Zeitungsartikel:
– Verlierer jammern, Gewinner sehen nach vorn! Ludwig Nissen – ein Deutsch-Amerikaner als Wirtschaftsmagnat in New York um 1900. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 11.4.2009.
Fiete Pingel:
–Geschichte Nordfrieslands. Zeittafel, Literaturverzeichnis, Register. Geschichte Nordfrieslands, Teil 6 (mit Thomas Steensen, s. C.3 und G.).
–Deichbau und Landgewinnung an der schleswig-holsteinischen Westküste unter niederländischem Einfluss. In: Ernst Joachim Fürsen (Hrsg.): Das Konsulat der Niederlande in Rendsburg (1809–2009), Rendsburg 2009, S. 379–383 (mit Harry Kunz).
– Rezensionen zu Hoff, Recht und Landschaft: Landschaftsrechte, Landwirtschafts- und Landschaftsentwicklung in Dänemark, zur Reihe Nordfriesland im Roman, zu Schoepp, Schiff auf Strand und zu Rotermund, Wunder der Weihnacht. In: Nordfriesisches Jahrbuch 45 (2010).
Thomas Steensen:
– Friesisch – Friesen – Nordfriisk Instituut. Information (s. C.3.).
– Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918. Geschichte Nordfrieslands, Teil 4. Verbesserte Neuauflage (s. C.3 und G.).
– Geschichte Nordfrieslands. Zeittafel, Literaturverzeichnis, Register. Geschichte Nordfrieslands, Teil 6 (mit Fiete Pingel, s. C.3 und G.).
– (Hrsg.): Albert Johannsen: Nach der Flut (mit Arno Bammé, s. C.2. und E.).
– Nachwort. In: Albert Johannsen: Nach der Flut (s.o.), S. 183–224 (mit Arno Bammé).
– Et dansk-tysk verdensfirma i Nordfrisland. In: Sønderjysk Almanak 2009, S.136–138 (oversat af Anders Schaltz og Signe Andersen).
– Die Nordfriesen und ihre Sprache: einige Grundtatsachen. In: Neben Deutsch. Die autochthonen Minderheiten- und Regionalsprachen Deutschlands. Herausgegeben von Christel Stolz, Diversitas Linguarum, Vol. 23, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum 2009, S.25–33.
– Johannes Jensen 80. In: Nordfriesland 165 (März 2009), S. 17–18.
– Christian-Feddersen-Preise 2008. In: Nordfriesland 165 (März 2009), S.19–20.
– Zum Tod von Manfred Jessen-Klingenberg. In: Nordfriesland 166 (Juni 2009), S.6.
– Drei verdiente Nordfriesen. In: Nordfriesland 166 (Juni 2009), S. 10.
– Nordfriesland – das „dänische Holland“, die „schleswigschen Niederlande“. In: Ernst Joachim Fürsen (Hrsg.): Das Konsulat der Niederlande in Rendsburg (1809–2009), Rendsburg 2009, S. 464–488.
– „Groß-Friesland“. Verbindungen zwischen den Friesen in Schleswig-Holstein und den Niederlanden. In: Das Konsulat der Niederlande in Rendsburg (1809–2009), Rendsburg 2009, S.261–265.
– Die Nordfriesen in der Politik seit 1945. In: Polityczne wymiari etnicznosci. Ed.: Malgorzata Mieczkowska / Dietrich Scholze, DANTE, Kraków 2009, S.92–105.
– „… dass die Grundfeste der Erde sich bewegeten“. Vor 375 Jahren: die „Mandränke“ vom 11.Oktober 1634. In: Nordfriesland 167 (September 2009), S.14–20.
– Liebe zur Kunst – Liebe zur Heimat. Museum Kunst der Westküste in Alkersum auf Föhr eröffnet. In: Nordfriesland 167 (September 2009), S.23–24.
– Vor 375 Jahren: Die „Schicksalsflut“ Nordfrieslands. Die „Mandränke“ vom 11. Oktober 1634. In: Schleswig-Holstein, Nov./Dez. 2009, S.40–41.
– Das Jahr 1634 in der nordfriesischen Geschichte. In: Natur und Landeskunde. Zeitschrift für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg, Nr.10–12, 116.Jg. (2009), S.125–128.
– Journalist aus Leidenschaft – Zum 80. Geburtstag von Helmut Sethe. In: Nordfriesland 168 (Dezember 2009), S.6.
– Günther Fielmann erwarb wertvolle Hallig-Dokumente aus dem Nachlass Friedrich Paulsens für das Nordfriisk Instituut. In: Nordfriesland 168 (Dezember 2009), S.11.
– 100 Jahre Friesisch in der Schule. In: Zwischen Eider und Wiedau 2010, S.176–190.
– Albert Panten – ein ausgezeichneter Nordfriese. In: Zwischen Eider und Wiedau 2010, S.234–235.
– Rezensionen zu: Kroh, Nationalistische Macht und nationale Minderheit: Jan Skala; Oddey, Unter Druck gesetzt: Presse und Nationalsozialismus. In: Nordfriesisches Jahrbuch 45 (2010).
Zeitungsartikel:
– Jubiläum: Ein Jahrhundert friesischer Schulunterricht. In: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 30.6.2009.
– 1939: Die Konferenz im Koog. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Gesamtausgabe, 8.8.2009.
– „Mandränke“ riss Tausende in den Tod. Sonderseite „Nordfriesland Extra“ in: Husumer Nachrichten, Nordfriesland Tageblatt, Der Insel-Bote, Sylter Rundschau, 23.9.2009.
– Europäer und Journalist aus Leidenschaft. Zur Erinnerung an Helmut Sethe. In: Husumer Nachrichten, 8.10.2009.
