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Geschichten de dat Dörp vertellt
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Mit geübtem Blick hat der Buchautor Hans Otto Meier, Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins, 18 Geschichten zusammengetragen, "Geschichten, de dat Dörp vertellt". Op Plattdüütsch gifft dat wat to "Suustern" (Flüstern), "Luustern" (Zuhören) un "Smuustern" (Schmunzeln). Historische Kapitel aus der nordfriesischen Heimatkunde nehmen einen breiten Raum ein, wenn es um Grönlandfahrt, den Kriegsschauplatz Dagebüll im 19. und 20. Jahrhundert oder um den blinden friesischen Schulmeister Böle Bonken geht, an den sich Ältere in der Marsch noch erinnern.
Volkskundliches klingt an in Texten über die sehr jungen Viehhirten, die bis ins 20. Jahrhundert hinein ihren Dienst taten, über die "Hygiene" in vergangenen Zeiten und über Geistergeschichten und "Spijökenkram", mit dem sich die Dorfsleute unterhielten, als es noch keine Horrorfilme gab. Den eindrucksvollen Abschluss bildet unter der Überschrift "De gode ole Tied" - wobei "gode" in Anführungszeichen steht, eine Auflistung von vorzeitigen Todesfällen aus dem Dagebüller Kirchenbuch, die daran erinnert, wie wenig selbstverständlich etwa die heutige gute medizinische Versorgung ist.
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Kurzbeschreibung: Hans Otto Meier: Geschichten de dat Dörp vertellt.
96 S. , ISBN 978-3-88007-575-7, Verlag Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2004, 6,90 €. (Mitgliederpreis 5,52 €)
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Redaktion/Contentmanagement: Nordfriisk Instituut
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