| Nis Albrecht Johannsen d. J. (1888-1967) und Nis Albrecht Johannsen d. Ä. (1855-1935) | H | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geboren in Deezbüll in der Bökingharde, gilt Nis Albrecht Johannsen d.
J. als einer der wichtigsten Autoren in Mooringer Friesisch. Beispielhaft
genannt sei seine Gedichtsammlung "Beerid", die 1956 in erster Auflage
erschien und die 1991 vom Nordfriisk Instituut neu herausgegeben wurde.
Seit den 1920er Jahren betätigte er sich nachhaltig in der Wörterbucharbeit,
als Schulmann setzte er sich für den friesischen Unterricht ein. Nach
dem Zweiten Weltkrieg trat er für ein friedliches Miteinander im deutsch-dänisch-friesischen
Grenzland ein und gehörte er zu den Mitbegründern des Vereins Nordfriesisches
Institut. Sein Vater Nis Albrecht Johannsen d. Ä. , ebenfalls Lehrer in
Nordfriesland, verfasste zahlreiche friesische Erzählungen mit dem Ziel,
seine Muttersprache zu dokumentieren und zu erhalten. Ein knappes Drittel
der rund 750 Stücke im Nachlass von Albrecht Johannsen findet sich in
der Abteilung V (= Sprache und Literatur). Darunter befinden sich gut
100 Manuskripte von Gedichten und Erzählungen. Unter den 231 Stücken der
Personen-Abteilung R sind über 90 Briefe, die sich mit seinerzeit aktuellen
Fragen etwa der friesischen Arbeit befassen. Volkskundliche und historische
Stücke bilden weitere etwas größere Einzelbestände. Hier spiegelt sich
die heimatkundliche Autorentätigkeit Johannsens wider. Sein Nachlass ist
auf Initiative seiner Tochter Sieglinde Johannsen an das Nordfriisk Instituut
gekommen. In einem "Albrecht-Johannsen-Zimmer" werden hier auch sein Schreibtisch
und sein Bücherschrank bewahrt.
Auf Vermittlung von Prof. Nils Århammar gelangten 40 friesische Texte aus dem Nachlass von Nis Albrecht Johannsen d. Ä. an das Nordfriisk Instituut. Hier werden sie zusammen mit dem Nachlass seines Sohnes verwaltet.
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