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I. Veranstaltungen, Vorträge
1. Veranstaltungen
Friedrich-Paulsen-Jahr
Zum 100. Male jährte sich am 14.8.2008 der Todestag des 1846 in Langenhorn zur Welt gekommenen Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen, eines der bedeutendsten Gelehrten der Berliner Universität im deutschen Kaiserreich. Der seit Jahren verfolgte Plan, Paulsens Lebenserinnerungen erstmals vollständig zu veröffentlichen, konnte aus diesem Anlass verwirklicht werden. Das Nordfriisk Instituut dankt seinem Kuratoriumssprecher Prof. Dr. Dieter Lohmeier für seinen großen Einsatz. Zusätzlich zu diesem Projekt richtete das Nordfriisk Instituut 2008 ein „Friedrich-Paulsen-Jahr“ mit folgenden Stationen aus (s.Bericht in Nordfriesland 164): Am 100. Todestag veranstaltete die Gemeinde Langenhorn in der Langenhorner Kirche einen Gedenkabend; Thomas Steensen hielt den Festvortrag (vgl. Nordfriesland 163), Dieter Lohmeier präsentierte das Buch Friedrich Paulsen: „Aus meinem Leben“ (vgl. Nordfriesland 164). Am 4.9. lud das Institut gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung zu der Konferenz „Friedrich Paulsen – Werk und Wirkung eines Gelehrten aus Schleswig-Holstein“ in die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek; gedankt sei Dr. Klaus Kellmann und Dr. Jens Ahlers für die sehr gute Zusammenarbeit. Folgende Vorträge wurden gehalten: Prof. Dr. Thomas Steensen: Paulsen und Nordfriesland – Heimat, Orientierung und Identität; Dr. Uwe Carstens, Tönnies-Gesellschaft: Paulsen und Ferdinand Tönnies – eine lebenslange, aber nicht immer einfache Freundschaft; Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Humboldt-Universität zu Berlin: Paulsen als Historiker der Erziehung und seine Stellung an der Berliner Universität; Prof. Dr. Dieter Lohmeier, Kiel: Die vollständige Ausgabe von Friedrich Paulsens Lebenserinnerungen; Dr. Werner Busch, Kant-Gesellschaft: Paulsen und Immanuel Kant – Der große Königsberger, lesbar und verständlich gemacht; Prof. Dr. Bernhard vom Brocke, Universität Kassel: Paulsen, Friedrich Althoff und der Kulturbetrieb des Kaiserreichs; Dr. Klaus Kellmann, Landeszentrale für politische Bildung: Paulsens Staatsverständnis und der Beginn politischer Bildung in Deutschland; Dr. Winfried Schultze, Humboldt-Universität zu Berlin: Der Nachlass Paulsens im Archiv der Humboldt-Universität – Ein Steinbruch der Forschung. Bei einer Gedenkveranstaltung in der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule am 10.9. sprach Thomas Steensen zum Thema „Friedrich Paulsen – ein Pädagoge und Philosoph aus Nordfriesland“. Hausherr Oberstudiendirektor Manfred Wissel konnte seinen Kollegen Oberstudiendirektor Jobst Werner vom Paulsen-Gymnasium in Berlin-Steglitz begrüßen. Diese Schule war im Todesjahr Paulsens 1908 gegründet worden und beging im Friedrich-Paulsen-Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Am 17.9. begrüßte Staatssekretär Dr. Olaf Bastian, Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund, in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein in Berlin über 200 Interessierte; Prof. Dr. Thomas Steensen, Dr. Werner Busch und Dr. Klaus Kellmann schilderten in Referaten Aspekte von Paulsens Persönlichkeit und Wirken. Im Rahmen zweier von Thomas Steensen geleiteter Lehrveranstaltungen an der Universität Flensburg erarbeiteten Studierende eine Ausstellung in 24 von dem Husumer Grafiker Rainer Kühnast gestalteten großformatigen Folien über Friedrich Paulsens Leben und Wirken. Diese wurde erstmals gezeigt bei der Kieler Konferenz und sodann in Berlin in der Landesvertretung sowie im Steglitzer Paulsen-Gymnasium und in der Zentralen Hochschulbibliothek in Flensburg. 2009 „wanderte“ die Ausstellung ins Landeshaus nach Kiel (Eröffnung durch Landtagspräsident Martin Kayenburg) und ins Kreishaus nach Husum (Eröffnung durch Landrat Dieter Harrsen); Thomas Steensen hielt jeweils einen einführenden Vortrag mit verschiedenen Schwerpunkten. In stark erweiterter Form zeigte das Landesarchiv Schleswig-Holstein die Ausstellung vom 10.12.2009 bis zum 5.2.2010. Erstmals wurden hierbei zahlreiche Halligdokumente aus dem Nachlass Friedrich Paulsens präsentiert; das Nissenhaus lieh das Gemälde „Beichte auf Hallig Oland“ von Jacob Alberts aus, die Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll die dort befindliche Bronzebüste, die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek an Paulsen gerichtete Briefe von Theodor Fontane, Theodor Mommsen und Ferdinand Tönnies. Der Leiterin der Restaurierungswerkstatt, Kamma Gerbaulet, sei für die exzellente Aufbereitung der Ausstellungsstücke gedankt. Zur Eröffnung konnten Archivdirektor Prof. Dr. Rainer Hering, Kreispräsident Albert Pahl und Thomas Steensen zahlreiche Besucher begrüßen. Begleitend zur Paulsen-Ausstellung bot das Landesarchiv in Zusammenarbeit mit dem Nordfriisk Instituut und der Landeszentrale für Politische Bildung eine Vortragsreihe über bedeutende Geisteswissenschaftler aus Schleswig-Holstein an. Den Auftakt machte am 17.12. Landtagsdirektor Prof. Dr. Utz Schliesky mit einem Vortrag über den Staatsrechtler Nikolaus Falck.
18.Nordfriesisches Sommer-Institut
Das Sommer-Institut 2008 bot sechs Veranstaltungen, gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG: 2.7.2008, Prof. Dr. Thomas Steensen: Vor 100 Jahren: der „Fall Schücking“. Ein Husumer Bürgermeister im Kampf für freiheitliche Reformen. Im Ratssaal der Stadt Husum. Gemeinsam mit der Stadt Husum, der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte und dem Nordfriesischen Verein Husum-Rödemis; Lesungen: Volker Articus. – 16.7.2008, Peter Dragsbo: Nordfriesische und schleswigsche Häuser in neuer Sicht. Hausforschung nördlich und südlich der Grenze. – 30.7.2008, Thede Boysen: Vielfalt statt Einfalt. Nationale Minderheiten in Deutschland. – 13.8.2008, Dr. Paul-Heinz Pauseback: Metropolis und Einwandererstadt. New York um 1900 – gesehen, beschrieben und erlebt von Auswanderern aus Nordfriesland. – 27.8.2008, Dr.Bärbel Manitz: Aufbruch ins Vertraute. Nordfriesische Maler um 1900. – 10.9.2008, Prof. Dr. Thomas Steensen: Friedrich Paulsen – ein Pädagoge und Philosoph aus Nordfriesland. Ein Abend anlässlich seines 100. Todestages in der Aula der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll.
19. Nordfriesisches Sommer-Institut Das Sommer-Institut 2009 bot ebenfalls sechs Veranstaltungen, wiederum gefördert von der Nord-Ostsee Sparkasse und der Spar- und Leihkasse zu Bredstedt AG: 1.7.2009, Prof. Dr. Thomas Steensen: 100 Jahre Friesisch in der Schule. Ein Jahrhundert im Zeitraffer. Mit Studierenden der Universität Flensburg und Beiträgen von Gabriela Christiansen vom Kieler Bildungsministerium, dem Fachbeauftragten für den Friesischunterricht Gerd Vahder und der Friesischlehrerin Birge Hilpert, die Diskussion leitete Thede Boysen. – 15.7.2009, Dr.Gerd Eversberg: Im Land des Schimmelreiters. Eine nordfriesische Mentalitätsgeschichte. – 29.7.2009, Prof. Dr. Arno Bammé: Gehirn, Geist und Gesellschaft. Zum 50. Todestag des Hirnforschers Oskar Vogt aus Husum. – 12.8.2009, Dr. Ulrike Looft-Gaude: Italienische Terrazzo-Leger in Schleswig-Holstein mit besonderem Blick auf Nordfriesland. Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege. – 26.8.2009, Dipl.-Soz. Harry Kunz: Historische Stätten und Erinnerungsorte in Nordfriesland. – 9.9.2009, Ingo Laabs, M. A.: „Füle kjarlse – muondääsie wüse“. Dr. Peter Jensen – ein unbequemer nordfriesischer Schriftsteller.
„Ferteel iinjsen!“
Gemeinsam mit NDR 1 Welle Nord veranstaltete das Nordfriisk Instituut 2008 zum fünften Mal den friesischen Schreibwettbewerb „Ferteel iinjsen!“. Die fünf besten Erzählungen wurden am 29.11.2008 in der Nordsee Akademie in Leck vorgestellt und prämiert (s. F.).
