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Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen
Matthias der Glückliche und seine Zeit


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"Der Schiffahrt nach Grönland höchst kundig, wo er mit unglaublichem Erfolg 373 Walfische gefangen hat, so dass er nach Aller Urteil den Beinamen des Glücklichen erhalten hat", so steht es auf dem Grabstein des Matthias Petersen (1632-1706) auf dem Kirchhof von St. Laurentii in Süderende. Er stammte aus Oldsum auf Föhr und war einer der wohl berühmtesten Söhne der Insel. Mehr als die hier genannten 373 Wale hat kein andere erlegen können. Einer der Nachkommen des "Glücklichen Matthias", Uwe Steffen, emeritierter Dompropst in Ratzeburg, hat das Leben des Walfangkommandeurs beschrieben und in den historischen Zusammenhang eingeordnet. Sein Buch "Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen. Matthias der Glückliche und seine Zeit" erschien soeben in einer erweiterten Neuauflage als Band 8 in der vom Bredstedter Nordfriisk Instituut herausgegebenen Reihe "Nordfriesische Lebensläufe".
Der Autor schildert die Insel Föhr in der Zeit des Matthias Petersen und seine Erziehung. Seine seemännische Ausbildung wurde gefördert von einer anderen bekannten Föhrer Persönlichkeit, nämlich Richardus Petri, Pastor an St. Laurentii in Süderende, der eine Navigationsschule einrichtete.
Uwe Steffen beschreibt zudem die Entwicklung der europäischen Waljagd, die Walfangschiffe und ihre Ausrüstung, die Fahrt zu den Fanggründen und zurück. Anschaulich schildert Steffen das Leben an Bord, das offenbar weniger von den Gewohnheiten wilder Seefahrer geprägt war, als von christlichen Liedern. Gleichwohl wurde um die Walfanggründe Krieg geführt und Piraten kaperten die Walfangschiffe. Uwe Steffen schildert auch das Unglück, das der Familie des "Glücklichen Matthias" durch Kaperer widerfuhr.
Matthias Petersen war ein streitbarer Bürger. Auf seine Eingaben an die Obrigkeit ist es zum guten Teil zurückzuführen, dass althergebrachte Rechtsformen auf Föhr grundlegend verändert wurden. Das brachte ihm nicht nur Freunde ein. Sein Biograf Uwe Steffen schildert auch die durchaus vorhandenen Schattenseiten des Kommandeurs, der in der Verfolgung eigener Anliegen wohl auch rücksichtslos sein konnte.
Der Autor stellt sich schließlich die Aufgabe, die Wale, die für den Glücklichen Matthias und seine Zeitgenossen nicht anderes waren als lebensnotwendige Jagdbeute, aus heutiger Sicht zu würdigen. In einem Anhang schildert er nicht nur die unterschiedlichen Walarten, sondern berichtet auch von eindrucksvollen Begegnungen zwischen Menschen und diesen größten Lebewesen unseres Planeten sowie von der Geschichte des Propheten Jona, die für den Geistlichen Uwe Steffen zu einem Leitmotiv wurde.


Kurzbeschreibung:
Uwe Steffen:
Der erfolgreichste Walfänger der Nordfriesen -
Matthias der Glückliche und seine Zeit.
Nordfriesische Lebensläufe 8.
128 S. , ISBN 978-3-88007-359-3, Verlag Nordfriisk Instituut,
Bräist/Bredstedt 2009, 12,80 €.
(Mitgliederpreis 10,24 €)

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