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Heimat Fraschlönj - Eine Utopie?
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Deutsch |
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Friesisch |
Mit dem Thema "Heimat Nordfriesland" befasst sich auf besondere Weise der Autor der soeben im Verlag Nordfriisk Instituut veröffentlichten Schrift "Heimat Fraschlönj: Eine Utopie?" Sie erschien als Nummer 9 der Reihe "NF-Texte aus dem Nordfriisk Instituut". Heinrich Erdmann beginnt seine Überlegungen mit dem Dorfkrug seines Vaters Gustav, den dieser 1958 unter dem neuen Namen "Fraschlönj" als friesisches Heimat-Projekt übernommen hatte. Auf historischem Boden sollten sich Tradition und Fortschritt vereinen.
Die friesische Tradition verkörperte z. B. der Deezbüller "Friesenmaler" Carl Ludwig Jessen (1833-1917), dessen Werk und Wirkung vor allem durch die Abhandlungen des Lehrers und friesischen Sprachpflegers Albrecht Johannsen (1888-1967) der Nachwelt überbracht wurden. Die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete Bedeutung des "Malerchronisten für seine Heimat" nimmt den zentralen Teil des Buches ein.
Für den Fortschritt des friesischen Heimatbewusstseins nach dem Zweiten Weltkrieg standen Männer wie Johannes Oldsen (1894-1958) und Rudolf Muuss (1892-1972). Ersterer suchte die Anlehnung der zahlenmäßig kleinen friesischen Volksgruppe an Dänemark, letzterer sah die Friesen als einen deutschen Stamm mit eigener Tradition und Sprache. Die Gründung des Vereins Nordfriesisches Institut als politisch und ideologisch neutrale Organisation 1947/48 (vgl. NF-Texte Nr. 5, ISBN 3-88007-320-1) und auch die Einrichtung der Gaststube "Fraschlönj" in Risum-Lindholm sollten dazu dienen, die "verfeindeten" friesischen Lager zu vereinen. Beide Initiativen entwickelten sich zu Erfolgsprojekten für das friesische Bewusstsein; mit dem Kapitel "Das ,Fraschlönj' als friesisches Gemeinschaftszentrum" schließt der Autor den Kreis seiner Überlegungen.
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Kurzbeschreibung:
Heinrich Erdmann: Heimat Fraschlönj - eine Utopie?
128 S., z.T. farbige Abbildungen, ISBN 978-3-88007-366-1
Verlag Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2011, 7,80 €. (Mitgliederpreis 6,24 €)
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Redaktion/Contentmanagement: Nordfriisk Instituut
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