1. Tage der nordfriesischen Geschichte
Am 30.1.2008 jährte sich die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten zum 75.Mal. Das Nordfriisk Instituut machte diesen Gedenktag zum Anlass für seine „1.Tage der nordfriesischen Geschichte“. Bei einer öffentlichen, von der Instituts-AG für Geschichte mitgetragenen Konferenz unter dem Titel „Vor 75 Jahren: ‚Machtergreifung‘ in Nordfriesland“ am 26.1. im Bredstedter Bürgerhaus wurden folgende Vorträge gehalten: Prof. Dr. Thomas Steensen: Machtergreifung in Nordfriesland – ein Überblick; Dr. Christian M. Sörensen: Der Beginn der NS-Herrschaft in Husum; Heinz Lorenzen: Die Insel Föhr im Nationalsozialismus; Fiete Pingel: Juden in Nordfriesland nach 1933 sowie Kurzbeiträge von Studierenden der Universität Flensburg. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte lud das Institut am 28.1. zudem in das NordseeMuseum Husum– Nissenhaus ein zu dem Vortrag von Prof. Dr. Uwe Danker: „Machtergreifung“ in Schleswig-Holstein. Thomas Steensen hielt zudem Vorträge zu den nordfriesischen Aspekten des Themas vor Oberstufenschülern der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll und der Hermann-Tast-Schule in Husum sowie Kurzvorträge zu minderheitengeschichtlichen Aspekten in Lehrveranstaltungen der Universität Flensburg. Die „Tage der nordfriesischen Geschichte“, die auf eine positive Resonanz stießen, sollen künftig etwa alle zwei Jahre veranstaltet werden.
2. Tage der nordfriesischen Geschichte
Den Anlass zu den „2. Tagen der nordfriesischen Geschichte“ bot die 375. Wiederkehr des Tages der „Mandränke“ vom 11.10.1634, die mit ihren rund 10000 Todesopfern allein in Nordfriesland zu den größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit zählt. Zur Vorbereitung der Veranstaltungsreihe lud Thomas Steensen zum 4.5.2009 Interessierte in das Nordfriisk Instituut ein. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe, an der die Gemeinde Nordstrand, die Gemeinde Reußenköge, die Hallig Nordstrandischmoor, das Inselmuseum Pellworm, die Stiftung Nordfriesland, der Museumsverbund Nordfriesland und die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Nordstrand beteiligt waren. Die „2. Tage der nordfriesischen Geschichte“ wurden sodann zugleich als „Sturmfluttage zur Mandränke 1634“ ausgerichtet. Die Federführung im Nordfriisk Instituut lag bei Fiete Pingel. Außer den mitwirkenden Gemeinden und Institutionen beteiligte sich auch die Nospa Kulturstiftung Nordfriesland an der Finanzierung. Am 30.9. eröffnete Ministerpräsident Peter Harry Carstensen im Kurzentrum Norderhafen auf Nordstrand die Reihe, Landrat Dieter Harrsen, Nordstrands Bürgermeister Heinz-Uwe Domeyer und Propst Jürgen Jessen-Tiessen sprachen Grußworte. Thomas Steensen schilderte „Das Jahr 1634 in der Geschichte Nordfrieslands“. Es folgten mehr als 30 Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Küstenschutz, Sturmflut und mit den Folgen der Mandränke von 1634 befassten. Am Bottschlotter See luden der Nordfriesische Verein und der Nordfriesische Heimatverein Dagebüll beispielsweise zu der eindrucksvollen Freilichtaufführung „Die Nacht vor Burchardi“ ein. Der Heimatverein Nordstrand zeigte in der Aktion „Vom Torf zum Salz“, wie in den mittelalterlichen Utlanden Salz gewonnen wurde. In der altkatholischen Sankt Theresien-Kirche auf Nordstrand wurde ein ökumenischer Gottesdienst zum Flutgedenken gehalten. Die Band „Godewind“ präsentierte eine Sturmflut-CD. Führungen und Fahrten in das Wattengebiet wurden ebenso angeboten wie Museumspräsentationen auf Nordstrand und Pellworm sowie Vorträge und Lesungen auf der Hamburger Hallig, auf Nordstrandischmoor und im Amsinck-Haus im Sönke-Nissen-Koog. Am Tag der Flut selbst, dem 11.10., hielt Bischof Gerhard Ulrich einen Festgottesdienst in der Alten Kirche auf Pellworm. Um 12 Uhr läuteten in vielen Kirchen in Nordfriesland die Glocken zum Gedenken an die Flut. In das Husumer Nissenhaus lud das Nordfriisk Instituut zu einer Veranstaltung mit drei Vorträgen ein. Prof. Dr. Manfred Jakubowski-Tiessen, Göttingen, sprach über „Sturmfluten in der Geschichte Nordfrieslands“, Albert Panten, Niebüll, über „Die Mandränke von 1634“ und der Schweizer Küstenschutzexperte Robert Stadelmann über „Den Fluten Grenzen setzen– heute“. Der Zuspruch zu diesem Nachmittag und zu vielen anderen Teilen des Programms und auch das Interesse in den Medien waren überwältigend. Den Abschluss bildete am 1.11. die Vorstellung des Romans „Nach der Flut“ von Albert Johannsen im Husumer Nissenhaus (s. C.2.)
60 Jahre Verein Nordfriesisches Institut
Am 5.12.2008 beging der Verein Nordfriesisches Institut in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Landtagsvizepräsidentin Ingrid Franzen und Staatssekretär Heinz Maurus, Chef der Staatskanzlei in Kiel, sein 60-jähriges Jubiläum mit einer Feierstunde im Bredstedter Bürgerhaus. Vereinsvorsitzender Thede Boysen sprach „Worte zum 60. Jubiläum“, Ingwer Nommensen, Prof. Dr. Volkert Faltings und Prof. Dr. Thomas Steensen würdigten die Ehrenmitglieder des Vereins Jakob Tholund, Brar C. Roeloffs und Dr.Johannes Jensen anlässlich ihres 80.Geburtstages im Jubiläumsjahr. Ingwer Nommensen erinnerte in seiner Funktion als Vorsitzender des Friesenrates, Sektion Nord an das 20-jährige Bestehen des „Gremiums für Fragen der friesischen Volksgruppe im Lande Schleswig-Holstein“, Ute Peters, Vorsitzende der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung, und Thomas Steensen überreichten die Christian-Feddersen-Preise 2008 an Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll (Thema eines Leistungskurses: Friedrich Paulsen) sowie der Hermann-Tast-Schule und der Theodor-Storm-Schule in Husum (Thema eines Leistungskurses: „Machtergreifung in Nordfriesland“). Durch das Programm führte Marlene Kunz (s.auch Nordfriesland 165).
Christian-Feddersen-Preis
Am 17.12.2009 überreichte Antje Arfsten auf der Sprachen-Adventsfeier der Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Risum-Lindholm/Risem-Lunham den mit Unterstützung der Ute-Karl-Friedrich-und-Carsten-Hagemann-Stiftung ausgeschriebenen Christian-Feddersen-Preis für Schülerinnen und Schüler an Lirike Nisevci. Die Schülerin, deren Eltern und Großeltern im Kosovo und in Albanien beheimatet sind, spricht Albanisch und Deutsch und nimmt am Friesischunterricht teil. Ihrer im Kosovo lebenden Großmutter liest sie manchmal in friesischer Sprache vor. Das Mädchen gilt nach Berichten ihrer Friesisch-Lehrerinnen Dörte Flor und Inga Scharfschwerdt als Sprachtalent und zeigt Engagement für die friesische Sprache.
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2. Vorträge der Institutsangestellten
2008:
Antje Arfsten:
– mehrfach Präsentationen „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“, z.B. am 18.9.2008 vor Schülerinnen und Schülern der Niebüller Erzieherfachschule im Nordfriisk Instituut.
Harry Kunz:
– Kurzvorträge „Lexikalische Arbeit am Nordfriisk Instituut“ und „Erinnerungsorte in Nordfriesland“ vor dem Kuratorium des Nordfriisk Instituut am 22.2.2008 in Bredstedt.
– Vortrag „Sturmfluten und Deichbau in Nordfriesland“ am 6.4.2008 in der Ferring-Stiftung, Alkersum/Föhr.
– Umfragen für das Projekt „Kanon der nordfriesischen Kultur“ auf einer Versammlung des Nordfriesischen Vereins am 15.3.2008 in Dagebüll, auf der Mitgliederversammlung der Friisk Foriining am 18.4.2008 in Risum-Lindholm und auf der Mitgliederversammlung des Vereins Nordfriesisches Institut am 26.4.2008 in Bredstedt.
Paul-Heinz Pauseback:
– Vortrag „Auswanderung nach Amerika aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein im 19.Jahrhundert“ am 21.4.2008 beim Friesenverein Bredstedt.
– Vortrag „Übersee-Auswanderung aus Schleswig-Holstein im 19.Jahrhundert“ am 23.4.2008 in der Volkshochschule Brunsbüttel.
– Vortrag „Ludwig Nissen & Friends – die Gästeliste zu Ehren Ludwig Nissens an seinem 65.Geburtstag 1920“ im Rahmen der „6.Husumer Kulturnacht“ im NordseeMuseum Husum– Nissenhaus am 12.7.2008.
– Vortrag „Metropolis und Einwandererstadt. New York um 1900 – gesehen, beschrieben und erlebt von Auswanderern aus Nordfriesland“ im Rahmen des 18. Nordfriesischen Sommer-Instituts am 13.8.2008 im Bürgerhaus in Bredstedt.
– Vortrag „Banker – Richter – Millionäre. Das soziale Umfeld Ludwig Nissens in New York“ am 24.9.2008 im NordseeMuseum Husum– Nissenhaus.
Fiete Pingel:
– Vortrag: „Juden in Nordfriesland nach 1933“ bei der Konferenz „Vor 75 Jahren: ‚Machtergreifung‘ in Nordfriesland“ am 26.1.2008 im Bredstedter Bürgerhaus.
– Vortrag: „Wer war der erste lutherische Prediger in Nordfriesland? Legende und Wirklichkeit“ beim Lions-Club Föhr am 27.2.2008 in Wyk.
– Kurzvortrag „Eine halbe Stunde Halligkunde“ bei der Bredstedter Kulturmeile 2008 am 31.7.2008 im Nordfriisk Instituut.
– Vortrag „Zur Geschichte der Reformation in Nordfriesland“ auf Einladung des Bredstedter Friesenvereins im „Bredstedter Sool“ am 20.10.2008.
– Verschiedentlich Vorträge zur Geschichte der Friesen und der Region Nordfriesland, z.B. beim Nationalpark-Seminar für Zivildienstleistende, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten der Naturschutzverbände in Tönning, vor Besuchergruppen und in Gymnasien im Kreis Nordfriesland.
Thomas Steensen:
– Kursus „Friesisch für Fortgeschrittene“ an der Volkshochschule Husum, acht Unterrichtseinheiten ab 17.1.2008.
– Vortrag: „‚Machtergreifung‘ in Nordfriesland – ein Überblick“ bei der Konferenz „Vor 75 Jahren: ‚Machtergreifung‘ in Nordfriesland“ am 26.1.2008 im Bürgerhaus, Bredstedt.
– Vorträge mit verschiedenen Schwerpunkten zur „Machtergreifung“ in Nordfriesland am 29.und 31.1.2008 in der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, der Hermann-Tast-Schule, Husum, und der Theodor-Storm-Schule, Husum.
– Vortrag „Die Friesen in Frage und Antwort“ am 31.3.2008 in der Tagungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes, Wedel.
– Vortrag „Vor 100 Jahren: Der Fall Schücking. Ein Husumer Bürgermeister im Kampf für freiheitliche Reformen“ zur Eröffnung des 18.Nordfriesischen Sommer-Instituts am 2.7.2008 im Ratssaal der Stadt Husum (Lesungen: Volker Articus).
– Eröffnungsreferat zu der Fachtagung „Weiterentwicklung der KZ-Gedenkstätten Ladelund und Schwesing“, veranstaltet vom Kreis Nordfriesland, am 3.7.2008 im Nordfriisk Instituut (mit Fiete Pingel).
– Buchvorstellung „Elfriede Rotermund, Godber Godbersen. Ein Halligroman“ auf dem Sommerausflug des Vereins Nordfriesisches Institut am 6.7.2008 im Gasthof „Hilligenley“ auf Hallig Langeneß (mit Arno Bammé und Verleger Ingwert Paulsen).
– Festvortrag am 100. Todestag Friedrich Paulsens am 14.8.2008 auf der Gedenkveranstaltung der Gemeinde Langenhorn in der Kirche zu Langenhorn.
– Festvortrag „Rudolf Muuß und Johannes Oldsen – eine friesische Fehde“ anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gast- und Begegnungsstätte „Fraschlönj“ am 23.8.2008 in Risum.
– Vortrag „Friedrich Paulsen und Nordfriesland. Heimat, Orientierung und Identität“ bei der Konferenz „Friedrich Paulsen – Werk und Wirkung eines Gelehrten aus Schleswig-Holstein“ am 4.9.2008 in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek, Kiel.
– Vortrag „Der Pädagoge und Philosoph Friedrich Paulsen“ am 10.9.2008 in der Aula der Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll, zum Ausklang des Nordfriesischen Sommer-Instituts.
– Vortrag „Paulsen und Schleswig-Holstein“ bei dem Vortragsabend „Friedrich Paulsen – ein Gelehrter aus Nordfriesland“ am 17.9.2008 in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund in Berlin.
– Vortrag „Friedrich Paulsen, Nordfriesland und der Nordfriesische Verein“ bei der Jahresversammlung des Nordfriesischen Vereins am 15.11.2008 im „Bredstedter Sool“, Bredstedt.
– Kurzvortrag zur Eröffnung der Ausstellung „Friedrich Paulsen – ein Philosoph, Bildungshistoriker und Pädagoge aus Nordfriesland“ am 12.11.2008 in der Zentralen Hochschulbibliothek in Flensburg.
– Laudatio zum 80.Geburtstag des Historikers Dr. Johannes Jensen auf der Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Vereins Nordfriesisches Institut am 5.12.2008 im Bürgerhaus, Bredstedt.
– Laudatio zur Vergabe der Christian-Feddersen-Preise 2008 am 5.12.2008 im Bürgerhaus, Bredstedt.
– Kurs „Friesisch für Fortgeschrittene II“ an der Volkshochschule Husum, acht Unterrichtseinheiten ab 6.11.2008.
– mehrfach kurze Präsentationen über „Friesen – Friesisch – Nordfriisk Instituut“.
2009:
Harry Kunz:
– Bericht aus der Arbeit des Instituts bei der Mitgliederversammlung des Vereins Nordfriesisches Institut in Niebüll am 9.5.2009.
– Vortrag „Historische Stätten und Erinnerungsorte in Nordfriesland“ im Rahmen des 19.Nordfriesischen Sommer-Instituts im Nordfriisk Instituut in Bredstedt am 26.8.2009.
Ingo Laabs:
– Vortrag „,Füle kjarlse – muondääsie wüse‘. Dr.Peter Jensen – ein unbequemer nordfriesischer Schriftsteller“ im Rahmen des 19. Nordfriesischen Sommer-Instituts im Nordfriisk Instituut in Bredstedt am 9.9.2009.
– „Nis Albrecht Johannsen d. Ä. – Leben und Werk“ beim Treffen der AG Sprache und Literatur des Nordfriisk Instituut in Niebüll am 26.9.2009.
Paul-Heinz Pauseback:
– verschiedene kurze Einführungen zum Auswanderer-Archiv Nordfriesland sowie zur Übersee-Auswanderung aus Nordfriesland und Schleswig-Holstein, zum Beispiel am 24.3.2009 im Nordfriisk Instituut vor Geschichtslehrkräften der dänischen Schulen in Südschleswig auf Einladung der Dansk Skoleforening, Flensburg.
– Vortrag „Übersee-Auswanderung aus Schleswig-Holstein“ beim Schleswig-Holsteinischen Heimatbund in Kiel/Kronshagen am 3.9.2009.
– Vortrag „Ludwig Nissen (1855–1924): Reconstructing the Life of a Leading U.S. American Businessman and a Prominent Citizen of New York” bei der Jahresversammlung der Association of European Migration Institutions (AEMI) im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven am 1.10.2009.
Fiete Pingel:
– Vorträge „Deichbau, Fischerei, Landwirtschaft, Handel und Salz-Sieden“ und „Die Zeit der friesischen Walfänger“ beim Seminar „Die Biike brennt wieder. Selbstverständnis und Kultur der Friesen“ am 21.2.2009 in der Akademie Sankelmark.
– Vortrag „Zur Geschichte der Halligen“ am 13.8.2009 im Café Alte Schule Warmhörn.
– Vortrag „Sturmfluten: Epochenjahre für Nordfriesland“ im Rahmen der 3. Bredstedter Kulturmeile am 29.8.2009 im Nordfriisk Instituut.
– Leitung des Workshops „Klåår kiming – minorities and the challenge of change“ [Minderheiten und Klimawandel] beim Youth Leader Seminar der Jugend Europäischer Volksgruppen am 14. und 15.10. mit Einführungsvortrag zum Einfluss des Klimas auf die Geschichte Nordfrieslands am 13.10. und Teilnahme an einer Podiumsdiskussion am 15.10.2009 auf Föhr.
– Lesung aus dem Roman „Nach der Flut“ von Albert Johannsen im Zuge der 2. Tage der nordfriesischen Geschichte (s. I.1.) am 26.10.2009 im Amsinckhaus im Sönke-Nissen-Koog.
– Präsentation der Gesamtausgabe der „Geschichte Nordfrieslands“ am 26.11.2009 im Kreishaus, Husum, mit Landrat Dieter Harrsen, Albert Panten und Thomas Steensen.
– Verschiedentlich Vorträge zur Geschichte der Friesen und der Region Nordfriesland, z.B. beim Nationalpark-Seminar für Zivildienstleistende, Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und Praktikanten der Naturschutzverbände in Tönning, vor Besuchergruppen und in Gymnasien im Kreis Nordfriesland.
Thomas Steensen:
– Kurs „Friesisch für Fortgeschrittene II“ an der Volkshochschule Husum, vier Unterrichtseinheiten ab dem 15.1.2009.
– Vortrag „Die Friesen in Frage und Antwort“ am 19.1.2009 auf der Jahresversammlung des Bredstedter Friesenvereins im „Bredstedter Sool“.
– Vortrag „Friedrich Paulsen und seine Zeit“ am 3.3.2009 im Schleswig-Holstein-Saal des Landeshauses, Kiel.
– „Friesisch – ein Schnupperkurs“ an der Volkshochschule Husum, sechs Unterrichtseinheiten ab 19.3.2009.
– Vortrag „Grundzüge der nordfriesischen Geschichte“ und „Die Nordfriesen zwischen Deutsch und Dänisch“ vor Geschichtslehrkräften der dänischen Schulen in Südschleswig auf Einladung der Dansk Skoleforening, Flensburg, am 24.3.2009.
– Vortrag „Geschichte und Kultur Nordfrieslands im Überblick“ bei der Jahresversammlung des Bundes deutscher Schiedsmänner am 25.4.2009 in der Koogshalle, Sophie-Magdalenen-Koog.
– Vortrag „Friedrich Paulsen – Leben und Werk eines Gelehrten aus Nordfriesland“ zur Eröffnung der Paulsen-Ausstellung am 12.5.2009 im Kreishaus, Husum.
– Vortrag „100 Jahre friesischer Schulunterricht“ zur Eröffnung des Nordfriesischen Sommer-Instituts am 1.7.2009 (mit Jessica Grimm und Florian Matthes).
– Kurzvortrag „Die Arbeit des Nordfriisk Instituut“ bei einer Anhörung des Kreiskulturausschusses am 15.7.2009 im Kreistagssitzungssaal, Husum.
– Vortrag „Die Welt der Halligen und der Roman ‚Godber Godbersen von Elfriede Rotermund“ am 25.8.2009 in der SommerKirche, Welt/Eiderstedt.
– Vortrag „Die Nordfriesen – ihre Sprache, Geschichte und Identität“ im Rahmen des „Festivals der Sprachen“ am 25.9.2009 im Haus der Bürgerschaft, Bremen.
– Vortrag „Das Jahr 1634 in der nordfriesischen Geschichte“ zur Eröffnung der „Sturmfluttage zur Mandränke 1634 / 2. Tage der nordfriesischen Geschichte“ am 30.9.2009 im Kurzentrum, Nordstrand.
– Kurs „Friesisch für Anfänger“ an der Volkshochschule Husum, acht Einheiten ab 8.10.2009.
– Einführung zum Vortragsnachmittag „Die Mandränke von 1634“ am 11.10.2009 im NordseeMuseum Husum – Nissenhaus.
– Vortrag „Albert Johannsen und sein Roman ‚Nach der Flut‘„ zum Ausklang der „Sturmfluttage“ und zur Eröffnung einer Ausstellung anlässlich des 100.Todestages des Schriftstellers am 1.11.2009 im NordseeMuseum Husum– Nissenhaus (mit Arno Bammé).
– Vortrag „Der Weg der Friesen zur anerkannten Minderheit in Deutschland“ auf der Konferenz „60 Jahre Grundgesetz“ am 5.11.2009 in der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung/Fachbereich Polizei in Altenholz.
– Präsentation der Gesamtausgabe der „Geschichte Nordfrieslands“ am 26.11.2009 im Kreishaus, Husum, mit Landrat Dieter Harrsen, Albert Panten und Fiete Pingel.
– Vortrag „Friedrich Paulsen – ein friesischer Philosoph mit weltweiter Wirkung“ zur Eröffnung der Paulsen-Ausstellung am 10.12.2009 im Landesarchiv Schleswig-Holstein, Prinzenpalais, Schleswig.
– mehrere Kurzvorträge und Präsentationen zur Arbeit des Instituts sowie Stellungnahmen für die Presse und Interviews für Radio und Fernsehen.
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J. Hochschulen
Im Wintersemester 2008/09 nahm Dr. Volkert F. Faltings, Vorsitzender der Ferring Stiftung in Alkersum/Föhr, seine Arbeit als Honorarprofessor am Friesischen Seminar der Universität Flensburg auf. Mit ihm und Thomas Steensen lehren seitdem zwei nebenamtliche Professoren im Bereich Friesisch (vgl. Nordfriesland 164). Hauptamtlich ist das Friesische Seminar lediglich mit einer halben Stelle für eine Lehrkraft mit besonderen Aufgaben ausgestattet, besetzt mit Anke Joldrichsen. Dr. Birgit Kellner gab ihre „Qualifizierungsstelle“, die zu einer Habilitation führen sollte, mit dem Ende der ersten dreijährigen Phase zum 30.9.2008 auf. Der bereits 1996 pensionierte Professor Nils Århammar stellte seine Lehrtätigkeit mit dem Sommersemester 2008 ein, gibt jedoch weiterhin kleine „Privatseminare“. Als Lehrbeauftragter ist seit dem Wintersemester 2008/09 Reinhard Jannen mit zwei Semesterwochenstunden tätig.
Friesisch kann an der Universität Flensburg insbesondere als Schwerpunkt innerhalb der Germanistik studiert werden. Dieser besteht jedoch nur aus 12 anrechenbaren Semesterwochenstunden (im BA-Studium 18 Leistungspunkte), während im bisherigen Ergänzungsstudium mindestens 20 Stunden zu absolvieren waren. Es bleibt fraglich, ob auf dieser Basis insbesondere für den friesischen Schulunterricht ausreichend qualifizierte Lehrkräfte ausgebildet werden können. Die Bemühungen des Friesischen Seminars führten dazu, dass die Friesisch-Module im Rahmen der sogenannten 3. Säule („Grundlagen der Vermittlung und Generelle Kompetenzen“ – GVGK) nun auch Studierenden außerhalb der Germanistik offen stehen.
Für einen Master-Studiengang legte das Friesische Seminar rechtzeitig eine Konzeption vor. Mehrfache Anfragen zum weiteren Fortgang blieben erfolglos. Den Absolventen des BA-Studiums im Schwerpunkt Friesisch konnte deshalb keine Auskunft über den Fortgang im MA-Bereich erteilt werden. Als Konsequenz teilte Thomas Steensen im Januar 2008 dem Rektor der Universität mit, dass er seine Mitarbeit an der Geschäftsführung des Friesischen Seminars einstelle. Rektorat und Ministerium einigten sich sodann darauf, dass Friesisch in der Master-Phase zusätzlich zu den Hauptfächern studierbar sein solle. In zwei Semestern werden jeweils zwei zweistündige Lehrveranstaltungen angeboten; den Absolventen wird darüber ein Zertifikat ausgestellt. Dieser Zertifikatsstudiengang „Aufbaustudium zur Berechtigung für eine Lehrtätigkeit innerhalb der Frisistik und des Friesischlehrerberufs“ wurde aufgrund mehrerer Gespräche und Verhandlungen am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Flensburg angesiedelt. Dessen Leiter Dr. Steffen Kirchhof sei für die gute Zusammenarbeit gedankt. Den beiden ersten Absolventen Jessica Grimm und Florian Matthes konnten ihre Zertifikate im Juli 2009 im Rahmen einer kleinen Feier überreicht werden.
Grimm und Matthes hatten ihre BA-Arbeiten im Schwerpunkt Friesisch geschrieben; Erstgutachter war Thomas Steensen. Im Sommersemester 2009 reichten zwei weitere Absolventen, Jes Holm und Kirsten Meyer, ihre BA-Arbeiten ein, betreut von Volkert Faltings und Thomas Steensen. Jes Holm untersuchte u.a. den Verbleib von Absolventen des Friesischstudiums und kam zu dem Ergebnis, dass mehrere nach engagiertem Beginn den Zusatzanforderungen des Studiums wichen und dass Absolventen sodann nicht an Schulen Nordfrieslands eingestellt wurden. Thomas Steensen betreute darüber hinaus Bachelor-Arbeiten aus dem Bereich GVGK; zwei davon beschäftigten sich mit dem nordfriesischen Philosophen und Pädagogen Friedrich Paulsen. Wohl als letzte Studierende nach der alten Prüfungsordnung legten Björn Ketelsen am 19.11.2008 und Nina Meyer-Truelsen am 29.5.2009 ihre Ergänzungsprüfungen ab.
Thomas Steensen erteilte Lehre im Umfang von sechs bzw. acht Semesterwochenstunden. In zwei Lehrveranstaltungen analysierte er mit den Studierenden die Entwicklung des friesischen Schulunterrichts, die in jüngster Zeit einen deutlichen Rückgang zeigt. Erstellt wurde eine Präsentation für das 19. Nordfriesische Sommer-Institut. Außerdem entstanden zum Beispiel Übersetzungen von Loriot-Sketchen und des Kinderbuchs „Weihnachten im Stall“ von Astrid Lindgren.
Exkursionen
Das Friesische Seminar bot erneut Exkursionen nach Nordfriesland an. Mehrere Studierende nahmen am 6.7.2008 am Sommerausflug des Institutsvereins nach Langeneß teil. Am 16.1.2009 besuchten BA- und MA-Studierende die friesisch-dänische Schule in Risum und die Nis-Albrecht-Johannsen-Schule in Lindholm, wo sie Unterrichtsstunden beiwohnten und mit den Schulleitern und Lehrkräften ins Gespräch kamen. Fast 50 Teilnehmende der Lehrveranstaltungen Thomas Steensens fuhren am 3.6.2009 in einem Bus kreuz und quer über die Halbinsel Eiderstedt; Sönnich Volquardsen, Regionalforscher aus Tetenbüll, gab sachkundige Erläuterungen, im Museum in Sankt Peter-Ording außerdem Dr. Dieter Undeutsch und Museumsleiter Peter Bothe. Am 11.12.2009 besuchten die BA- und MA-Studierenden die Hauptschule Westerland/Sylt, wo sie einer Friesischstunde der Lehrerin Jule Homberg beiwohnten; anschließend besichtigten sie das Heimatmuseum in Keitum und wurden im Gespräch mit Maike Ossenbrüggen, Jürgen Ingwersen und Sven Lappoehn über die Söl’ring Foriining informiert. Einige Male trafen die Friesischstudierenden sich außerdem zu Arbeitssitzungen in der Ferring Stiftung und im Nordfriisk Instituut.
8. friesischer Studientag
Die Friesischstudierenden und -lehrenden von den Universitäten Flensburg und Kiel treffen sich seit einigen Jahren bei „friesischen Studientagen“. Am 24.7.2008 ging es mit dem Ausflugsschiff die „Möwe“ über die Flensburger Förde. Bei Kaffee und Kuchen wurden Bekanntschaften geschlossen und Erfahrungen ausgetauscht. Der Vorsitzende des Friesenrats, Ingwer Nommensen, stand bei einem gemeinsamen Abendessen für ein Gespräch zur Verfügung. Im Jahre 2009 wurde kein „Studientag“ gehalten.
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K. Öffentlichkeits- und Pressearbeit
Mit 107 an bis zu 100 Korrespondenten und Redaktionen verschickten Pressemitteilungen informierte das Institut im Berichtszeitraum über seine Tätigkeit sowie über Vorhaben und Initiativen zur Sprache, Geschichte und Kultur Nordfrieslands. Außerdem lud das Institut mehrfach zu Pressegesprächen ein. Am 5.2.2009 sammelte die Redakteurin des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages Anja Werner Material und Interviews vor allem im Institut zur Vorbereitung der Berichterstattung über das Biikebrennen. Auf ein besonders großes Echo in den Medien stießen die „2. Tage der nordfriesischen Geschichte“. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag etwa brachte eine Sonderseite, auch Rundfunk und Fernsehen berichteten ausführlich.
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L. Information und Kontakte
Zahlreiche Persönlichkeiten und Gruppen besuchten im Berichtszeitraum das Institut. An Vorstandssitzungen nahmen als Gäste teil am 3.7.2009 der neue Vorsitzende des Friesenrates, Sektion Nord, Erk Hassold, und am 30.10.2009 die neue Direktorin des „European Centre for Minority Issues“ (ECMI) in Flensburg, Dr.Tove Malloy.
Ins Gästebuch trugen sich unter anderem ein: eine fünfköpfige Langenhorner Delegation zur Vorbereitung des Friedrich-Paulsen-Jahres am 16.1.2008, drei Dithmarscher Chronisten, die sich im Hinblick auf eine Jubiläumsschrift zur 400-Jahr-Feier der Kirche in Sankt Michaelisdonn beraten ließen am 23.1.2008, eine Gruppe Studierender aus Westfriesland auf einer Exkursion am 22.2.2008, Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen bei einem Informationsbesuch am 29.2.2008, die Pionierkameradschaft Schleswig bei einer Bildungsreise am 12.4.2008, der baden-württembergische Wappenkundler Gerhard Graf bei einer Besprechung über ein Buchprojekt am 22.2.2008, Lehrkräfte des Tønder gymnasium unter Leitung von Michael Longerich auf einer Informationstour am 6.5.2008, Prof. Dr. Uwe Danker, Prof. Dr. Martin Rheinheimer und Dr. Sebastian Lehmann zu einem Gespräch über ein gemeinsames Projekt zur Tourismus-Forschung am 9.5.2008, Lehrkräfte der Husum Danske Skole unter Leitung von Uwe Ehrich, die sich über die Arbeit des Instituts unterrichten lassen, am 1.9.2008, Bischof Dr. Hans-Christian Knuth und der Pröpstewahlausschuss des entstehenden Kirchenkreises Nordfriesland am 5.9.2008, Timo Lindemann, Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur in Flensburg, am 10.9.2008, die Westfriesen Willy van der Meer und Henk Wolf zu einer Projektbesprechung „Online-Sprachkurs“ am 23.1.2009, der Vorstand der Interessengemeinschaft Baupflege zu einem Rundgang durch das Institut und einer Sitzung unter Leitung des neuen Vorsitzenden Hans-Georg Hostrup am 6.2.2009, der Geschäftsführer des Museumsverbundes Nordfriesland Dr. Sven-Hinrich Siemers am 9.2.2009, der Senioren-Reiseclub der Volkshochschule Flensburg unter Leitung von Margrit Böttger zu einem Vortragsnachmittag am 9.2.2009, Dr. Haik Thomas Porada vom Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig, am 2.3. und 4.6.2009, ein kursus i historie der Dansk Skoleforening, der sich über die Geschichte Nordfrieslands und insbesondere über die Auswanderung unterrichten lässt, am 24.3.2009, der Ausschuss für Kultur, Kontakt und Zusammenarbeit der Region Sønderjylland/Schleswig unter Leitung von Frauke Kramer bei einer Sitzung mit Kurzvortrag über die friesische Arbeit am 27.5.2009, der Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landtags Prof. Dr. Utz Schliesky, der sich über das Institut ins Bild setzen lässt, am 2.6.2009, Prof. Dr. Konrad Küster zu einer Besprechung über die Kultur der Marschen am 5.6.2009, die aus Niebüll stammende Friesin Christel Bendsen bei einem Gespräch über Friesisch im Unterricht am 10.8.2009, die japanischen Sprach- und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Hiroshi Miura und Prof. Dr. Kazumoto Karasawa bei einem Besuch zur Erweiterung ihrer Kenntnisse über das Friesische am 18.8.2009, der Kieler Landeshistoriker Prof. Dr. Oliver Auge bei einem Antrittsbesuch am 24.9.2009, die Vorsitzende der Landtagsfraktion des Südschleswigschen Wählerverbandes Anke Spoorendonk und deren neu gewählter parlamentarischer Geschäftsführer Lars Harms bei einem Arbeitsgespräch am 2.10.2009, der Roundtable 88 Südtondern unter Leitung von René Nissen bei einem Informationsbesuch am 3.11.2009, der Plattdüütsch-Kurs des Beruflichen Gymnasiums Husum unter Leitung von Johann Thams bei einem Vortrag über nordfriesische Chroniken und Geschichtsthemen am 13.11.2009, Mitarbeiter des sorbischen Unterrichtswesens mit Gerd Vahder am 24.11.2009, Birte Paulsen und Rolf Fischer aus der SPD-Fraktion des Kieler Landtages bei einem Informationsbesuch am 11.12.2009, der Verein für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege zu Jahresversammlung und Adventsfeier am 9.12.2008 und 8.12.2009, Studierende aus Ostsee-Anrainerstaaten, die im Rahmen des Seminars „Region – Nation – Europa“ der Lübecker Academia Baltica das schleswigsche Grenzland bereisen am 6.7.2008 und am 28.6.2009 sowie mehrfach Studierende aus europäischen Minderheiten, die sich im Zuge von Studienpraktika am Flensburger European Center for Minority Issues über Nordfriesland und die Friesen informieren lassen.
Thomas Steensen wurde am 18.5.2009 in den Vorstand des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein gewählt. Weiterhin gehört er dem Beirat des Nordfriesischen Vereins und der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte an. Er nahm teil an Sitzungen des Gremiums für Fragen der friesischen Volksgruppe beim Schleswig-Holsteinischen Landtag am 13.11.2008 in Kiel und des Beratenden Ausschusses beim Bundesministerium des Innern am 9.12.2008 im Saterland. Er wirkte im Vorstand der Universitätsgesellschaft Husum mit und ist Ehrenvorsitzender des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege. Fiete Pingel hielt den Kontakt zum Ausschuss für Landesgeschichte des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes und nahm am 15.11.2008 an dem von der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte ausgerichteten Colloquium „Perspektiven und Aufgaben der landesgeschichtlichen Forschung in einem Europa der Regionen“ in Kiel teil. Er arbeitet in der Redaktion der von der Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte publizierten Beiträge zur Husumer Stadtgeschichte mit. Marlene Kunz gehört dem Vorstand des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege an.
Antje Arfsten nahm vom 10. bis zum 12.12.2008 an dem Frysk Filologenkongres der Fryske Akademy in Ljouwert/Leeuwarden teil.
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M. Arbeitsgruppen
1. Interessengemeinschaft Baupflege Nordfriesland & Dithmarschen e. V. (IGB)
(Vorsitzender: Gerd Kühnast bis 17.11.2008, seither Hans-Georg Hostrup)
Neben den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben in der Bauberatung und Pressearbeit stand 2008 der Wechsel im Vorstand im Mittelpunkt. Im November folgte im Amt des Vorsitzenden Hans-Georg Hostrup auf Gerd Kühnast, der zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.
Als besonderes Ereignis richtete die IGB vom 26. bis 28.9.2008 in Husum ein Außenstellentreffen der IG Bauernhaus aus und organisierte ein Exkursionsprogramm. Großen Raum auch in der öffentlichen Darstellung nahmen Aktionen zur Stadtplanung und Stadtbilderhaltung in Husum ein. Besuche führten u.a. zur IG Bauernhaus in Syke bei Bremen, ins Freilichtmuseum nach Molfsee und zum Verein für Dithmarscher Landeskunde. Veranstaltungen zum Thema Reet wurden in Klockries und Garding angeboten. Die Homepage www.igbaupflege.de wurde fertiggestellt. Der Maueranker erschien 2008 viermal, 2009 dreimal.
Am 18. Nordfriesischen Sommer-Institut beteiligte sich die IGB am 16.7.2008 mit einem Vortrag über „Das schleswigsche Haus“ durch Peter Dragsbo, Direktor des Sønderborg Slot Museum, am 19. Nordfriesischen Sommer-Institut am 12.8.2009 mit einem Vortrag über „Italienische Terrazzo-Leger in Schleswig-Holstein mit besonderem Blick auf Nordfriesland“ durch Dr.Ulrike Looft-Gaude, Freilichtmuseum Molfsee. Außerdem wirkte die IGB an einer Vortragsreihe zum Erhalt der Eiderstedter Kulturlandschaft mit.
Das Beratungsangebot zu verschiedenen Themen wie Reet, Mauerwerk, Fenster, Türen, Maueranker usw. wird weiterhin gerne angenommen.
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2. Arbeitsgruppe Geschichte
Vorsitzender: Dr. Christian M. Sörensen)
Die AG Geschichte lud mit ein zu der Veranstaltungsreihe „1.Tage der nordfriesischen Geschichte“ (vgl. I.) und wirkte insbesondere mit bei der Ausrichtung der Konferenz „Vor 75 Jahren: ‚Machtergreifung‘ in Nordfriesland“ am 26.1.2008 im Bredstedter Bürgerhaus. Am 22.11.2008 veranstaltete die AG zudem eine Tagung mit dem Thema „Leibeigenschaft in Schleswig-Holstein und Nordfriesland“. Es referierten Prof. Dr. Detlev Kraack, Plön, „Zur Geschichte der Leibeigenschaft in Schleswig-Holstein“, Albert Panten, Niebüll, zu der Fragestellung „Leibeigenschaft in Nordfriesland – gab’s die?“ sowie AG-Vorsitzender Dr. Chris- tian M. Sörensen, Mildstedt, über das Thema „Die Güter Süderholz und Mildstedterhof und ihr Verhältnis zur Bauernschaft“.
Am 28.3.2009 führte die AG eine Tagung durch zum Thema „Jede Harde eine kleine Republik? Kommunale Willensbildung in Nordfriesland einst und jetzt“. Es referierten: Dr. Gerret Liebing Schlaber von der Studienabteilung der Flensburger Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig über „Dorfschaft, Kirchspiel, Hardesthing – kommunale Gremien in landesherrlicher Zeit“, Albert Panten über „Thingversammlungen in Westerland-Föhr 1710 – der lange Weg zum Vergleich“ und Harry Schröder, Leiter des Kommunal-, Ordnungs- und Schulamtes beim Kreis Nordfriesland, über „Gemeinden, Ämter, Bürgerthemen – Kommunalpolitik im 21. Jahrhundert“. Schülerinnen und Schüler der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule hatten sich unter Leitung von Oberstudienrätin Angelika Strenge in einem Leistungskurs mit dem Tagungsthema befasst und präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeit in Kurzreferaten. Die AG lud zudem mit ein zu dem Vortragsnachmittag zur „Mandränke“ von 1634 am 11.10.2009 im Nissenhaus im Zuge der „2. Tage der nordfriesischen Geschichte“ (s. I.).
3. Arbeitsgruppe Genealogie
Vorsitzender: Jens Uwe Nissen / stellvertr. Vorsitzende: Karna Voigt)
Das Netzwerk der AG Genealogie stand auch 2008 und 2009 für die Bearbeitung genealogischer Anfragen zur Verfügung. Jeweils anlässlich der Tagungen der AG Geschichte in Bredstedt bot die AG Genealogie wiederum ihre „genealogische Tauschbörse“ an.
Fiete Pingel fungierte weiterhin als Sekretär der Arbeitsgruppen 2 und 3.
4. Arbeitsgruppe Sprache und Literatur
(Vorsitzender: Prof. Nils Århammar, ab 2009 Jule Homberg)
Die Arbeitsgruppe tagte am 24.5.2008 in Niebüll. Christina Tadsen berichtete über die Ergebnisse ihrer Untersuchung zum derzeitigen Stand des Öömrang.
Bei dem Treffen am 7.2.2009 in Niebüll gab es einen Wechsel an der Spitze der Arbeitsgruppe. Die Friesischlehrerin Jule Homberg löste als neue Vorsitzende Prof. Nils Århammar ab, der dieses Amt über ein Jahrzehnt innehatte. Dr. Ommo Wilts referierte über das erste Buch auf Nordfriesisch, die Komödie „Der Geitzhals auf der Insel Silt“ des Küsters und Navigationslehrers Jap Peter Hansen, das 1809 zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Das von Molière und Holberg beeinflusste Lustspiel markiert nicht nur den Beginn der nordfriesischen Literatur, sondern zählt bis heute zu ihren wichtigsten Werken.
Des Weiteren rief die Arbeitsgruppe dazu auf, die erste Tams-Jörgensen-Preisaufgabe zu lösen. Nach dem Prinzip der „Stillen Post“ wurde ein Originaltext nach und nach von sieben Übersetzern in eine andere Sprache übertragen. Es galt, die zeitliche Reihenfolge der Übersetzungen zu finden. Die Sprachen der acht Versionen waren Englisch, Fering (aasdring), Fering (weesdring), Frysk, Hochdeutsch, Mooringer Frasch, Plattdeutsch, Sölring. Auf der Beiratssitzung am 9.5.2009 in Niebüll wurde die Preisverleihung vorgenommen. Von den 26 Teilnehmern fanden zwei die richtige Lösung. Sie teilten sich das Preisgeld von 250 Euro. Dass die Aufgabe allen Teilnehmenden viel Spaß gemacht hat, ist aus den Begleitschreiben zu ersehen mit Kommentaren wie: „Ik haa binai tau Naachter ek slöpen.“ „Vielen Dank für die Herausforderung!“
Im Sommer 2009 bat die Arbeitsgruppe um Vorschläge für „et smukst uurd aw nordfriisk“. Unter den 48 Einsendungen mit über 100 Vorschlägen konnte sich die Arbeitsgruppe auf ihrer Herbsttagung am 26.9.2009 in Niebüll recht schnell auf den Begriff „trinambai“ einigen und die neun Preisträger auslosen. Im Anschluss referierte Ingo Laabs über das Leben und Werk des nordfriesischen Schriftstellers Nis Albrecht Johannsen d.Ä. (1855–1935). Johannsen veröffentlichte in den 1920er Jahren u.a. eine Reihe von Fortsetzungsromanen auf Frasch in der Nordfriesischen Rundschau und nahm dadurch eine wichtige Rolle für die friesische Sprachpflege ein.
In den Jahren 2008 und 2009 konnten – neben den ständigen Aufgaben des Instituts – erfreuliche Arbeitsergebnisse erzielt werden. Für den friesischen Spracherwerb stehen nun für zwei Hauptdialekte auf Anfänger- und Fortgeschrittenenniveau zeitgemäße Kursbücher mit CD zur Verfügung. Die Geschichte Nordfrieslands von der Steinzeit bis in unsere Gegenwart kann in sechs Büchern, die in einem Schuber zusammengefasst wurden, nachvollzogen werden; erstmals entstand dafür auch eine Zeittafel. Durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen wurde der friesische Philosoph und Pädagoge Friedrich Paulsen, der in seinem Werk entscheidend von seiner friesischen Herkunft beeinflusst wurde und eine modern aufgefasste „Heimatkunde“ zu einem zentralen Bestandteil seiner Pädagogik machte, neu „entdeckt“. Die Veranstaltungsangebote fanden weiterhin sehr erfreuliche Resonanz, namentlich das Nordfriesische Sommer-Institut und die neu entwickelten „Tage der nordfriesischen Geschichte“, die einen ungeahnten Besucheransturm erlebten. Sorgen bereitet der Rückgang des friesischen Schulunterrichts. Es fehlt offenbar an klarer und politisch gewollter Koordination und Abstimmung zwischen den für Schule, Universität und Lehrerausbildung verantwortlichen Kräften. Die finanzielle Situation des Instituts konnte erfreulicherweise stabilisiert werden, allerdings auf der Grundlage eines angesichts der zu erfüllenden Aufgaben viel zu kleinen Personalbestands. Falls es zu einer Minderung der bisherigen Fördersummen kommen sollte, würde dies die Arbeitsfähigkeit des Instituts bedrohen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordfriisk Instituut danken dem Land Schleswig-Holstein, dem Kreis Nordfriesland, der Sydslesvigsk Forening, dem Friesenrat, der die Projektmittel der Bundesrepublik Deutschland betreut, und allen denjenigen, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden das Institut unterstützten, ebenso allen, die sich für seine Belange ehrenamtlich einsetzten, insbesondere den Mitgliedern des Vorstands, des Beirats, des Kuratoriums, den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen, den Redaktionsmitgliedern der regelmäßigen Veröffentlichungen, den Autoren der vom Institut veröffentlichten Bücher und … und …
En hartliken tunk tu Jam åltumååle! We wansche üs uk for 2010 än 2011 sü’n gou tuhuupeårbe.
Bredstedt, im Januar 2010 Im Namen und mit Hilfe aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Thomas Steensen
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Arbeitsbericht 2008/2009 (Dateigröße: ca. 900 KB)
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